Hallo und willkommen bei Ameiseninfos.de Camponotus nicobarensis Aufzucht, Camponotus nicobarensis Haltung eine überaus spannende Angelegenheit mit Überraschungen. Flinke Ameisen mit tiefgreifenden Beobachtungsmöglichkeiten
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Camponotus nicobarensis eine interessante Art, die es lohnt zu halten, Anspruchslos mit hohem Vermehrungspotenzial. Beheimatet in Südostasien. Arbeiterinnen nicht gerade klein, 6 - 11 mm groß sollen sie werden, mal sehen was wird? Nachgelesene Angaben zu Klimabedingungen. Feuchte 30 - 70%rel Temperatur 20 - 28°C Hinweis: Camponotus nicobarensis geben in Notfallsituationen Ameisensäure ab, kann zu Hautreizungen führen.
Hört sich doch alees gut an, kann eigentlich nichts schief gehen mit der Haltung? Wie sieht es mit Futter aus? Nur die üblichen, allgemeinen Angaben, was soll es, Ameisenhaltung soll ja auch interessant sein und immer eine Herausforderung für ihren Halter! Voller Erwartung die gelieferte Kolonie ausgepackt und gleich kommt Begeisterung auf, sehr schön gefärbte Tiere. Ca. 30 an der Zahl, eine Königin und kaum Larven, Eier, Puppen nicht vorhanden. Verwunderung macht sich breit, die Zusammensetzung der Kolonie passt nicht zur Arbeiterinnenanzahl, mehr als die Hälfte sind richtig große Arbeiterinnen, so wie ich sie taxierte, Majorarbeiterinnen. Na gut, puschen ist oftmals hilfreich um schnell mit einer Königin zu einer kleinwenig größeren Kolonie zu kommen. Warum auch nicht, möglicherweise ein Ansatz um mehr Königinnen zur erfolgreichen Gründung zu verhelfen, weiter will ich da nicht denken. Wie ging es weiter? Überaschend, muntere Ameisen die gerne furagieren und eine besondere Vorliebe für Zuckerwasser durchblicken ließen. Honigwasser für sie auch kein Problem, wobei sie bei dem Süßkram Wert drauflegen, Kohlenhydrate gut verdünnt. Weitere Überraschung, schon nach kurzer Zeit Eier, für Euch normal, für mich auch, nur die riesige Anzahl hatte ich nicht erwartet. In Folge Ameisen, die sich besonders für Insekten interessierten. Kleinere oder zerkleinert wurden bevorzugt. Gab Heimchen, Fliegen und Mehlkäferpuppen. Machte richtig Spaß sie zu versorgen, zu beobachten, wie sie gleich zur Stelle waren, so wie es was zum Beißen gab. Nur kleinere Beutetiere oder Zerstückeltes transportierten sie ab. Alles, was größer ist, zerlegen sie vor Ort. Ging richtig gut voran, viele Larven und später, ist klar, viele Puppen. So sollte sie sein die Ameisenhaltung, Fortschritte, die motivieren.
Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis
Anfangs viel es mir nicht auf, die Puppen waren deutlich kleiner als die vorhandenen Arbeiterinnen. Gibt ja genug Möglichkeiten, die dafür beeinflussend sein können? Falsche Haltungsparameter, falsches Futter, nicht ausreichendes Futter? Was soll ich schreiben, eine nicht erwartete Überraschung, es schlüpften nur Männchen. Unzählige Männchen und keine Arbeiterinnen. Nicht gleich von mir weiter beachtet, es gab keine weiteren Eier und Nachwuchsaufzucht. Mit Sorge und Bedauern, ein wenig Ärger war für mich der Untergang der Kolonie vorherzusehen. Genau in diese Richtung ging es weiter, nicht nur die Männchen starben, auch die Majorarbeiterinnen. Was blieb, eine Königin und 6 kleinere Arbeiterinnen. Und es begann von vorne, wie schon gehabt, unzählige Eier. Wieder zogen sie Larven in nicht zählbarer Anzahl auf. Erstaunlich wie wenige Arbeiterinnen dieser Art ein Vielfaches an Larven aufziehen. Nachdenklich von mir betrachtet, schon die vielen Männchen vor Augen. Um so größer die Überraschung mit dem Schlupf der ersten Ameisen, alles Arbeiterinnen. Wie ist so was möglich? Meine Überlegung, die ersten gelegten Eier wurden von Arbeiterinnen gelegt, begründet in der nicht natürlichen Zusammensetzung der Kolonie. Der überwiegende Teil der mitgelieferten Arbeiterinnen sind nicht die Eigenen der Königin gewesen. Die weitere Entwicklung, rasant.
Camponotus nicobarensis
Ein knappes Jahr und die Anzahl der Arbeiterinnen nicht mehr festzustellen. Grobe, versuchte Zählungen, es sind mehr als Tausend. Heute leben sie in 2 Gipsnestern, immer noch sind sie dabei viel Nachwuchs aufzuziehen.
Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis
Die rasche Zunahme der Arbeiterinnenanzahl hat mich dazu bewegt, sie nicht weiter ohne Ende mit Futter zu versorgen. Halte jetzt die Futterration auf gleichbleibenden Stand. Der anfängliche Eindruck, eine leicht zu haltende Ameisenart, hat sich bestätigt. Auch die Haltungsparameter sind nicht kritisch und ohne größere Maßnahmen hinzubekommen. Temperatur 22 - 26°C Luftfeuchte, unsere Raumfeuchtigkeit reicht. Hallte sie sehr trocken. Einer der Nestblöcke wurde schon seit Wochen nicht mehr befeuchtet, in dem leben sie bevorzugt. Anfangs hatte ich sie als nachtaktiv beobachtet, später mit größerer Arbeiterinnenanzahl als Tag- und Nachtaktiv. Heute ist diese Einstufung nicht mehr gültig. Einige Arbeiterinnen furagieren immer, sporadisch sind sie in Scharen unterwegs. Das nicht nur wenn es gerade Futter gibt. Sind muntere Ameisen, die richtig schnell auf den Beinen sind, auch an den Scheiben hoch. Ein wirksamer Ausbruchsschutz ist zwingend erforderlich. Bei mir Deckel, deren Eingriffsöffnungen mit Paraffinöl gesichert sind. Gehe davon aus, dass bei guter Fütterung ein riesiges Volk zusammenkommt. Schnelle Zunahme der Arbeiterinnenanzahl und sehr viele Arbeiterinnen. Bedenkt die sich daraus ergebenden Anforderungen für eine Haltung vor der Anschaffung. 08.10.2010 Nicht nur das sie schnell ihre Arbeiterinnenanzahl voran bringen, sie sorgen auch in der Gefangenschaft für die Erhaltung ihrer Art. Männchen sind ab den späten Nachmittagsstunden in der Arena zu beobachten.
Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis
Ohne Deckel würden sie mir um die Ohren fliegen, im Klartext, sie versuchen abzufliegen. Ist für mich ein Zeichen, das meine Haltungsbedingungen nicht ganz passen. Sonst gibt es bei meinen Camponotus Arten Jungköniginnen. Was so an Arbeiterinnen schlüpft, ist auf dem Müllhaufen zu beobachten. Unzählige leere Kokons zusammen mit allem anderen was sie nicht mehr gebrauchen können, entsorgt.
Camponotus nicobarensis
Hier ein paar Bilder mit Blick in eine der Nestkammern dieser schön gezeichneten Camponotus nicobarensis
Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis
Wie bei vielen anderen Arten auch, sie kommen nicht am Süßkram dran vorbei. Honigwasser, Zuckerwasser schnell finden sie sich ein um gierig zu trinken. Besonders gierig, eine Majorsarbeiterin im rechten, oberen Bildteil.
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Hatte noch gedacht das ich eine Chance bekomme, festzustellen ob sie schwimmen kann? Sie ist nicht reingefallen in die süße Suppe, hätte doch wohl mal kräftig ans Becken klopfen sollen. Camponotus nicobarensis eine farblich sehr schön gezeichnete Camponotusart, hier mit Majorarbeiterinnen.
Camponotus nicobarensis
Schönes Gewirr, Ameise um Ameise stapelt sich übereinander. Was machen sie da nur? Klar sie haben wie immer Durst, kaum zu glauben was die saufen.
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Hier trinken sie trinken Honig
17.12.2010 Ameisen leben nicht ewig, diese Art macht da keine Ausnahme. Ist traurig und gehört mit zur Ameisenhaltung, da führt kein Weg dran vorbei. Für mich die Gelegenheit eine Majorarbeiterin in Ruhe zu betrachten.
Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis Camponotus nicobarensis
Ameisen und Ameisengröße, da gehen Meinungen schell in verschiedene Richtungen. Hier ein alltäglicher Vergleich.
Camponotus nicobarensis
Größere lebende Insekten sind nicht ihr Ding, davor flüchten sie. Sind diese frisch getötet, ändert sich das mehr als deutlich.
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Wie zu sehen, sie agieren als Team, gemeinsam zerlegen sie größere Insekten gleich vor Ort. Muss es sein, ziehen sie auch gemeinsam ihre Beute oder Teile davon ins Nest.
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Abgebrühtes oder Aufgetautes begeistert sie nicht besonders, gehen sie nur mit deutlich weniger Interesse ran, wenn es längere Zeit nichts anderes gibt. 13.01.2011
Camponotus nicobarensis
Hier klättern sie auf einen Baum
Camponotus nicobarensis
Na ja, Baum ist ein wenig übertrieben.
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Mit Zuckerwasser funktioniert das auch (Für die Honigjünger unter Euch, den mögen auch)
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Flinke muntere Tiere, die keinerlei Probleme damit haben, mit hohem Tempo Gegenstände zu belaufen. Leider gilt das auch für die Glaswände ihrer Anlage. Sind sie mal entwischt, ist es eine ganz besondere Freude sie wieder einzufangen. Abgesehen davon, dass sie besonders flink auf den Beinen sind, springen sie. Genauso lassen sie sich einfach von Gegenständen fallen. 18.01.2011 Keine leeren Kokons mehr in der Arena, läuft was schief? Sonst waren sie so nett für mich die leeren Hüllen schön säuberlich in der Arena zu stapeln. Vorbei die Chance anhand leerer Kokons den Arbeiterinnennachwuchs einzuschätzen. Was passt da nicht mehr? Wenn sie jetzt meinen sie könnten mich damit ärgern, haben sie sich verrechnet. Flugs das Becken zu Seite geschoben und nachgeguckt. Puppen wie immer reichlich,
Camponotus nicobarensis
Larven, ihr ungebändigter Appetit auf Insekten, lies es schon vermuten, auch reichlich.
Camponotus nicobarensis
Aha, sie bunkern heimlich, lagern jetzt die leeren Hüllen in einer Nestkammer.
Camponotus nicobarensis
Bin gespannt, ob sie bald merken, dass die Kapazität der Kammer nicht endlich ist? Wie schon von Anfang an, es ist nicht zu glauben, was diese Art an Nachwuchs aufzieht. Wird nicht lange reichen die Kammerlagerkapazität.
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Auf diesem Bild ist ihre Königin, könnt ja Mal gucken, ob ihr sie findet?
Camponotus nicobarensis
29.01.2011 Heute ist Umzug angesagt, jedenfalls denke ich mir das so, ob sie da auch mitmachen? Hier sollen sie einziehen.
Baustelle
Na ja ist noch nicht ganz fertig. Wie ich Gipsnester und kleinere Anlagen baue, ist hier nachlesbar
Gleich mit Beleuchtung, ne die 12 Volt-Halogenlampe liegt nur drauf um die Größe des Nestes zu verdeutlichen. Gebaut aus Gips, tapeziert mit einem dünnen Lehmanstrich, liegend in einer Glasschale. Diese hat eine Dreifachfunktion. 1. Rahmen um das Nest zu gießen. 2. Ausbruchsschutz gegen Durchknabbern. 3. Wanne für Befeuchtung von unten. Nestblockgröße 40 x 30 x 4 cm, Kammertiefe 1,4 cm, Kammergröße wie immer, eigene Wahl und Ernegestaltung, anders ausgedrückt, schlicht, einfach, übersichtlich. Abgedeckt mit einer zweiteiligen Glasplatte. Ihr altes Nest, stehend an einer Beckenseite, sie könnten noch weiter drin wohnen, Platz ist noch vorhanden. Stehende Nester sind gut in einem Becken unterzubringen, haben jedoch als Nachteil, schlechtere Einblicke. Ist mein Anliegen sie in ein neues Nest zu bekommen, um sie besser beobachten zu können. Auch gelingt es jedenfalls mir, gezielter verschiedene Feuchtigkeitsbereiche in einem liegenden Nest anzubieten. Verspreche mir auch davon, genauer herauszufinden, was diese Art an Nestfeuchtigkeit brauch und wo sie welchen Nachwuchs unterbringen. Jetzt wird es spannend, wie bekomme ich sie ins neue Nest, wo doch noch keine Notwendigkeit besteht? Mensch was sind die schnell!
Camponotus nicobarensis
Kaum das Nest über einen dünnen Schlauch angeschlossen (Innendurchmesser 8 mm), schon waren die Ersten nachgucken, was es Neues gibt. Hatte noch nicht mal geschafft, eine Verdunkelungsabdeckung zu basteln. Naja, sehen ja richtig verloren aus, die wenigen Ameisen im übergroßen Nest, da müssen sie noch mal ran und nacharbeiten.
Camponotus nicobarensis
Oje, was ist den jetzt los? Unzählige Ameisen flink durch den Schlauch und ab ins neue Nest, hier das Ergebnis nach 2 Stunden flotten Schlauchlaufs.
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Nicht dass Ihr jetzt meint, das war es schon, sie genug davon haben durch einen Schlauch zu hasten. Nein, ihr großer Auftritt kam erst noch. Leider hat ihr Halter den total verschlafen. Die ganze Nacht durch haben sie emsig gewerkelt, für mich ein Ergebnis das sich sehen lassen kann.
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Auffällig Sie haben nur Eier und Larven ins neue Nest getragen und mit Nest zu groß ist auch nichts mehr. So ein Umzug macht hungrig.
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Das Heimchen haben sie gerade flugs durch den Schlauch gezerrt, dessen Ausgang ins Nest rechts zu sehen ist. Alles, was irgendwie passt, sie bekommen es durch. Donnerschlag ist das eine muntere Truppe, ich mache mir Gedanken, wie sie in das neue Nest zu bekommen sind und sie stürmen es einfach. Eine Nacht später ist auch die Dicke (Königin) angekommen.
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Ein Imker würde sagen "gut bei Schick die Kleine". Das ist eine Freude, ratz fatz alle rein in die neu Kiste, naja fast alle. So einfach hatte ich mir den Umzug wirklich nicht vorgestellt. Für die von Euch die meine Ausführungen hier mit verfolgen, für Liebhaber einer schön gezeichneten, lebhaften Camponotus - Art, hier geht der Bericht weiter.
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