Pogonomyrmex badius
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„Pogonomyrmex badius“ eine weitere interessante Ameisenart, die Samen und Körner in ihr Futterspektrum integriert hat.
Eine Ameisenart, welche die Ameisenhaltung für „Messor barbarus“-Begeisterte durchaus bereichern kann.
Eine Königin zur Gründung bringen zu wollen, ist durchaus eine Herausforderung, was möglicherweise unpräzisen Informationen geschuldet ist. Z. B. ist nachzulesen, dass „Pogonomyrmex badius“-Königinnen überwiegend claustral gründen.
Vorab angemerkt, das wird so eher nur selten gelingen.
Oftmals werden Königinnen in Reagenzgläsern geliefert, die dann praktischerweise gleich als Gründungsnest Verwendung finden.
Mit dem Hintergrund, dass Königinnen in der Natur wohl nie ein Reagenzglas zu sehen bekommen.
Ein Reagenzglas ist halt praktisch, unkompliziert in der Handhabung, und Gründungen funktionieren überwiegend in einer derartigen Unterkunft.
Wann immer es möglich ist, erspart euch den Versuch, nur eine Königin aufzuziehen. Mit einer Königin und etwa 20 Arbeiterinnen wird vieles einfacher.
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Übrigens, das Volk auf den Bildern ist hervorgegangen aus einer Königin, die 2025 gegründet hat.
Seit vier Wochen aus der Winterruhe und gerade einige Eier von der Königin gelegt.
Ihr habt richtig gelesen, diese Pogonomyrmex badius haben zusammen im gleichen Raum wie meine Lasius niger überwintert.
Gut fünf Monate bei teilweise Temperaturen um die 10°C.
Was ihnen sehr gut getan hat und zu einer schnellen Frühjahresentwicklung zu führen scheint.
Etwa 20 Ameisen sind es geworden, nicht viel, dennoch wird es werden.
Ein anderes Volk dieser Art hat es auf etwa 200 Ameisen im Gründungsjahr gebracht.
Die ebenfalls eine „Winterruhe“ durchgemacht haben bei gleichen Parametern.
Beide Völker haben ganz ohne Brut überwintert, keine Eier, Larven, Puppen.
Beobachtungen bezüglich des größeren Volks flechte ich zwischendurch mit ein, etwas in der Art wie ein doppelter Ameisenhaltungsbericht.
Gibt es Gründe dafür, dass sich diese zwei Ameisenvölker so unterschiedlich entwickelt haben?
Die Gründung beider Völker hatte so ihre Probleme, für das kleine Volk waren diese gravierend.
Deren Königin hatte ich von einem Ameisenhalter erhalten, bei dem diese die Gründung nicht hinbekommen hatte.
Erhalten ohne jegliche Brut oder Eier, das war viel Glück, dass es nochmals mit der Gründung funktioniert hat.
Die sich daraus ergebende Entwicklungsverzögerung wirkt immer noch nach.
Auch der Gründungsablauf des größeren Volkes lief nicht rund.
Nachdem die ersten vier Arbeiterinnen geschlüpft waren, verstarb ihre Königin.
Mit noch einigem an Brut wäre es schade um diese Ameisen gewesen.
Ein kleines Volk mit, so wie ich mich zu erinnern meine, zwei Arbeiterinnen, Königin und etwas Brut das ich erwerben konnte, damit sollte es weiter gehen.
Mein Gedanke war, diese mit dem königinlosen Volk zu vereinigen.
Da es doch einige Tage gedauert hat, bis ich das kleine Ersatzvolk erhalten hatte, gab es nicht geringe Zweifel, ob sich die mittlerweile älteren Arbeiterinnen des Königin losen Volkes mit denen des Ersatzvolkes noch vertragen würden.
Frisch geschlüpfte Arbeiterinnen oder ganz junge werden normalerweise von Ameisen der gleichen Art problemlos adoptiert, ältere verhalten sich oftmals aggressiver.
Verluste oder das komplette Scheitern sind dabei nicht ausgeschlossen.
Überraschenderweise vertrugen sie sich auf Anhieb, und alle sind in das Reagenzglas mit der Königin gezogen.