Futter für Ameisen Wesentlich entscheidend, für eine erfolgreiche Ameisenhaltung, ist das richtige Futter. Aus Beobachtungen abgeleitet, Ameisen sind nur selten auf ein spezielles Futter geprägt. Das eröffnet Möglichkeiten verschiedenste Futtertiere (Insekten), die sich fangen oder erwerben lassen, anzubieten. Neben Insekten wird von manchen Arten handfesteres Futter bevorzugt. Die Gattungen Messor, Pogonomyrmex bevorzugen Körner und Samen.
Auch einige Pheidole Arten verwerten im geringen Umfang Körner und Samen. Dann gibt es noch die Spezialisten der Gattungen Atta und Acromyrmex , die Blätter und Grünzeug für ihre Pilzzuchten sammeln. Einige Arten gehen auch an Futter an das sie in der Natur eher nur selten bis gar nicht kommen, Katzenfutter, Mett, Käse z. B. gehören dazu, Was davon letztendlich verwertet wird, ob es überhaupt nützt, ist nur schwer zu ergründen, das es eingetragen wird ist alleine kein Indiz dafür. Hier habe ich paar Bilder zusammen getragen, wie vielseitig die Ernährung für Ameisen aussehen sollte, um sie aktiv und gesund zu erhalten. Eine Voraussetzung die umso wichtiger wird, mit der Größe eines Volkes. Auch wenn die Futterübersicht für Messor Arten zusammengestellt ist, die Insekten werden auch von vielen anderen Arten gern genommen, einfach ausprobieren, es lohnt sich und bringt Spaß Ameisen bei ihrer Futterselektion zu beobachten.
Angefangen mit Menüzusammenstellungen für Messor Arten, die verdeutlichen wie abwechslungsreich diese Ameisen versorgt werden wollen.
Wollt Ihr schauen wie die Messor Arten leben, habe ich interessante Berichte für Euch, die zum Teil sehr umfangreich geschrieben sind. Messor barbarus mit vielen Bildern und Informationen. Messor barbarus ein neuerer Bericht. Messor cephalotes ab der Gründungsphase Was ich noch nicht angesprochen habe, viele Ameisenarten trinken gerne Wasser. Trinkwasser, das heutzutage fast überall aus der Leitung entnommen werden kann, ist besonders wichtig.
Wassergaben sind nur eine der Möglichkeiten wo Ameisen Flüssigkeiten aufnehmen. Verschiedene Früchte dienen ebenfalls als Flüssigkeitsquellen.
In den Säften der Früchte ist zudem Zucker enthalten den Ameisen für ihre Energieversorgung benötigen. In der Haltung wird Zucker hauptsächlich durch Zuckerwasser, Honigwasser, Honige und noch andere zuckerhaltige Lösungen angeboten. Je nach Art und Arbeiterinnenanzahl, ganz entscheidend auch die Anzahl hungriger Larven, können dazu führen, das täglich umfangreichere Mengen aufgenommen werden.
Ganz schön was los. Verdeutlicht was für einen Stellenwert eine ausreichende Kohlenhydrate Versorgung für die Entwicklung und das Überleben von Ameisen hat. Jetzt wieder zu was handfesteren, speziell für Körnerverwerter. Die Auswahl ist riesig, ebenfalls das Angenommene an Körnern. Körnermischung für Ziervögel und Kleinnager beinhalten verschiedenste Körner (erhältlich in Zooläden oder Internet).
Grassamen gut geeignet für kleine Kolonien, die größeren Kolonien mögen sie auch. Zu beachten, keine Grassamen zu verwenden die chemisch behandelt wurden.
Worauf nicht gleich zu kommen ist, trockene Erbsen. Allerdings müsst Ihr da vorab selber Hand anlegen und diese gut zerkleinern. So gereicht wie hier, trockene, grüne Erbsen sind sie eine Abwechslung und Bereicherung in der Futterversorgung für Körnerverwerter.
Größere Kolonien bekommen auch Reis klein, für kleine Kolonien nicht geeignet.
Haferflocken nehmen sie auch, bei größeren Kolonien brauchen sie nicht zerkleinert werden, die regeln das selber
Weichteile eines Brötchens, warum selber kauen wenn es auch anders geht. Allerding fehlen viele Inhaltsstoffe die in Körnern enthalten sind, also nicht mehr als eine Ergänzung im Futterplan.
Was ganz ausgefallenes, Pellets wie sie in der Hühnermast verfüttert werden.
Hier an Samen einer Paprika
Eine harte „Nuss“, ein Stück einer Eichel, sie hatten so ihre Mühe, diese klein zu bekommen. Klar für kleine Völker mit nur wenigen Ameisen ist das nichts. Fischfutterflocken für Messoraten ein hochwertiges Futter, für andere Ameisenarten auch?
Ebenfalls aus dem Fischfutterbereich, Krill gefriergetrocknete Kleinkrebse, ein besonderer Leckerbissen, den sie gerne nehmen.
Hier Etwas was einige Ameisen Arten besonders gerne mögen, Walnüsse.
So eine Nuss ist allerdings nicht einfach zu zerlegen, etwas Hilfe in der Art von Vorzerkleinerung wird gerne genommen.
Meine Acromyrmex waren daran auch gut interessiert. Das soll es gewesen sein mit dem „Kauzeug“ Kleine Zwischensequenz mit Marmelade und Katzenfutter als Leckerei.
Gekochte Kartoffel, nichts für kleine Völker, größere gehen gerne ran.
Gibt sicherlich noch vieles an Futter das hauptsächlich Körner verwertenden Ameisen angeboten werden, einfach anbieten und beobachten was passiert. Der wesentliche Anteil an Futter, der besonders zur Eiweißversorgung benötigt wird, besteht aus Insekten, deren Larven und Puppen. Neben vielen anderen Arten auch geeignet für Messor, Pogonomyrmex. Gibt sicherlich noch vieles an Futter das hauptsächlich Körner verwertenden Ameisen angeboten werden, einfach anbieten und beobachten was passiert. Der wesentliche Anteil an Futter, der besonders zur Eiweißversorgung benötigt wird, besteht aus Insekten, deren Larven und Puppen. Neben vielen anderen Arten auch geeignet für Messor, Pogonomyrmex. . Früher wurden Fliegen und Spinnen im Garten und in der Stube gefangen. Heute gibt es im Handel ein kaum noch überschaubares Angebot an Insekten. Mit dem Wissen über die drastische Abnahme von Insekten in der Natur, ist es eine Überlegung nur noch gekaufte Insekten zu verfüttern. Diese werden überwiegend gezüchtet und nicht aus der Natur entnommen. Wenn ihr größere Völker pflegt und davon noch mehrere wir es wahrscheinlich darauf hinaus laufen. Was gibt es an geeigneten Insekten? Ganz passt die Frage nicht, nicht jede Art nimmt jedes Insekt oder deren Vorstadien. Ohne groß nachzudenken, fallen mir gleich Fliegen ein die es mit verschiedenen Arten gibt.
Fliegenlarven (Maden) lassen sich kostengünstig erwerben und leicht bis zur fertigen Fliege aufziehen. In Anbetracht, das für viele Ameisen Arten, Fliegen ganz oben auf dem Speiseplan stehen, eine gut machbare Futterversorgung.
Für die von Euch die Fliegen nicht anfassen mögen
Naja so eine kleine Mücke geht bestimmt noch.
Die Vorstufen der Fliegen (Larven, Puppen) werden ebenfalls von vielen Arten gerne verwertet.
Die Larven (Maden) sind abgebrüht, was allerdings keine Notwendigkeit ist. Ich habe es gemacht um sie für kleinere Völker gut zerkleinern zu können, nicht abgebrüht gibt das eine ziemliche Schreinerei.
Bei Fliegenpuppen müsst Ihr schauen ob diese genommen werden. Nicht jede Ameisen Art erkennt diese als Beute, Abhilfe etwas anritzen. Der Mehlwurm, wohl das häufigste Ameisenfutter. Mehlwurm in der Umgangssprache gerne verwendet, ist fachlich nicht richtig. Es handelt sich um keinen Wurm, daraus entwickelt sich ein Insekt, Mehlkäferlarve ist fachlich richtig. Hier ein prächtiges Exemplar dieser Spezies.
Nach dem Schlupf sind sie hellbraun, später schwarz. Direkt als Futter sind sie überwiegend ungeeignet und lebend eine Gefahr für manches Ameisenvolk. Abgebrüht und zerkleinert werden sie genommen. Mehlkäferlarven sind geeigneter
allerdings auch hier gilt, lebend sind sie nicht gefahrlos für Ameisen. Tod oder Abgebrüht und zerkleinert ist oftmals passender.
Ist die Frage wie lange abbrühen? Nachlesbar sind kurze Zeiten von wenigen Sekunden. Selber konnte nie einen Unterschied beobachten zwischen kurzer und langer Abbrühzeit, weder bei der Annahme noch bei der Entwicklung der Völker. Meine Abbrühzeit beträgt 1 – 2 Minuten. Das hat zudem noch den Vorteil, dass die Darmenzyme der Larven zerstört werden und diese nicht so schnell schwarz werden. Auf die Verwendung von kochendem Wasser ist dabei zu achten. Wer dem Reitz nicht wiederstehen kann, lebende Larven zu verfüttern, für größere Ameisen Arten oder solche mit vielen Arbeiterinnen, die hellen Larven die sich gerade gehäutet haben, eignen sich.
Bevor aus einer Mehlkäferlarve ein Käfer wird, muss sich diese verpuppen.
Diese Puppen sind gut als Ameisenfutter brauchbar, lebend, abgebrüht, zerkleinert, geht alles.
Ist schon reichlich was hier an Futterauflistungen vermerkt ist. In den überwiegenden Fällen dürfte das für eine gute Ameisenhaltung ausreichen. Ist wie im Leben, Abwechslung kann durchaus Wunder bewirken, was könnte noch an Insektenfutter gehen? Nicht mehr ganz kostengünstig, Heimchen und Grillen.
Auch hier, für die von Euch die diese Tiere nicht anfassen mögen
Na ja, für die Ameise war das eher eine Verzweiflungstat weil ihr Halter das Insekt nicht hergeben wollte. Für größere Völker oder Tod gereicht, bieten sich auch Heuschrecken an. Überbrüht und zerkleinert erweitert sich deren Akzeptanz merklich.
Manche Ameisen gehen da ordentlich zur Sache
Etwa 3 Stunden später sah das so aus.
Habt Ihr noch einen halbwegs naturbelassenen Garten mit Rhododendron, schaut mal genauer hin. Als Schadinsekten machen sich dort nicht selten, Zikaden in großer Anzahl breit.
Was gibt es noch an geeigneten Futtertieren? Spinnen, obwohl ich die erst gar nicht ansprechen wollte. Sind nützliche Tiere, muss Jeder für sich entscheiden ob er Spinnen an seine Ameisen verfüttern mag.
Larven der Wachsmotte, ein besonderer Leckerbissen.
In den letzten Jahren sind Schaben verstärkt in den Handel gekommen. Hauptsächlich die „Argentinische Schabe“ und die „Schokoschabe“ Sehr robuste Tiere die sich lange als Vorrat halten lassen.
Was noch bleibt, wie soll ich schreiben, Futterersatzstoffe passt vielleicht. Gibt Halter die schwören darauf andere, na ja. Einige dieser Dinge habe ich bereits angesprochen, die Möglichkeiten sind schier „unendlich“ Stellvertretend zwei Möglichkeiten. Ungewürztes Mett
Drohnenpuppen unserer Honigbiene. Drohnenbrut wird im Zuge der Varroa Bekämpfung ausgeschnitten, wer einen Imker in seiner Nähe hat, einfach nachfragen. Neuerdings gibt es auch Shops mit Angeboten. Frisch ist Drohnenbrut saftig, wird von vielen Ameisen – Arten gerne als Futter genommen. Lässt zudem einfrieren und in diesen Zustand gut zerkleinern. Auch abgebrüht und zerkleinert geht.
Gekochtes Ei, sowohl Eiweiß wie das Eigelb
Eiweiß, Eigelb, sicherlich für die meisten Ameisen Arten wenig sinnvoll. Bei Manica rubida kam es gut an, konnte beobachten das sie es an ihre Larven gelegt haben und diese es futterten. Ein Messor Volk habe ich über Jahre nur mit Körnern und Eiweiß/Eigelb gefüttert, ganz ohne Insekten. Die haben eine Entwicklung hingelegt wie sonst Völker mit Insektenfütterung. Wer nachlesen möchte, mein Haltungsbericht ist hier nachlesbar. Bin bemüht, so wie die Zeit es hergibt, das Thema „Futterversorgung“ für Ameisen in der Haltung“, hier weitergehend zu ergänzen. Was sich da alles entwickelt, weiterführende Möglichkeiten, neuere Erkenntnisse aus der Ameisenhaltung, das bleibt spannend. Einige der Bilder sind in der Zeit entstanden wo die Digitalphotographie halbwegs bezahlbar wurde. Die nicht immer optimale Bildqualität möge entschuldigt sein.
Größere Körner zerdrückt anbieten, so werden diese auch Gründervölkern zugänglich. Zudem zerdrückte Körner keimen nicht mehr.