Hallo und willkommen bei Ameiseninfos.de Myrmecia pavida Aufzucht und Haltungsbericht. Myrmecia pavida gehören zu den interessantesten Ameisen die sich halten lassen. Mit hervorragendem Sehvermögen, gepaart mit guter, schneller Beweglichkeit reagieren diese Ameisen auf ihren Halter. Dieser Myrmecia pavida Bericht beleuchtet die Haltung von der Gründung, über viele Jahre bis zum Tod der Königin. Reichhaltig bebildert mit Myrmecia pavida in allen Lebenslagen.
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Myrmecia pavida
Myrmecia pavida
Myrmecia pavida eine einzigartige sehr interessante Ameisenart, eine aus Westaustralien kommende Ameisenart, die es sehr warm mag. Bei mir leben sie bei 25-27°C am Tage und bei 22-24°C in der Nacht. In einer trockenen steinigen Umgebung bei einer Luftfeuchtigkeit um 50%rel. Aufgeweckte, ständig aktive Ameisen, die schon gar nicht zu übersehen sind, ist auch schwierig bei einer Größe von 22-26 mm. Wobei die größten Arbeiterinnen kaum kleiner sind als die Königin.
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Myrmecia pavida dulden nur eine Königin in ihrer Kolonie (monogyne Art). Die Königin gründet selbstständig braucht aber Auslauf (semiclaustral), was mir reichlich Möglichkeit gab, sie auch außerhalb des Nestes zu beobachten. Öfters war sie dabei zu sehen, wie sie den von mir gereichten, flugunfähigen Fliegen nachstellte. Mit ihrem guten Sehvermögen ist das auch kein Problem. Hatte sie die Beute erst ein Mal entdeckt, geht sie hartnäckig und überaus flink hinterher, bis sie diese zu packen bekommt. Dabei zeigt sich gleich die gute Beweglichkeit dieser Art, es ist ihnen ein Leichtes, sich so weit zu krümmen, um die Beute zu stechen. Das Gift der Myrmecia pavida wirkt schnell, die Fliegen sind nach wenigen Sekunden bewegungslos. Da muss ich gut aufpassen, dass sie mich nicht mal als Beute betrachten, würde bestimmt eine schmerzhafte Erfahrung. Ins Auge gefast haben sie mich schon, es entgeht ihnen nicht die kleinste Bewegung von mir an ihrer Anlage. Ausgiebig stehen sie da und beobachten mich, kommen ich ihnen zu nahe, sind sie auch gleich da. Mal gut das Ich auch noch gute Reaktionen habe, nach Möglichkeit möchte ich es mir ersparen, hier über die Wirkung eines Stiches zu berichten. Als manchmal gepeinigter Imker würde ich das wohl auch überstehen. Kann mir gut vorstellen, dass es Halter gibt für die ein Stich von Myrmecia pavida unangenehme bis schwerwiegende Folgen haben könnte. Wie ihr es schon lesen konntet, fing die Haltung von Myrmecia pavida bei mir mit einer Königin an. Bekommen habe ich sie in einem Reagenzglas (15 x 150 mm), aus meiner Sicht zu klein für eine so große Ameise. Die Königin war da anderer Meinung, auch wenn sie sichtbar Mühe hatte, in der Enge zu wenden, sie zog einfach nicht aus. Das Reagenzglas liegt in einem Becken (Grundfläche 30 x 40 cm), der Bodengrund besteht aus feinem Kies und Holzgranulat.
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Im unteren Teil des Beckens befindet sich ein Gipsnest, in etwas so aufgebaut, wie ich es > HIER < beschrieben habe. Zusätzlich habe ich ihr noch ein größeres Reagenzglas (22 x 150 mm) dazugelegt. Eigenwillig, wie sie war, zog sie ihren ersten Nachwuchs in der engen Röhre auf. 5 Eier hatte Sie gelegt, aus denen nach 15 Tagen die ersten Larven schlüpften. Eine besorgte Mutter, die sich emsig und ausgiebig um ihren Nachwuchs kümmerte. So eine Larvenbetreuung habe ich noch nicht beobachten können bei meinen Ameisen. Das liegt wohl auch mit daran, das es bei so einer großen Ameise leichter möglich ist. Ständig war sie dabei, die Larven umzustapeln und zwischendurch wurden die Kleinen ausgiebig abgeleckt. Auch der Bereich, in dem die Larven lagerten, wurde akribisch sauber geleckt. Die kleinen Larven fütterte sie mit nicht entwicklungsfähigen Eiern (throphische Eier) die sie dafür extra legte. In dieser Zeit verspeiste sie die erbeuteten Fliegen alle selber. Zwischendurch war sie immer wieder am Trinkwasser und am Zuckerwasser zu beobachten. Später mussten die größeren Larven selber zusehen, wie sie die Fliegen klein kriegten. Die Königin legte die Fliegen einfach zwischen die Larven, ein wirkliches Problem war das nicht. Auch die Larven sind überaus beweglich, können sich gut strecken und schnell waren die Fliegen zerlegt. Alles, was übrig blieb, sammelte die Königin ein und trugs aus dem Reagenzglas, viel Mühe machte sie sich damit nicht, einfach gleich neben den Ausgang gestapelt. Nach 14 Tagen haben sich die gefräßigen Larven verpupt. Von da ab wurde es richtig eng im Reagenzglas, um den Larven behilflich zu sein beim Spinnen ihrer Kokons, legte die Königin Kiessteinchen an die Larven. Dabei hat sie sich reichlich vergriffen, die Kiesel waren doch etwas groß, zu ihrem Pech bekam sie die meisten von den Kokons auch nicht mehr ab. Hatte da so meine Bedenken, das die fertig entwickelten Ameisen es gar nicht schaffen könnten zu schlüpfen. Meine Geduld wurde zudem reichlich strapaziert, es dauerte 33 Tage bis zum Schlupf der ersten Arbeiterin. 2 Tage vor dem Schlupf der ersten Arbeiterin wurde die Königin sichtbar unruhiger, ständig versuchte sie die Puppen umzusortieren. Selber schlüpften die Arbeiterinnen auch nicht, die Königin war eifrig behilflich in dem Sie die Kokons aufbiss und die Kleinen herauszerrte. Und klein trifft auch nicht zu, eine Arbeiterin ist fast so groß wie die Königin. Gerade geschlüpfte Arbeiterinnen werden ausgiebig abgeleckt. 12 Tage vor dem Schlupf der ersten Larve fing die Königin an neue Eier zu legen, 6 Tage nacheinander, jeweils 2 Stück. Heute besteht das kleine Myrmecia pavida Volk aus 5 Arbeiterinnen und der Königin. Die 12 Eier sind alle geschlüpft und die ersten Larven davon haben sich schon verpuppt. Auch diese Puppen sind rundherum mit größeren Kiessteinchen versehen, scheint wohl doch eine gute Lösung zu sein? Zur Verpuppung tragen sie die Larven in das größere Reagenzglas, dort lagern sie auch die Puppen. Die Larven quetschen sich weiterhin in der kleinen Röhre.
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Konnte es schon bei anderen Ameisenarten beobachten, die alles was sich an Flüssigkeiten im Bereich ihres Nestes befindet, versuchen abzudecken, auch Wassertropfen. Es war dabei mein Gedanke, die Ameisen versuchen eine Gefahrenstelle unschädlich zu machen. Myrmecia pavida sind besonders besorgt um Ihre Kohlenhydratnahrung.
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Kaum ist diese Leckerei entdeckt, wird erst mal ausgiebig getrunken
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dann geht die Arbeit richtig los, eifrig suchen sie nach Kiessteinchen und legen sie in die Zuckerwasserlösung
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Sie geben nicht eher Ruhe, bis alles fein säuberlich abgedeckt ist. Wie zu sehen ist, geht es Ihnen dabei eindeutig nur um die Zuckerlösung, im Kronenkorken nebenan ist Trinkwasser. Das lassen sie einfach stehen. Später waren sie immer wieder dabei zu beobachten, wie sie die Zuckerlösung von den Steinchen saugten.
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Ist schon merkwürdig, was Myrmecia pavida da veranstalten? Eine andere angedachte Hypothese, diese Ameisen haben lange kräftige Mundwerkzeuge (Mandibeln). Gut zum Packen und Festhalten der Beute, beim Trinken eher hinderlich. Damit im klebrigen Zuckerwasser herumzuführen behagt Ihnen vielleicht nicht? Diese Ameisen sind sehr reinlich, Sie verbringen viel Zeit damit, sich ausgiebig zu putzen. Ist auch möglich, dass die Abdeckung des Flüssigfutters dazu dient, einfacher ranzukommen, aAllerdings warum trinken sie dann vorab ausgiebig?
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15.12.2007 Die Anfangs positive Entwicklung hat sich nicht fortgesetzt. 8 der 12 Larven wurden von den Ameisen so weit aufgezogen, dass sie sich verpuppen konnten. 3 Larven wurden als Futter betrachtet und verspeist. Eine Larve wurde aus ihren noch nicht einmal fertig gesponnenen Kokon gezerrt herum getragen und später kurzerhand vors Nest gelegt. Der Entwicklung der Larve hat es nicht geschadet, sie hat sich in dieser Zeit zur Vorpuppe weiter entwickelt. Da sich die Ameisen nicht mehr für ihren unfertigen Nachwuchs interessierten, hat die Vorpuppe von mir einen künstlichen Kokon bekommen. Hier lebt Sie jetzt.
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Gut sichtbar die gestreckte, milchig gefärbte Vorpuppe, etwas groß so ein Reagenzglas, mal sehen was wird. Ein paar Tage keine Veränderung erkennbar, wird wohl nichts, zumindest ist sie nicht gleich gestorben. Dann überschlugen sich die Ereignisse, zu meinem Bedauern am Tage, wo ich keine Zeit zum Beobachten hatte. Morgens noch Vorpuppe, tagsüber gehäutet und mich abends vor vollendete Tatsachen gestellt. Eine helle Puppe, mit erkennbaren Mundwerkzeugen (Mandibeln), Fühler und Beinen der späteren adulten Ameise.
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Deutlich sichtbar die Kotabgabe des gesammelten Darminhaltes, bezeichnet als Meconium. Schade hätte gern ein paar Bilder gemacht, allerdings freut es mich auch, das es weiter geht. Aktueller Stand
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Den restlichen Puppen ist es nicht viel besser ergangen, die Ameisen bissen die Kokons auf und zerrten die Puppen heraus. Als ich dies unnormale Verhalten so richtig kapiert hatte, war es schon fast zu spät. Die restlichen 4 noch intakten Kokons habe ich Ihnen kurzerhand entwendet, in ein Reagenzglas gesteckt und verschlossen mit einen Wattestopfen in die Arena gelegt.
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Der Fremdkörper Reagenzglas ist Ihnen nicht entgangen, das darin Ihre Puppen liegen, haben sie optisch nicht wahrgenommen. Gut zu sehen die kleinen Steinchen die Sie den Larven als Verpuppungshilfe angelegt haben. Einige davon haben die Ameisen nach der Verpuppung der Larven nicht mehr abbekommen.
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An der erfolgten Kotabgabe zu erkennen, aus den Vorpuppen sind schon Puppen geworden.
Ein Versuch zu retten, was noch zu retten ist, mal schauen, was wird? Das was ich hier versuche, ist auch Neuland für mich. Muss allerdings auch sagen, das sind Begebenheiten, die mir Freude bereiten, Überlegungen erfordern mit open End. Das abnormale Verhalten, das Sie hier bei mir veranstalten, interpretiere ich als ungeeignete Haltungsbedingungen. Nur woran liegt es? Ein Ansatzpunkt, die zu großen Steinchen, so beschwerte Puppen sind für diese Ameisen nur noch mit Mühe zu transportieren. Ist es das schon oder gibt es da noch andere Möglichkeiten, was meint Ihr? 30 Tage haben die Puppen sicher vor den Zugriffen der Ameisen im Reagenzglas geruht, dann mussten sie raus. Bange Momente, was wird, ob Sie wieder darüber herfallen und alles um sonst war? Sie die Puppen gar nicht mehr annahmen? So wie ich es vorher beobachten konnte, schaffen die Ameisen es nicht alleine zu schlüpfen, Sie brauchen Hilfe von Außen. Vorsichtshalber legte ich erst nur eine Puppe in die Arena, mit Skepsis betrachteten die Ameisen die unerwartete Aussicht auf Nachwuchs.
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Schnell waren Sie da, aufmerksam sind sie ja nun mal, ich deute eher auf neugierig. Eine nach der Anderen kamen Sie, ob das wohl was wird? Meine Befürchtungen waren unbegründet, die Puppen wurden einfach adoptiert. 3 Ameisen sind in der Zwischenzeit geschlüpft, hier ist eine ganz frisch geschlüpfte dieser Arbeiterinnen.
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Noch gut sichtbar die Spuren der letzten Puppenhaut, durch intensives Belecken durch die anderen Arbeiterinnen ist das bald bereinigt.
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Die Vierte hat es nicht geschafft, Sie wurde tot aus dem Kokon gezehrt und an die Larven verfüttert. In der letzten Zeit sind sie richtig faul geworden.
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Futter am liebsten direkt vors Nest und das auch noch bitte so das Es nicht mehr flüchten kann. Die Faulheit betrifft auch einen überfälligen Umzug, nach wie vor hausen sie in den beiden Reagenzgläsern. Aus meiner Sicht viel zu klein, die Ameisen sind da anderer Meinung. Weder das Gipsnest im unteren Teil der Arena noch das zusätzlich hineingelegte Ytongnest findet Ihre Zustimmung. Lieber legen sie mal ein paar Larven vor die Reagenzrörchen, lichtscheu sind sie zurzeit gar nicht. Kann ich gut verstehen bei den angenehmen Temperaturen in der Arena, nur fürchte ich das Sie sich so ein neues Problem schaffen, die Ersten der ca. 20 Larven, die sie schon wieder aufgezogen haben, sind kurz vor der Verpuppung. 11.01.2008 Endlich mal wieder frisches Wasser.
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Etwas tollpatschig stellen sie sich schon an beim Trinken. Und Sie sind ausgezogen aus den Reagenzgläsern, allerdings nicht dahin wo sie sollten. Das Gipsnest im unteren Teil des Beckens wollten sie nicht, hoffentlich ändert sich das noch. Das Ytongnest, welches ich in die Arena (oberer Beckenteil) gelegt hatte, auch Fehlanzeige. Die beiden Reagenzgläser als Nest ging auch nicht mehr, einfach zu klein zu wenig Platz. Das veranlasste mich dazu, das Ytongnest wieder zu entfernen und ihnen ein Gipsnest mit zwei größeren Kammern in der Arena anzubieten. Volltreffer, darin wohnen sie jetzt.
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In den Berichten, die ich über diese Art gelesen habe, stand mehrfach, das sie einen Schub Nachwuchs erst aufziehen, bevor die Königin wieder neue Eier legt. Mein Volk verhält sich anders, Eier, Larven in verschiedenen Stadien und Puppen, alles vorhanden.
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Eine kleine Stufe und raus und rein geht es in die Gipsvilla.
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Sie trinken gerne und ausgiebig zuckerhaltige Lösungen
Abends, wenn bei einigen von meinen Ameisen schon das Licht aus Licht,praktisch Dämmerung bei den Myrmecia, gibt es Familienausflug. Die Kinder (Larven, Puppen) müssen leider zu hause bleiben. Auch die Königin kommt nicht mehr aus dem Nest, Sie lässt sich ganz von Ihren Arbeiterinnen versorgen.
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Sie sind gerne abends unterwegs, wenn das Licht nicht mehr besonders hell ist. Die saftige Fliege scheint auch zu interessieren.
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Kein Wunder, diese Insekten stehen bei Ihnen ganz oben auf der Speisekarte. Wenn Sie mich sehen, lassen Sie sich auch schon mal ablenken. Auch wenn sie manchmal ein wenig Scheu sind, die Neugierde überwiegt meistens, solange ich Ihnen nicht zu nahe komme.
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Leider ist nicht alles als Futter zu gebrauchen, was unser Halter uns anbietet.
24.02.2008
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Hier ein aktuelles Bild aus dem Nest.
Nicht besonders gut, für einen Überblick müsste es reichen. Auch wenn es über 60 Tage braucht, bevor aus einem gelegten Ei eine Ameise wird, es geht voran. Einige der sichtbaren Puppen sind jetzt älter als 30 Tage und die Ameisen schlüpfen bald. Mit den vielen Larven, die Sie aufziehen wird, der jetzt bewohnte Nestblock bald zu klein. Vielleicht gedenken Sie dann ja in das vorgesehene Nest im unteren Teil des Beckens zu ziehen. Verschiedene Befeuchtungsvarianten und erwärmen konnte Sie bis jetzt nicht locken. Diese Ameisen stellen richtig Ansprüche an Ihr Futter. Abgebrühte Insekten nehmen Sie bei mir gar nicht. Am liebsten frisch getötete die Sie nicht groß jagen müssen, aber auch da selektieren Sie. Futtertiere aus dem Zooladen, die schon länge eingesperrt waren, gut zu riechen beim Öffnen der Schachteln, nehmen sie nur widerwillig oder verschmähen sie ganz. Das hat Folgen. Die gekauften Futtertiere für diese Ameisen halte ich in einem extra Becken, um sie so zur Verfütterung aufzubereiten. Allerdings fällt es dann auch schwer Sie zu verfüttern, sind auch muntere Tiere. Meine Myrmecia bekommen Heimchen und kleine Heuschrecken, der Renner sind Fliegen
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Gleich nach dem die Fliegenmaden sich verpuppt haben, teile ich die Kokons in kleine Mengen auf und lagere Sie bei unterschiedlichen Temperaturen, so bekomme ich aus einem Satz Maden über längere Zeit frisch geschlüpfte Fliegen.
Sollten es doch mal zu viele Fliegen geben, gibt bei mir genug Abnehmer dafür. Fliegen werden von vielen Ameisenarten besonders gerne genommen. Eine Beobachtung. Die Myrmecia Königin legt Ihre Eier über mehrere Tage verteilt. Am Anfang der kleinen Kolonie waren es ca. 20, heute sind immer welche vorhanden. So schlüpfen auch die Larven an verschiedenen Tagen und sind verschieden groß. Es ist ganz entscheidend das die Ameisen zur Zeit der Larvenaufzucht das Futter finden, was Ihnen zusagt. Je besser es hinbekommen wird um so mehr Larven werden bis zur Verpuppung aufgezogen. Gibt es da Mangel, werden die Larven immer weniger und aus den vielen gelegten Eiern am Ende nur wenige Puppen. Gehe davon aus, das dann ein Teil der Larven als Futter endet. Führe es auch darauf zurück, das durch meine Bemühungen ständig geeignetes Futter anzubieten, die Königin fortlaufend Eier legt und so Nachwuchs in allen Stadien vorhanden ist. Gefahr! Es entgeht Ihnen keine Bewegung, erst schauen Sie aufmerksam, dann kommen verhalten näher.
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Dann laufen Sie blitzartig los und versuchen zu stechen. Auch wenn Sie sich sonst verhalten und vorsichtig bewegen, Sie sind richtig gut zu Fuß. Nach dem Stich ziehen Sie sich ein paar cm zurück und beobachten. Vorsichtig kommen Sie näher, stupsen Ihr Opfer an, ziehen sich gleich wieder zurück. Nach mehrmaligen stupsen, wenn Sie sehen das sich Ihre Beute nicht mehr bewegt, packen Sie zu und schleppen Sie ins Nest. Sie haben keine Probleme damit, auch einen Finger zu attackieren und zu stechen und sich danach zurückzuziehen. 04.03.2008 Etwas muss hier los sein, gleich sind sie da und es kommen immer mehr. Dabei bin Ich mir gar nicht sicher, wofür die Aufmerksamkeit, haben Sie mich entdeckt oder ist es die Mehlkäferpuppe?
Myrmecia pavida Myrmecia pavida
War heute das erste Mal das Ich Ihnen eine ganz frische Mehlwurmpuppe angeboten habe und Sie sind interessiert.
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Gemeinsam versuchten Sie der unbekannten Beute beizukommen.
Myrmecia pavida
Mehrfach versuchten Sie einen Stich anzusetzen, schien nicht gleich zu gelingen, die Puppe wehrte sich noch lange.
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Und immer wieder mit ein wenig Abstand anstubsen und beobachten, wie sich die Beute verhält.
Letztendlich hat eine Ameise die Puppe ins Nest geschleppt, wird sich zeigen, ob Sie verwertbar ist. Zum Schluss noch ein aktueller Blick ins Nest.
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Hier ein paar Bilder die Schönheit und Größe dieser Ameisen verdeutlichen.
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Ruhige und umsichtige Bewegungen und Myrmecia pavida stechen nicht. 14.03.2008 Erfreulich es sind wieder neue Arbeiterinnen geschlüpft.
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Aha alle neugierig, was da kommt, nein Geburtshilfe ist angesagt.
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Alleine bekommt der Nachwuchs es nicht hin, ohne fremde Hilfe kein Schlupf.
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Sie sind so eifrig bei der Arbeit das Sie nicht mal Zeit für eines Ihrer Lieblingsfutterinsekten haben, völlig ignoriert die Fliege. Ist richtig viel Arbeit, bis der Kokon soweit aufgebissen ist, bis die junge Ameise durchpasst. Bei den kräftigen Mandibeln wird es schon werden.
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Es ist fast geschafft, ist der Kokon erst mal weit genug geöffnet, geht es sehr schnell, die junge Ameise krabbelt einfach raus.
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Ich würde ja sagen, Mama passt auf, Ihr wisst ja das das so nicht richtig wäre. Gut zu sehen, die ältere Arbeiterin hat mich gleich bemerkt, die Junge lässt sich nicht stören. Es ist immer wieder erstaunlich, wie aufmerksam diese Ameisen sind. 24.05.2008 Irgendetwas ist hier los, so ein Ameisenauflauf, was haben sie vor, muss Sie wohl eine Zeit beobachten, hier tut sich was
Um mir die Übersicht zu erleichtern, tragen Sie netterweise die leeren Kokons vor die Tür. Es ist schwieriger geworden Sie zu zählen irgendwie machen Sie da nicht mehr mit, ständig in Bewegung die Bande Mehrmalig gezählt und ganz genau mathematisch gemittelt sind es 42 Arbeiterinnen. Es wird langsam eng im Gipsnest. In den Nachmittagsstunden, wenn es schön warm in der Arena ist, dürfen auch schon mal ein paar der Puppen sonnenbaden.
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Auch sind ständig ein paar Arbeiterinnen in der Arena unterwegs die aufmerksam verfolgen, ob ich nicht Ihrem Nest zu nahe komme, richtig schnell können Sie dann werden. Auch haben Sie es mitbekommen, Ich will nicht sagen gelernt, durch welche Öffnung ich Ihnen Futter reiche. Wenn sich an der Anlage etwas rührt, gleich sitzen Sie da, manchmal schneller, wie Ich das Futter hineinbekomme, heute gab es Fliegen.
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Wie zu sehen ist, die Puppen haben Sie schnell wieder ins Nest gebracht. Die Wachmannschaft. Früher nur Eine heute lungern gleich mehrere Ameisen vorm Eingang rum. Sitzen dort träge, einfach nur abhängen, eventuell noch etwas Körperpflege ansonsten Ruhe bewahren. Richtig munter werden Sie erst, wenn da so ein komisches Ding wie eine Fotolinse kommt. Auch entgeht Ihnen nicht die kleinste Bewegung, gleich wird es aufmerksam beobachtet. Kommen ich Ihnen mit der Hand zu nahe, starten Sie einen Scheinangriff und ziehen sich gleich wieder zurück. Intensiver wird das erst, wenn ich Ihren Wink nicht verstehe.
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Eine Nestkammer
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Eine junge Arbeiterin beim Trinken einer Glukoselösung
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Ein kräftiger Schlug aus dem Kronenkorken, das hat was
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Hier zum Vergleich, Alt und Neu, nicht so ganz richtig, eine ältere ausgefärbte Arbeiterin und eine vor kurzen Geschlüpfte.
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Eine weitere Jungkönigin ist geschlüpft, es ist die Elfte.
Ein wenig blass sieht Sie noch aus, ein zwei Tage noch und es ist ein wunderschönes Tier. Am einen Flügel ist noch der Rest der letzten Puppenhülle hängen geblieben. Kein Problem, die Arbeiterinnen sind da behilflich und säubern den Neuankömmling ausgiebig. Sich putzen ist sowieso ihre Lieblingsbeschäftigung. In der letzten Zeit vertragen Sie sich nicht gut, 4 kleinere Arbeiterinnen wurden tot gebissen. Ist möglich das es mit dem Vorhandensein der Jungköniginnen zusammenhängt. Habe diese deshalb alle heraus gefangen, ob es hilft, mal sehen? 06.06.2008
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Die Zankereien sind vorbei, an den Jungköniginnen wird es nicht gelegen haben, 19 Stück habe ich heraus gefangen. Vertragen haben sie sich wieder nach dem Ich die Luftfeuchtigkeit abgesenkt habe, war höher als früher. Ob das jetzt die Ursache war oder nur ein Zufall? Von den Jungköniginnen scheinen sie genug zu haben, für mich ersichtlichen Puppen haben sie herausgeschleppt und die noch nicht ganz entwickelten Königinnen herausgezehrt. Sind schöne Tiere diese grazilen Jungköniginnen, leider habe Ich keine Männchen um den Versuch zu starten, ob eine Paarung möglich ist. Ein paar dieser Königinnen leben jetzt in einem kleinen Glasbecken mit Erde. Sie waren gleich begeistert, bis auf Eine haben die Anderen Ihre Flügel abgebrochen und sich zusammen eingegraben.
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Sie klettern gern und sind öfters dabei zu beobachten, wie sie an Gegenständen hängen. Um ihnen mehr Bewegungsraum zu geben, ist der Zwischenboden über dem Gipsnest nicht mehr vorhanden. Als Ersatz ein paar Zweige, ob das ankommt?
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Hier sind sie bei einer Ihrer Lieblingsbeschäftigungen
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