Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen [1-30]

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Wolfgang
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Schabenfutter

Beitrag von Wolfgang » Sa 24. Feb 2018, 21:26

Schaben auch was für Messor barbarus?

Ja sicherlich, kleine Schokoschaben, frisch Tod, das geht.
Schabe.jpg
Up,s das ist jetzt keine Schokoschabe und zudem überaus groß.
Na ja Schabe ist nicht gleich Schabe, ist das immer noch was für Messor barbarus?

Im Vergleich zu einer Messor barbarus Arbeiterin, riesig, das wird sicherlich keine Beute werden.
Messor barbarus mit Schabe -1.jpg
Wie immer im Leben, das lässt sich nur herausfinden in dem es versucht wird.

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Schabenfutter

Beitrag von Wolfgang » Mo 26. Feb 2018, 13:08

War ganzschön optimistisch gleich mit einer so großen Schabe zu kommen.
Um einen derartigen Brocken zu zerlegen ist das Volk noch nicht groß genug.
Auch ist es ein Volk wo es die richtig übergroßen Majorarbeiterinnen nicht gibt.

Das Zerkleinern muss schon in kürzerer Zeit ablaufen, ist so eine Schabe erst mal richtig durchgetrocknet,
verlieren auch Messor barbarus das Interesse an so einem Futtertier.

Allerdings gut zerkleinert, ist so eine Schabe kein Problem mehr und wird gerne genommen.


Messor barbarus mit zerkleinerter Schabe_1.jpg
Messor barbarus mit zerkleinerter Schabe _3.jpg
Messor barbarus mit zerkleinerter Schabe _2.jpg

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #21

Beitrag von Wolfgang » Sa 3. Mär 2018, 13:16

Anfangs ein Experiment, jetzt etabliert

Messor barbarus laufen.jpg
Wer hätte es gedacht, das Messor barbarus durchaus auch ein Holzest mit nutzen.
Messor barbarus 03.03.2018_1.jpg
Ebenso können sie steile Anstiege an Holzleiten bewältigen und nicht nur das, das klappt so gut, dass sie auch noch größere Körner mitnehmen können.
Einige Kammern sind mittlerweile gut gefüllt.
Messor barbarus 03.03.2018_2.jpg
Messor barbarus 03.03.2018_3.jpg
Allerdings hat ihr Interesse an Körnern stark nachgelassen.
Die Futtertüte in der Arena hat zwar gut abgenommen,
Futtertüte.jpg
allerdings wird sie kaum noch frequentiert.
Na ja genug ist genug, auch wenn ich das schon ganz anders erlebt habe.

Gips und Zement als Nestmaterial kommt ebenfalls gut.
Messor barbarus 03.03.2018_4.jpg
Messor barbarus 03.03.2018_5.jpg
Das Nest wurde/wird genauso gut angenommen wie ein reines Gipsnest.
Die Feuchtigkeitsannahme, Weiterleitung und Verteilung funktioniert ebenfalls prima.
Das Material ist im Gegensatz zu reinen Gipsnestern knabberfest.
Negative Auswirkungen nicht zu beobachten.
So wie es sich derzeit verhält, ist ein derartiges Nest geeignet um es extern, ohne weiteren Ausbruchsschutz zu nutzen.

Noch ein aktuelles Gesamtnestbild.
Messor barbarus 03.03.2018_6.jpg

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #22

Beitrag von Wolfgang » Do 29. Mär 2018, 23:14

Winterruhe irgendwie ist da nichts

Wie hier nachzulesen, Messor barbarus Haltung ohne Insektenfutter mit Ei als Ersatz , so ergeht es diesem Volk jetzt auch.
Mit den guten Erfahrungen, die rüber gekommen sind, Insektenproteine durch Eiweiß oder Eigelb zu ersetzen, wird dieses Volk nur noch so versorgt.

Pflanzliche Proteine auf der einen Seite, tierische Proteine auf der anderen Seite, stellt sich die Frage, was ist machbar, was wird für eine erfolgreiche Haltung gebraucht?
Im Bereich der pflanzlichen Proteine gibt es Samen/Körner die weit mehr Proteinen enthalten als jegliches Insekt.
Sojabohnen stehen dabei ganz oben, mit ca. 36%, da kommt kein Insekt ran.

Leider wissen Messor barbarus das nicht das nicht umzusetzen.
Auch ordentliche Zerkleinerung der Sojabohnen, bringen nur gelegentliche Annahme.
Sojabohnen.jpg
Allerdings sollte das nicht davon anhalten, gut zerkleinerte Sojabohnen mit in die Futterversorgung von Messor barbarus aufzunehmen.
Proteinhaltige Körner können durchaus mit dazu beitragen, es Haltern zu ermöglichen, diese Ameisen zu halten, ohne Insekten töten zu müssen.

Irgendwie bin ich hier jetzt vom Thema „Winterruhe irgendwie ist da nichts „ abgekommen.

Sicherlich kommt jetzt bei Euch die Frage auf, was meint er damit?
Diese Bilder bringen Antworten.
Messor barbarus ungewöhliche Nachwuchs_2.JPG
Messor barbarus Nachwuchs_2.jpg
Wer diese Art, erfolgreich länger gehalten hat, der kennt derartige Larven, sie ziehen Geschlechtstiere auf.
Schauen wir mall, ob es Männchen oder Jungköniginnen werden, was meint Ihr?

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Re: Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #23

Beitrag von Wolfgang » Mo 30. Apr 2018, 20:48

Soviel wie dieser Thread gelesen wird, müsste ein Update her.

Ich bekomme so recht nichts Neues zusammen über das es sich lohnt zu schreiben.
Irgendwann ist alles geschrieben, was es über Messor barbarus zu berichten gibt.

Wie Ihr sicherlich schon gelesen habt, gibt es verschiedene Unterarten von Messor barbarus.
Daraus lässt sich auch ableiten, das sie unterschiedliche Ruheberioden einlegen, bis hin zu gar nicht.
Es gibt noch weitere Abweichungen.
Je nach Unterart variiert die maximale Größe der Mediaarbeiterinnen (Majorarbeiterinnen).
Gibt Unterarten wo diese eher klein bleiben, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.
Meine Beobachtungen gehen dahin, dass dabei auch die Arbeiterinnenanzahl kleiner bleibt.
Kein Riesenvolk mit herumlungernden Arbeiterinnen, eher was das sich auch in kleineren Anlagen halten lässt.
Zu dieser Unterart gehört dieses Volk auch.
Mittlerweile habe ich keine Sorge mehr, dass das was ich ihnen als Anlage gebaut habe, für ewig reichen wird.

Schaut mal hier, fällt Euch was auf?
Messor barbarus 30.04.2018_1.jpg
Messor barbarus 30.04.2018_2.jpg
Sieht so aus, dass sich Messor barbarus vielleicht auch in Holznestern halten ließen.
Gut das muss ja nicht sein, allerdings sind diese Ameisen auch nicht abgeneigt,
ihren Nachwuchs auch in Bereichen unterzubringen, zu denen sie wahrscheinlich nur in der Haltung Zugang haben.
Auf den Bildern nicht richtig sichtbar, sie legen ihren Nachwuchs nicht ab, halten ihn in ihren Mandibeln.
Möglicherweise fehlt dem Holz die nötige Feuchtigkeit.

Weiter ist zu beobachten, sie haben ihre Nachwuchsaufzucht deutlich verringert, nicht ganz eingestellt, nur weniger.
Ich deute das als eine Art Ruhephase.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #24

Beitrag von Wolfgang » Mi 23. Mai 2018, 22:04

Das Thema Winterruhe ist bei Messor barbarus immer gut für Diskussionen.

Nach langjähriger Haltung dieser Art, bin ich zu der Einsicht gekommen, dazu keinerlei Empfehlungen mehr zu geben.
Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass die Herkunft der Ameisen dafür maßgeblich entscheidend ist.
Davon bin ich heute auch noch nicht ganz abgerückt, dennoch gibt es für mich einige Beobachtungen, die mich zum Umdenken bewegen.
Es gibt einige Unterarten von Messor barbarus, die durchgehend in warmen Gebieten leben,
die nicht unbedingt eine Art “ Ruhephase“ erfordern, die dennoch Zeiten haben, wo sie deutlich ihre Nachwuchsaufzucht reduzieren.
Das können auch Zeiten sein, wo es richtig warm ist oder es andere Gründe gibt, dass sie kürzer treten, kürzer treten müssen.
Übermäßige Wärme, Trockenheit, kein Futter, sehe ich als ausschlaggebend.

Das Volk von dem Ich hier berichte, scheint aus einer Region zu kommen, wo es nicht wirklich kalt wird.
Momentan haben sie ihre Nachwuchsaufzucht deutlich runtergefahren, allerdings nicht eingestellt, beziehungsweise ruhen lassen.
Larven die die nicht mehr wachsen, gibt es nicht, nur weniger Larven.
Die Königin legt weiterhin Eier, deutlich weniger als noch vor ein paar Monaten.
Ebenso sind die Außenaktivitäten (Arena) der Ameisen reichlich geschrumpft.

Kurz ein Bild für die aktuelle Übersicht.
Messor barbarus 23.05.2018_1.jpg
Was fällt auf?
So richtig nichts, gut dann weitere Bilder.
Messor barbarus 23.05.2018_4.jpg
Messor barbarus 13.05.2018_3.jpg
Ganz klar, der Kornspeicher im Holznest ist immer noch reichlich voll.
Ja das ist so und passt, ist allerdings nicht das, worauf ich hinweisen möchte.

Schaut mal hier, könnte das weiter helfen?
Messor barbarus 23.05.2018_7.jpg

Denke jetzt seid Ihr im Bilde, versteht den Sachverhalt?
Sehe ich jetzt ungläubige Gesichter, dann muss ich wohl nacharbeiten?

Was ich dazu anbieten kann, ein weiteres Bild.
Messor barbarus 23.05.2018_5.jpg

Jetzt dürfte alles klar sein oder nicht?

Eine kleine Aufmunterung die ich hier versucht habe rüber zu bringen, man möge es mir nicht übel nehmen.

Um zur Realität zurück zu kommen, im eigentlichem Gips/Zementnest sind sie fast ganz mit ihrem derzeitigen noch vorhandenem Nachwuchs ausgezogen.
So richtig ist da momentan kaum noch was, überwiegend nur Puppen.
Fast alles was an Larven vorhanden ist, haben sie in den Holznestblock verlagert.
Warum sie das wohl so machen?
Messor barbarus 23.05.2018_6.jpg
Das im oberem Bildbereich ist die besondere Freude, die diese Ameisen ihren Haltern für ihre Mühen präsentieren, Ameisenkacke.

Was ich heute hier für Euch an Neuigkeiten anbieten konnte, ist wirklich nichts Neues, gibt es schon überall zu lesen.
Ist meine derzeitige Überlegung, den Bericht hier einfach aufzuhören.


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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #25

Beitrag von Wolfgang » Do 7. Jun 2018, 20:51

Anfangs nur als Experiment gedacht

Messor barbarus _0.jpg
Mein Anliegen, Ameisen die in der Natur Erdbewohner sind mit einem Holznest zu konfrontieren.
Bestenfalls hatte ich erwartet, dass sie den trockenen Raum als Körnerspeicher nutzen.
Anfangs sind sie meinen Gedanken auch nachgekommen.
Heute lagert ihr Nachwuchs komplett im Holnestblock.
Messor barbarus _1.jpg
Messor barbarus _2.jpg
Messor barbarus _3.jpg
Messor barbarus _4.jpg
Jedenfalls das was momentan an Nachwuchs noch vorhanden ist.
Im Gipsnestblock nur noch unzählige Arbeiterinnen.
Messor barbarus _5.jpg
Trotz längerer Suche, ist es mir nicht möglich, den jetzigen Aufenthaltsort der Königin zu ergründen.

Noch ein Ausschnitt zur Übersicht.
Messor barbarus _6.jpg

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Zwischensequenz

Beitrag von Wolfgang » Do 7. Jun 2018, 21:49

Kurze Zwischensequenz

Stichwort Ameisen die in der Natur in der Erde leben.
Habt Ihr eine Vorstellung wie sie in ihrem natürlichen Lebensraum leben?
Mal die Möglichkeit dazu gehabt, sie dort zu beobachten?
Messor spec _1.jpg
Immer wieder erstaunlich, dass diese Ameisen in einer derart trockenen, mit verdorrter Vegetation
ihr Auskommen finden.
Messor spec _2.jpg
Messor spec _3.jpg
Messor spec _4.jpg
Steiniges Gelände, sehr warm und doch finden sie Stellen wo sie sich eingraben können.
Messor spec _5.jpg
Ein paar Orte wo sie zu beobachten waren.



Fortsetzung in Arbeit.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #26

Beitrag von Wolfgang » Fr 7. Sep 2018, 23:07

Eine unvorhersehbare, nicht erwartete Katastrophe
Messor barbarus Entwicklung.jpg
Was sich angedeutet hatte, diese Ameisen haben eine Ruhephase durchgezogen.
Keine neuen Eier, Larven die immer weniger wurden, weil sie fortlaufend davon einige wenige aufgezogen haben.
Gut, da es keine Temperaturabsenkung gab, nicht unerwartet.

Im Laufe der Zeit, Entwicklungen die für Besorgnis taugten.
In der Arena, so richtig keine Aktivitätsveränderungen, allerdings irgendwie Verhaltensänderungen der Ameisen.
Nicht gleich ersichtlich, dennoch da war was?
Es zählt nicht zu dem normalen Verhalten von Messor barbarus, das sie in unzähliger Anzahl versuchen die Seitenscheiben ihrer Arena zu erklimmen.
Genau das machten sie mit wachsender „Begeisterung“.
Irgendwas schien nicht zu passen, schief zu laufen, nur was?
Nestfeuchtigkeit begutachtet, ebenso die Temperatur im Nest, Arenatemperatur, Arenabeleuchtung, da war nichts, alles wie gehabt.
Hatte ich schon geschrieben, dass sie keinen Bock auf Insekten mehr haben?
Mit anderen Worten, alles was ich angeboten habe, einfach liegen gelassen.
Das war nicht gerade einseitig, Fliegen, Fliegenmaden, Fliegenpuppen, Heimchen und überbrühte Teile (Larven, Puppen) aus der Mehlkäferpalette.
Nichts ging mehr.
Allerdings lässt sich daraus nicht die Katastrophe die mir mit diesem Volk untergekommen ist.
Bin etwas ratlos, so richtig bringt mich meine Ursachenforschung nicht voran.

Für Euch jetzt sicherlich die Fragestellung, was ist passiert?
Mehre Haufen in der Arena, auf die ständig weitere tote Ameisen gepackt werden.
Messor barbarus_11.jpg
Messor barbarus _13.jpg
Messor barbarus _12.jpg
Das hat dermaßen Ausmaße angenommen, das etwa die Hälfte des Volkes gestorben ist, einige Tausend.
Das sieht nicht gut aus, ist das jetzt das Ende?

Im Nest ist es deutlich übersichtlicher geworden, dennoch ist es mir nicht gelungen die Königin zu sichten.

Ein Verlust der Königin (gestorben und entsorgt), wäre für mich eine mögliche Ursache, das es mit diesem Volk richtig Berg ab geht.
Und dann gab es das hier.
Messor barbarus _14.jpg
Messor barbarus _15.jpg
Messor barbarus _16.jpg
Das was ich ablichten konnte, ist nur ein kleiner Nestbereich.
Wenn Ihr mich nach der Anzahl der Eier fragt, ganz grob mehr als 500.

An für sich sollte das ein gutes Zeichen sein, wenn es mir doch nur gelingen würde, die Königin zu sichten.
Oftmals beobachtet, das beim Verlust der Königin, einige Arbeiterinnen anfangen Eier zu legen.
Was daraus wird, bzw. sich daraus entwickelt, ist Euch sicherlich bekannt.
Wie auch immer es bleibt eine spannende Entwicklung.

Einige Tage später sieht es so aus.

Die Königin konnte ich immer noch nicht sichten.
Lebt diese nicht mehr, oh je das würde richtig viele Männchen geben.

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Re: Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #27

Beitrag von Wolfgang » Sa 22. Sep 2018, 18:07

Sieht nicht wirklich gut aus

Mittlerweile können es gut mehr als tausend Eier und kleinere Larven sein.
Einige davon haben sie weiter aufgezogen.
Messor barbarus Geschlechtstierpuppen.jpg
Tropfenförmige Larven, eine weitere Beobachtung die dazu führt, sie haben keine Königin mehr.
Aus solchen Larven entwickeln sich Geschlechtstiere.

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