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Eine Ameisenart wo über die unterschiedlichsten Entwicklungsverläufe berichtet wird bis hin zu Verhaltenstörungen und Todesfolgen Aussagen wie leicht zu halten, vermehrungsfreudig, bis sie entwickeln sich nicht, verstümmeln sich oder sind eingegangen. Für mich ist es eine Ameisenart, die ihren Halter war nimmt und auf dessen Handlungen reagiert. Die neugierig, lebhaft und flink immer Aktion anbietet, die bei interessanten Experimenten schnell dabei ist. Ameisen die ihre Larven dazu benutzen um verschiedenste Materialien für den Nestbau zu verweben. Eine Ameisenart die mit den richtigen Voraussetzungen schnell zu einer größeren Kolonie heranwächst. Eine Ameisenart, die mir richtig Freude bereitet hat und die ich gerne als große Kolonie weiter gehalten hätte. Wichtige Parameter dafür: Im Nestbecken eine höhere Temperatur, ca. 25 - 28°C Bei tieferen Temperaturen reagieren sie deutlich träger und verlieren viel von ihrer Lauffreude und Lebhaftigkeit. Zu hohe Temperaturen verleiten sie zu Übereifer und gesteigerter Aggressivität. Eine Luftfeuchtigkeit die knapp über unserer Raumfeuchte liegt. Aus meiner Sicht stellen sie an die Feuchten keine besonderen Ansprüche, nicht zu trocken und sie entwickeln sich. Immer so viele Proteine wie sie nehmen. Hier die richtigen Mengen an Futtergaben zu finden, ist schwieriger, die Frage dabei wie viel muss es sein? Die Koloniengröße entscheidet mit, kleine Kolonien futtern nicht alles, könnte dabei der Eindruck entstehen, dass sie satt sind, weil sie das Gereichte liegen lassen, gibt es andere Insekten, werden diese gierig eingesammelt. Mit Abwechselung ist dem gut zu begegnen, zu vermeiden das sich Mangelerscheinungen einstellen oder mögliche Rückstände im Futter auf Dauer einwirken können. Eine große Kolonie bevorzugt auch bestimmtes Futter, ist aber durchaus in der Lage bei Mangel auf anderes Futter auszuweichen. Weiter zu beobachten, im optimalen Temperaturbereich futtern sie mehr. Nicht schlagartig, langsam ansteigend in Folge einer wachsenden Larvenanzahl. Mit wachsender Kolonie reichlich Auslauf und Platz. Hierzu habe ich widersprüchliche Informationen erhalten, nicht alle auftretenden Probleme (Beißerreihen, ständiges Herumschleppen toter Ameisen) lassen sich dadurch beheben. Wobei in Frage offen bleibt, ob die besagten Probleme überhaupt ihre Ursachen im Platzmangel haben? Kann da nur für mich sprechen, meine hatten ausgiebig Platz und Auslauf. Der wesentliche Punkt für mich dabei, nur mit einer großen Anlage kommt die Lebhaftigkeit dieser Tiere richtig zur Beobachtung. Ameisen die schnell auch größere Entfernungen zurücklegen und hervorragend klettern können. Die Kletterfreude lässt sich gut ausnutzen und umsetzen in hohen Becken mit geringerer Grundfläche, dekuriert mit Ästen und Zweigen als zusätzlichen Auslauf um den Bewegungsdrang dieser Tiere nachzukommen. Polyrhachis Auslauf und Futterbecken
Bau
Abmessungen 100 x 100 x 50 cm. Gebaut mit Rollglas, Plexiglas und normalen Glas, Aluleisten.
Polyrhachis dives
Zwischenstand
Polyrhachis dives
Zweige und Äste um den Auslauf für diese Ameisen deutlich zu erweitern
Polyrhachis dives
Als Bodengrund Holzgranulat aus dem Zooladen.
Feiner Sand, farbiger Wüstensand oder dergleichen halte ich bei dieser Art für nicht artgerecht und ungeeignet. Beiheizung und Licht durch Halogenlampen direkt im Becken. Außerhalb des Beckens angebrachte Halogenlampen bringen als Heizung nichts. Nur fürs Licht sind Neonröhren und Energiesparlampen besser. Zusätzlich eine Heizlampe für die Nacht. Rechts in dem kleinen Becken hatte die Haltung dieser Art bei mir angefangen. Oben rechts ein kleines Becken in dem ich ihnen versuchsweise verschiedene Baumaterialien angeboten hatte. Polyrhachis dives sind einfach zu halten, vermehren sich schnell und reichlich und bis auf eine etwas höhere Temperatur sind sie bescheiden. Das sind Gegebenheiten, die schnell dazu führen, auch Neueinsteiger für Polyrhachis dives zu begeistern. Die Anforderungen, die sich für die Haltung daraus ergeben, werden schnell unterschätzt oder nicht gesehen. Neben der überzogenen Panikmache, die es des Öfteren zu lesen gab, bleiben doch genug sachliche Argumente, die es nachzulesen und zu berücksichtigen gilt. Bestellt hatte ich eine Kolonie mit ca. 100 Arbeiterinnen, dem entsprechend war auch die Unterkunft, die ich vorbereitet hatte. In einem riesigen Paket kamen sie bei mir an, 100 Ameisen so ein Aufwand war mein erster Gedanke. Um so größer war meine Überraschung, als ich das Paket öffnete. Hatte mit so Einigem gerechnet, Papier Styropor und so weiter, nur nicht mit so einer großen Ameisenkolonie. Wie sich später herausstellte, waren in dem Kunststoffsack, in dem sie geliefert wurden, so an die 500 Ameisen und mehrere Königinnen. Dazu kamen in etwa noch mal so viele tote Ameisen, sie hatten wohl leiden müssen beim Versand? Meine vorbereitete Arena war dafür zu klein, als Notbehelf musste jetzt ein nacktes Becken 60x30x30cm herhalten. Einzige Einrichtung grobes Holzgranulat aus dem Zooladen als Bodengrund Den Kunststoffsack mit den Ameisen hineingelegt und vorsichtig aufgeschnitten. Weit bin ich damit nicht gekommen, die Ameisen quollen heraus, sichtlich bemüht aus der Gefangenschaft zu entweichen. Gierig stürzten sie sich auf das von mir angebotene Wasser und Zuckerwasser. Schon da viel mir auf das sie sehr viel trinken. In den nächsten Tagen konnte ich Stück für Stück den Kunststoffsack entfernen. An dem Nest, in dem sie geliefert wurden, hatten sie kein richtiges Interesse, habe es im Laufe der Zeit größtenteils entfernt.
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Verschiede Baumaterialien im Nestbecken
Es gut zu sehen, das sich auch größere Pflanzenstücke mit integriert hatten im mitgelieferten Nest.
Polyrhachis dives Polyrhachis dives Nestmaterial
Als Starthilfe und Ersatz bekamen sie Baumrindenstücke und Maisblätter.
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Als Baumaterial zusätzlich grobe Sägespäne. Sorge bereiteten mir die vielen mitgelieferten toten Ameisen, die sie unermüdlich herumtrugen. Auch war es mir dadurch nicht möglich, festzustellen ob noch mehr starben? Sie fanden einfach keinen Platz, wo sie die Toten auf Dauer ablegen konnten. Um da Abhilfe zu schaffen, bekamen sie schnell das oben gesehene Auslaufbecken. Vorab der Versuch ihnen eine Heimchenbox als externen Platz für ihren Müll anzubieten.
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Hätte ich mir sparen können, sie haben es nicht verstanden, hatte am Ende noch Last damit sie da wieder raus zubekommen. Für den Verbindungsschlauch hatten sie schon mehr Interesse. Auch mit neuen Becken, das Geschleppe ging weiter bis sie dort eine geeignete Stelle als Müllhalde gefunden hatten. Ihre Mühlhalde ist nicht unbedingt ein aufgestapelter Haufen, vielmehr verteilen sie alles was sie nicht mehr gebrauchen können auf einer größeren Fläche. Den Müll vollständig zu entfernen kann damit Enden, dass die Rumschlepperei mit der Suche nach einem geeigneten Müllplatz wieder von vorne losgeht. Wichtig dabei das sie ständig einen Platz zum ablegen ihres Mülls und besonders ihrer Toten haben. Wie sie diesen Ort aussuchen blieb für mich eine offene Frage, der Abstand zum Nest ist dabei nicht das alleinige Kriterium. Später hatten sie einen Müllhaufen direkt vorm Nest.
Polyrhachis dives
Eine weitere Verhaltensstörung, die mir anfangs Kummer bereitete, diese Ameisen vielen übereinander her, was mit abgebissenen Gliedmaßen und Toten endete. Ein Verhalten, das bei mir bald verschwand und nie wieder zu beobachten war. Hatte es zu der Zeit als Folgen des Transportes gesehen. Schon früh zeigte sich, diese Ameisen haben einen gesegneten Hunger.
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Fliegen standen bei Ihnen ganz oben auf der Futterliste.
Polyrhachis dives
Störte sie nicht im Geringsten, wenn ich dabei zuschaute. Ganze Fliegenpuppen passen nicht in das Beuteschema dieser Ameisen, werden einfach liegen gelassen.
Polyrhachis dives
Gibt eine gute Möglichkeit damit eine Futterreserve für Abwesenheitstage aufzubauen. Frisch verpuppte Maden bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert, schlüpfen zu unterschiedlichen Zeiten. Ein Gemisch aus diesen Puppen ins Becken und die Ameisen haben Futter.
Kaum geschlüpft Fliegen eine richtige Freude die zu erbeutetn, zerkleinerte Puppen haben dagegen keine Chance. Auch gerne genommen überbrühte Maden, am liebsten gleich zerkleinert.
Polyrhachis dives Polyrhachis dives
Genau betrachtet ist es nicht nötig, ihnen das Festmahl auf einer Alufolie zu reichen, sie lassen nichts über. Weiter futtern sie Heimchen, Grillen, Schaben, Spinnen, Grashüpfer, Mehlwürmer und deren Puppen. Wo sie nicht beikommen sind Tiere mit härterem Panzer, dazugehören auch Mehlwürmer und deren Puppen, abgebrüht und gut zerkleinert werden sie genommen. Experimentel, es interessierte mich einfach, habe ich ihnen rohes Fleisch, gekochtes Ei, Zierfischfutter und Sämereien angeboten, hätte ich mir sparen können, sie hatten kein Interesse. Von Fischfutter wurde in einem Forum berichtet, das sie es nehmen, bei den vielen Sorten, welche es gibt, habe ich vielleicht das Falsche angeboten? Hier probieren sie Proteingel, ist nicht der Renner solange es ausreichend Insekten gibt.
Polyrhachis dives Polyrhachis dives
Was sie an Flüssigkeiten nicht als Futter gebrauchen können, packen sie gerne mit Müll, Baumaterial und toten Ameisen zu. Bei vielen Arten sehe ich es als übertrieben an, ständig für Trinkwasser zu sorgen, Bei Polyrhachis dives ist es eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Haltung, sie trinken oft und reichlich.
Polyrhachis dives
Als größere Kolonie gab es bei mir im Nestbecken keine Befeuchtung mehr, die Ameisen haben es selbst hinbekommen. Ob sie das Wasser an die Larven weiter gegeben haben oder das Nest damit befeuchtet, kann ich nicht sagen. Noch wichtiger als Wasser sind Kohlenhydrate, das Zeug lieben sie! Um herauszufinden was sie mögen habe ich hier einen kleinen Versuch gemacht. Die Versuchsanordnung, links Zuckerwasser, in der Mitte verdünnter Honig in etwa mit der Viskosität des Zuckerwassers, rechts purer Honig.
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Das Ergebnis nach 2 Stunden
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So hat es geendet.
An puren Honig gehen sie nur, wenn sie vorher hungern müssen, zudem können sie ihn nur mühselig und langsam aufnehmen und brauchen dazu zusätzliches Wasser. Hier muss Jeder selber entscheiden, ob er seine Ameisen so lange hungern lässt, bis sie notgedrungen an Honig gehen, oder ob er die Alternative Zuckerwasser anbietet. Honig oder Zuckerwasser ist für die Ameisen in der Natur nicht vorhanden, beides unnatürlich. Bei mir haben sie Zuckerwasser bekommen, eine Wahl von den Ameisen selber getroffen. Ameisen so lange hungern zu lassen, bis sie bestimmtes Futter nehmen, betrachte ich als Tierquälerei. Es ist schwierig hier das Richtige zu machen, Honig enthält viele Inhaltsstoffe, wo ich der Meinung bin, sie könnten gesund für Ameisen sein! Das Honig besser geeignet ist als Zuckerwasser, die Inhaltsstoffe des Honigs von Ameisen überhaupt benötigt werden, wissenschaftliche Abhandlungen darüber konnte ich keine finden? Euch ist schon klar, die gute Verpflegung blieb nicht ohne Folgen. Doch vorher gab es eine Überraschung.
Untermieter
Hatte nicht nur Ameisen gekauft, sie wurden mit Untermietern geliefert. Sehr flinke Motten, bestens angepasst, auch wenn ihre Flügel noch nicht getrocknet waren, so gut zu Fuß, dass die Ameisen sie nicht erwischen konnten. Zudem kamen sie erst spät am Abend aus dem Nest der Polyrhachis dives. Mühselig habe ich sie Tag für Tag herausgefangen, getötet und gleich an die Ameisen verfüttert. Gut, das ich einen Deckel auf den Becken hatte, die Motten wären sonst unbemerkt entwischt. Es schien nicht Enden zu wollen mit diesen Flattertieren, erst als die Ameisen sich so weiter vermehrt hatten, das es in dem kleinen Becken keinen freien Platz ohne Ameisen mehr gab, konnten sie auf Dauer dem Zugriff der Ameisen nicht mehr ausweichen. Gut das war einmal, das unkontrollierte Ameisen in einem verschlossenen Nest geliefert werden. Heute legen die Shops wert auf Qualität und verkaufen durchsortierte Nester. Anfang, nach dem ich sie erhalten hatte, haben sie sich in Hohlräumen verkrochen. Bevorzugt wurden Plätze, wo es wärmer war. (Heizmatte, Lampenwärme) Herumliegendes Material zusammengetragen um ihr Nest zu verbergen und zu sichern. Spinnen ging nicht, sie hatten keine Larven noch sonst etwas an Brut. Dieser Zustand hatte nicht lange Bestand, schnell gab es die ersten Larven und der Nestbau kam richtig in Schwung.
Polyrhachis dives
Gut konnten sie dazu grobe Sägespäne gebrauchen.
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Schnell wurde der Platz unter den Rindenstücken zu klein und umziehen ins große Auslaufbecken wollten sie nicht. In den Foren zu lesen, dass sie gerne Zweignester anlegen, meine konnten wohl nicht lesen. Zur Unterstützung ihres Nestbaus gab es von jetzt an getrocknete Maisblätter. Diese Blätter bilden ein stabiles Gerüst, nehmen wenig Platz ein, können von den Ameisen zernagt und komplet ins Nest integriert werden.
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Gut zu sehen wie sie die Zwischenräume der angestellten Blätter zubauen. Links beim frisch angestellten, noch hellgrünen Blatt sind sie gerade kräftig am bauen. Am Ende komplett eingesponnen und eingearbeiteten Lüftungslöchern.
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Besonders am Abend zu beobachten, Löcher wo die Larven nach Bedarf ran mussten. Wie gerade braucht, wurden einige davon zugewebt ohne pflanzliches Material dabei zu integrieren. Solche Löcher konnten sie schnell wieder öffnen. Später war kaum noch was von den Maisblättern sichtbar, dick eingesponnen das sogar Wassertropfen einfach abperlten.
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Ein paar Wassertropfen kein Problem, im Gegenteil, verkürzte es ihnen doch den Weg zum Trinken ganz erheblich, Tropfen wurden einfach aufgeleckt. Mit dem Eifer dieser Tiere und einem enormen Vermehrungspotenzial ging es richtig voran.
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Ob die doch erhebliche Vermehrungsrate alleine nur auf das Vorhandensein mehrere Königinnen zurückzuführen ist, für mich eine offene Frage? Denke da wird es noch Überraschungen geben. Futter, Klima- und Nestbedingungen sind für mich die entscheidenden Faktoren für eine reichliche Nachwuchsaufzucht. Bei den begrenzten Platzverhältnissen in der Haltung gegenüber der Natur reicht bei vielen Arten eine Königin für eine schnelle und reichliche Population. Dazu kommt noch die ungeklärte Frage der Inzucht bei dieser Art. Heute bekannt, damals eine Überraschung für mich, schon früh die ersten Männchen die später zu einer richtigen Plage wurden.
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Neben der Entwicklung im Nestbecken ging es auch im Erweiterungsbecken richtig zur Sache.
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Ihr absoluter Lieblingsplatz die Tränken, auch das sie dazu durchs ganze Becken mussten und die Wand hoch, ständig umringt diese Teile.
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Vogeltränken, die ich seitlich, oben angebaut habe.
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Vom Feinsten, einmal frisches Wasser und einmal Zuckerwasser. Sieht reichlich aus, die Ameisen waren da anderer Meinung, reichte knapp für einen Tag. Damit diese gierigen Tiere nicht gleich nachschauen gehen, ob so eine Tränke wirklich leer ist, hatte ich ein Drahtgitter eingebaut. Ein Blick auf die Klimaparameter.
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Wie ihr seht, die Ameisen gehen auch selber mal nachgucken. Ausdauernd durchstreiften sie jeden Winkel der Anlage, immer auf der Suche nach Futter für ihre hungrigen Larven.
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Dabei entging ihnen nichts. Hier sind sie gerade dabei ein von mir aufgehängtes Heimchen zu zerlegen.
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Hungrige Larven und nicht ausreichend Futter, für mich ein mit Grund für erhöhte Aggressivität unter den Arbeiterinnen. Für mich auch eine der möglichen Ursachen für gegenseitige Angriffe, Verstümmelungen, Tötungen, wie es immer wieder zu lesen ist. Wie sieht es sonst mit der Aggressivität bei dieser Art aus, guckt selber?
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Neugierig sind sie, keine Angriffe, kein Beißen, kein Säurespritzen.
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Selbst hier direkt am Nest
Auch zu beobachten, eifrig lecken sie die Hautsalze auf. Fehlende Mineralien, ein weiterer Ansatzpunkt für oben genanntes Fehlverhalten? Die Entwicklung ging weiter, ist nur ganz vorsichtig ausgedrückt.
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Unermüdliche Ameisen, die nur ein Ziel haben, ihre Art zu erhalten und zu vermehren. Dabei zählen sie auf die Unterstützung ihres Halters, anders ausgedrückt, bekommen sie nicht das was sie dafür brauchen, ist mit Problemen zu rechnen. Falls euch der Gedanke kommt, diese Ameisen in ihrer Entwicklung auszubremsen, macht es langsam und mit Bedacht, nicht jede Ameisenart lässt sich nach Wunsch auf die gewünschte Koloniengröße begrenzen. Die gute Entwicklung dieser Art bringt es mit sich, schon früh einen guten Ausbruchsschutz zu integrieren. Durch ihre Größe haben sie es schwerer auszubrechen, gibt es dazu eine Möglichkeit sind sie trotzdemgleich gleich dabei. In kurzer Zeit finden viele Arbeiterinnen den Weg ins Freie. Aufmerksame Ameisen, denen da nichts entgeht, habe mich immer gefragt, wie sie Öffnungen so schnell bemerken? Meine Überlegungen waren, sie können Luftströmungen oder Veränderungen der Luftzusammensetzung regestrieren. Neben Deckeln auf den Anlageteilen war auch Paraffinöl gut brauchbar. Nicht nur das sie darauf ausrutschen, sie scheinen das Zeug nicht zu mögen, immer bedacht, Abstand dazu zu halten. Glas zu erklettern ist für diese Ameisen wie auf ebenen Boden laufen.
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Waren es erst nur ein paar Männchen nahm ihre Anzahl rapide zu. Zudem tauchten die ersten Jungköniginnen außerhalb des Nestes auf.
Polyrhachis dives
Die Anzahl der Geschlechtstiere steigerte sich in den nächsten Wochen deutlich, am Ende waren es mehrere Hundert.
Polyrhachis dives Polyrhachis dives
Nicht selten zu beobachten, die Geschlechtstiere versuchten abzufliegen, ein Deckel ist Pflicht. Tote Männchen gab es viele, eine tote Königin mit Flügel nur selten. Dafür waren viele Jungköniginnen ohne Flügel in der Anlage unterwegs.
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Die Männchen waren gegenüber den Jungköniginnen überaus aufdringlich und versuchten die Kopulation,
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nicht selten waren 3 - 5 Männchen zu beobachten die eine Königin umringten. Jungköniginnen, die ihre Flügel abbrachen und im Nest verblieben, lassen die Vermutung aufkommen, dass es zu Begattungen gekommen sein könnte? Dafür gibt es von mir keine Bestätigung. Ganz klar gesagt, Begattungsversuche konnte ich viele beobachten, eine Kopulation nicht. Kann heute nicht mehr sagen, wie groß die Kolonie schon war, eine Beobachtung, der ich anfangs auch keine Bedeutung zuordnete, sporadisch roch es leicht nach Ameisensäure. Der Geruch kam nur aus dem Nestbecken, im großen Becken nichts davon zu riechen. Mit weiter wachsender Kolonie verstärkten sich die Säureausdunstungen soweit das ich die Kolonie nicht mehr weiter halten konnte. Ist jetzt schon eine Zeit lang her und es müssten bei anderen Haltern auch schon große Kolonien vorhanden sein. Von derartig intensiven Säureausdunstungen, wie es bei meiner Kolonie der Fall war, berichtet Keiner, lediglich Beobachtungen leichter Säuregerüche sind mir bekannt. Das lässt den Schluss zu, das Verhalten dieser Ameisen wurde durch Begebenheiten meiner Haltung ausgelöst. Ist jetzt nur meine Theorie und auch nur so zu sehen. Die Polyrhachis dives lebten bei mir in einem Raum mit weiteren großen Kolonien anderer Gattungen/Arten. Kaum wahrzunehmen, auch bei denen ist ein Nestgeruch vorhanden, intensiver bei Arbeiten in der Anlage und aufgeregten Arbeiterinnen, nicht immer angenehm sonst ohne Folgen. Eine weitere Überlegung, den Polyrhachis dives dürften die Nestgerüche der anderen Ameisen nicht entgangen sein, ich halte es für möglich das sie dadurch in Stress geraten sind oder einfach nur ihren Nestbereich durch Ameisensäure markiert und abgegrenzt haben. Gibt keine Grundlage für diese Theorien, nicht mal Ansatzweise habe ich sonst ähnliche Beobachtungen machen können. Könnt mir ja mal schreiben, was ihr davon haltet, oder ob ihr vielleicht auch Beobachtungen in dieser Richtung machen konntet. Müssen nicht Polyrhachis sein, derartige Beeinflussungen könnte ich mir auch unter anderen Gattungen/Arten vorstellen.