Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen [1-22]

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Wolfgang
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Winterruhe für Messor barbarus

Beitrag von Wolfgang » So 17. Dez 2017, 17:04

Wie vorab schon geschrieben ein paar Worte zur Winterruhe von Messor barbarus

Lese ich mich durch die Ameisen - Foren ist eine derartige Vielfallt an Meinungen vorhanden, das es nicht mehr machbar ist, daraus eine Vorgehensweise abzuleiten.
Sicherlich sind einige Beiträge aus unkorrekten Beobachtungen abgeleitet, sie deshalb als unpassend zu werten, ist nicht machbar.

Woher kommen diese unterschiedlichen Beobachtungen betreffend der Winterruhe von Messor barbarus?
Diese Art ist verbreitet in südlicheren und nördlicheren Lebensräumen.
Dem haben sie sich angepasst und entsprechend sehen ihre Ruhephasen unterschiedlich aus.
Kaum ein Käufer hat genauere Informationen, wo genau seine Ameisen her kommen, genug Stoff um im Dunklen zu tappen.
Von Messor barbarus ist es bekannt, das es verschiedene Unterarten gib, was die Sache nicht einfacher macht.

Entscheidender, jedenfalls für mich, abgeleitet aus gemachten Beobachtungen, diese Ameisen nutzen passende Bedingungen so lange wie möglich,
um Nachwuchs aufzuziehen.
Von alleine, ohne äußerliche Anreize, machen viele Völker einfach weiter.
Hört sich doch gut an, immer aktive Ameisen zu beobachten, keine Winterruhe, nichts mit umständlich ins Winterquartier verfrachten.
Das scheint kein dauerhafter Zustand zu sein, mir ist es nie gelungen diese Art ohne jegliche Ruhephasen (Winterruhe) durch zu halten.
Nach durchgehenden guten Entwicklungen, war das mitunter erst nach zwei Jahren vorbei.
Durchaus auch mitten im Sommer, hat die Königin Ihre Eiablage komplett eingestellt.
Larven wurden nicht weiter aufgezogen und sind nach längerer Zeit eingegangen, wenn ich es nicht hinbekommen konnte, tiefere Temperaturen anzubieten.
Nach einigen Wochen, ohne Temperurabsenkung, viele tote Arbeiterinnen.

Und das war noch nicht alles.
Nach einer „normalen Winterruhe“ mit tieferen Temperaturen, sind diese Ameisen schnell wieder in die Spur gekommen,
wenn es nach ein paar Monaten wieder wärmer wurde.
Ganz anders bei warm durchgehaltenen Völkern die irgendwann selber eine Ruhephase eingelegt hatten.
Es gab für diese keinen Anreiz, wieder mit der Brutaufzucht anzufangen, warm hatten sie es ja immer.
Zu beobachten, eine undefinierte, längere Ruhephase mit steigender Totenanzahl zum Ende hin.

Alles Gegebenheiten, die es mehr als schwierig machen, diesen Ameisen zur richtigen Zeit, geeignete Bedingungen für eine Ruhephase an zu bieten.
Nur was machen?
Ich bin dazu übergegangen, das sie in meiner Haltung, so lange weiter machen können wie sie wollen.
Ohne Anzeichen das sie eine Ruhephase anfangen, wird nichts an den sommerlichen Haltungsbedingungen verändert.
Ebenso gibt es Futter wie immer.
Sie entscheiden praktisch selber wann sie eine Ruhephase einlegen möchten.
Das setzt natürlich voraus, das selbst im Sommer, die Möglichkeit bestehen muss, tiefere Temperaturen anzubieten.

Wieweit ich mit dieser Haltungsmethode komme, kann ich nicht beantworten, das wird sich zeigen.
Möglich das es funktioniert, genauso möglich, das ich damit Schiffbruch erleide.

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Wolfgang
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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen [#13]

Beitrag von Wolfgang » Di 26. Dez 2017, 20:21

Eine überaus hohe Sterberate

Ein paar Tage nach ihrem Umzug häuften sich die Todesfälle, wie ich es bei einem derart jungen Volk noch nicht beobachten konnte.
Die Überwiegende Anzahl der Arbeiterinnen gab es im Frühjahr noch gar nicht, sind also erst ein paar Monate alt.
Noch nicht alt genug um schon ihr Lebensalter erreicht zu haben.
Irgendwas stimmt nicht nur was?
Eine Ursachenforschung verlief im Nichts.
Was blieb, war der Gedanke, es muss was mit der neuen Arena oder dem Nest zu tun haben.
Oder liegt es an den neuen Futtertieren die sie jetzt auch bekommen?
Bevor ich das alles weiter ergründen konnte, war es vorbei mit den vielen Toten.
Wenn auch unbefriedigend, manche Dinge regeln sich von alleine wenn sie Zeit haben.

Eine interessante Beobachtung konnte ich allerdings mitnehmen.
Ist eine große Arena vorhanden und die zudem auch noch nicht überbevölkert, legen die Ameisen nur für ihre Toten einen extra Müllhaufen an.
Den entfernungsmäßig soweit vom Nesteingang entfernt, wie das machbar ist.
Dort liegen nur die Toten, kein weiterer Müll.
Messor barbarus 26.12.2017_1.jpg
Messor barbarus 26.12.2017_2.jpg
Ihr normaler Müll wird gelagert, frei von Toten.

Ist jetzt auch schon einige Tage her, dass ich diese derart betrübliche Beobachtung machen musste, so wie es sich bis jetzt verhält, bleibt die Sache erledigt.

Nach all dem Trübsinn etwas Erfreuliches
Könnt Ihr Euch noch an das kleine Volk erinnern mit der „Bernstein Königin", von dem ich in der Zwischensequenz schrieb?
Wenn nicht müsst Ihr halt weiter oben nachlesen.

Das Volk ist auf einem sehr guten Weg und hat sich deutlich vergrößert.
Messor barbarus 26.12.2017_3.jpg
Messor barbarus 26.12.2017_4.jpg
Viel Nachwuchs lässt erahnen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt.

Das die Damen etwas hektisch im Nest verteilt sind und alles an Nachwuchs herum tragen, was sie packen können, darf nicht weiter stören.
Bin etwas an das Nest gestoßen und Erschütterungen mögen sie überhaupt nicht.
Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
Nein, dauert nicht lange dann haben sie alles wieder durchsortiert und der alltäglich Ablauf findet seine Fortsetzung.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen [#14]

Beitrag von Wolfgang » Fr 29. Dez 2017, 15:49

Eine Entwicklung nimmt ihren Lauf
Das Jahr neigt sich dem Ende und mit einigen Bildern, lasse ich die Berichterstattung dieses Jahres ausklingen.

Momentan schon reichlich am Laufen, der Schlupf von sehr vielen Arbeiterinnen aller Größen.
Messor barbarus 29.12.2017_1.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_2.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_3.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_5.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_4.jpg
Ganz schön fleißig die Kleinen.
Das lässt eine explosionsartige Zunahme an Arbeiterinnen vorher sehen.

Mittlerweile reicht ihnen eine der großen mittleren Kammern nicht mehr für ihren Nachwuchs.
Messor barbarus 29.12.2017_8.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_9.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_10.jpg

Sie fangen an, eine weitere der mittleren großen Kammern für ihren Nachwuchs zu nutzen.
Messor barbarus 29.12.2017_6.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_7.jpg
Dort lagern und pflegen sie erste Larven.
Madam Königin scheint sich dort auch besonders wohl zu fühlen.

Eine der Seitenkammern wird als Körnerlager beschlagnahmt.
Messor barbarus 29.12.2017_12.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_13.jpg
Messor barbarus 29.12.2017_14.jpg
Selbst größere Körner wie die von Sonnenblumen, sind kein Problem.
Auch diese bekommen sie über längere Distanz geschleppt.
Allerdings hätten sie gerne ein paar mehr Körner gehabt, ich kann auch geizig sein.

Das viele Kondenswasser darf nicht täuschen.
Dieses Volk halte ich mit höherer Nestfeuchtigkeit und überall dort, wo die Heizfolie nicht aufliegt, bildet sich Kondenswasser.
Auch ist daraus nicht abzuleiten, dass die Ameisen die Kondenswasserbereiche eher meiden, dort ist die Temperatur einfach deutlich niedriger.
Wo liegt die Begründung für die höhere Nestfeuchtigkeit?
In Verbindung mit der richtigen Temperatur, entwickelt sich das Volk deutlich besser.

Ist es Euch aufgefallen, trotz des übergroßen Nestplatzangebotes gibt es keinen Müll im Nest.

Das war es für dieses Jahr, das letzte Update von Messor barbarus.
Hoffe, dass Euch die Neuauflage ein wenig gefallen hat.

Wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2018.

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Messor barbarus sind schlechte Jäger?

Beitrag von Wolfgang » Mi 17. Jan 2018, 12:13

Messor barbarus sind schlechte Jäger?

So unbeholfen sie durch die Gegend laufen, lässt es sich durchaus vermuten, alles was sich noch bewegt erwischen sie nicht.
Normal verhält sich das überwiegend auch so.
Ist die Arena-Temperatur höher, so um die 26°C, ist es mehr als erstaunlich, wie schnell diese Tiere mit Mal auf den Beinen sind, das sieht fast schon elegant aus.
Allerdings reicht das normal nicht aus, in einem nicht überbesetzten Becken, um lebende Insekten oder deren Larven zu erbeuten,
ist eher selten, dass sie eine Chance bekommen.
Mehlkäferlarven, die sich gerade frisch gedeutet haben, sind eine derartige Chance.

Haben sie diese erstmal aufgespürt entwickeln sie eine vorher nicht erwartete Ausdauer um Beute zu machen.
Messor barbarus mit Mehlkäferlarve_1.jpg
Messor barbarus mit Mehlkäferlarve_2.jpg
Energisch, immer wieder nachsetzend und zubeißend wir nicht eher locker gelassen, bis die Larve erlegt ist.



Bei kleineren Völker macht es noch keinen Sinn, ihnen lebende Mehlkäferlarven anzubieten,
die haben einfach noch kein Interesse bzw. benötigen nur wenig Insektenfutter.
Auch sollte die Größe der Larven, der Volksstärke entsprechen, angepasst sein.

Wovor ich dringlichste abrate, lebende, ältere Mehlkäferlarven zu verfüttern, deren Exoskelett (Außenpanzer) schon ausgehärtet ist.
Diese Tiere sind äußerst wehrhaft und können den Ameisen Verletzungen und Schaden zufügen.
Frisch getötet sind sie durchaus als Futter verwendbar.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen [#15]

Beitrag von Wolfgang » So 21. Jan 2018, 14:27

Die Futtergier von Messor barbarus bleibt nicht ohne Spuren

Messor barbarus 21.01.2018_1.jpg
Wenn ich jetzt schreibe, seit dem Umzug ins neue Nest, hat sich die Anzahl der Arbeiterinnen verdoppelt, ist das sicherlich nicht übertrieben.
Messor barbarus 21.01.2018_3.jpg
Messor barbarus 21.01.2018_2.jpg
Nicht die geringsten Anzeichen, dass sie gewillt sind, eine Ruhephase (Winterruhe) einzulegen.
Immer noch voll bei der Sache, Nachwuchsaufzucht in Rekordhöhe.
Messor barbarus 21.01.2018_4.jpg
Messor barbarus 21.01.2018_5.jpg
Sollte mir das jetzt zu denken geben?
Wenn sie so weiter machen, ist das Nest schon bald wieder zu klein.

Zumindest zeigen sie jetzt ein wenig Interesse am stehenden Holznestblock.
Nur sieht das ganz und gar nicht so aus wie von mir gedacht.
Die faulen Damen sind dabei, eine Kammer mit Müll aufzufüllen.
Messor barbarus 21.01.2018_6.jpg
Wo ich gerade bei faul bin, sie haben, zumindest für einen Teil der eingetragenen Körner, den Weg zum Futter verkürzt.
Messor barbarus 21.01.2018_8.jpg
Messor barbarus 21.01.2018_7.jpg
Diese liegen jetzt mitten zwischen ihrem Nachwuchs.
Naja bei der massenhaften Brutwirtschaft zählt halt Effektivität.

Ebenso verfahren sie mit eingetragenen Insekten, hier eine Mehlkäferlarve zwischen der Brut.
Messor barbarus 21.01.2018_9.jpg

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #16

Beitrag von Wolfgang » Sa 27. Jan 2018, 21:55

Eine Entwicklung nimmt ihren Lauf

Was machen Messor barbarus wenn sie in ihrem Lebensraum Körner finden?

Messor barbarus Körnerfutter.jpg
Ein derartiges Körnerangebot, könnte durchaus ihr Interesse finden.

Wenn ihr jetzt meint, was für eine dumme Frage, diese Ameisen leben hauptsächlich von Körnern. :?
bleibt die Frage offen, ist alles geeignet?

Da seid Ihr gefordert, herauszufinden was geht, wie Ihr die Haltung dieser Art voranbringen könnt.
Wie immer mit der Ameisenhaltung, kleine Veränderungen können richtig Wirkungen bringen.

Wie nachzulesen, war es mein Anliegen, diese Art, die normal in Erdnestern lebt,
in die Versuchung zu bringen, ein Holznest mit in ihren Lebensraum zu integrieren.
Sie In Versuchung zu bringen, leitet sich daraus ab, das ich diese Ameisen seit vielen Jahren halte und daraus ableite,
dass sie die Beschaffenheit ihres Nestes nur nach geeigneten Lebensraum bewerten.
Für mich die Interpretierung, da ist vieles machbar!

Wie nachzulesen, ist der Gips/Zement- Nestblock ihr Lebensraum, da wo sie ihren Nachwuchs aufziehen.
Messor barbarus 27.01.2018_5.jpg

Ist jetzt nur ein kleiner Einblick, der nur annähernd aufzeigt, wo die Reise hingeht.

Wie anfangs angemerkt, die vielen Körner sind ihnen nicht entgangen.
Wie sollte es auch sein, Ameisen die von Körnern leben, gehen aus diese los, wie andere Arten auf Insekten.

Wie Ihr mitgelesen habt, ist ein Experiment von mir, Ameisen die in ihrem natürlichen Lebensraum in Erde leben,
dazu zu bewegen, dass sie einen Teil ihres Lebensraumes in ein Holznest verlagern.

Für mich Neuland, allerdings wie Euch als langwierigen Ameisenhaltern,
aus eigenen Beobachtungen bekannt ist, in der Ameisenhaltung ist vieles machbar.

Besonders erfreulich,zu beobachten, wie diese Ameisen anpassungsfähig sind, Lebensräume bewohnen, die nichts mehr mit ihrem natürlichen Umfeld gemein haben.
Bleibt die Frage, ob das wirklich abweichend ist von ihrem natürlichen Verhalten und Lebensraum?

Die Holzkiste (stehender Nestblock) ist so ein unnatürlicher Lebensraum, den ich ihnen anbiete.
Messor barbarus  Holznest.jpg

Messor barbarus in einem Holznest, in der Natur sicherlich undenkbar?

Ameisenhaltung ist ein weit gefächertes Betätigungsfeld, wo jeder mit seinen Fähigkeiten Erfolge erreichen kann.

Was soll ich schreiben, ich bin so Einer, der es nicht lassen kann, mit ungewöhnlichen Nestangeboten, herauszufinden, was in der Ameisenhaltung geht?

Ist das nicht auch was für Euch?
Eine der Herausforderungen, die Ameisenhaltung interessant macht, sich abhebt von dem, was es sonst zu lesen gibt?

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #17

Beitrag von Wolfgang » So 28. Jan 2018, 00:24

Ein flüchtiger Gedanke

Was ist machbar mit der Haltung von Messor barbarus?
Auszunutzen, bzw. sie dazu zu verleiten, unnatürliche Lebensräume, die sie in der Natur nie nutzen würden, in der Haltung anzunehmen.

Ist überaus interessant, etwas in dieser Richtung zu versuchen.
Natürliche Verhaltensweisen dieser Ameisen dazu zu benutzen, sie in Lebensräumen zu halten, wo sie in der Natur sicherlich nie leben würden.
Dazu ist es erforderlich genauer hinzuschauen.
Jede Ameisenart hat ihre Bedürfnisse, wenn die passen, ist das Umfeld nebensächlich.

Wo ich dabei bin, diese Ameisen dazu zu bringen, ein Holznest mit zu nutzen.
Messor barbarus 27.01.2018_2.jpg
Hat lange nicht so ausgesehen, dass ich damit Erfolg haben könnte.

Mittlerweile hat die Arnbeiterinnenanzahl stark zugenommen, das schafft neue Möglichkeiten.
Der vorhandene Nestbereich im liegenden Nest, reicht momentan für Brut und Körnerlager durchaus noch aus.

Allerdings ist das nur meine Sichtweise.
Wo es richtig trocken ist, um ihre Körnervorräte einzulagern, liegt in ihrer Natur dafür die passenden Nestbereiche zu finden.
Wie zu sehen, stört es sie nicht, dafür einen Holzbau zu nutzen.
Messor barbarus 27.01.2018_4.jpg
Messor barbarus 27.01.2018_3.jpg
Messor barbarus 27.01.2018_1.jpg

Derartige, abwegige Haltungen/Haltungsbedingungen, für eine Ameisenart,
die fast schon von jedem gehalten wurde, mit zu erleben.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #18

Beitrag von Wolfgang » So 11. Feb 2018, 19:44

Würde mir jetzt die Frage gestellt, wie groß ist das Volk?

Ich hätte ein Problem.
Im Nest sitzen Ameisen teilweise dicht gedrängt, in der Arena sind sie auch zu beobachten und im „Hochlager“, wie ich den stehenden Nestblock aus Holz gerne bezeichne ist ebenfalls richtig was los.
Messor barbarus 11.02.2018_1.jpg
So oft wie ich auch ansetze, mehr als eine grobe Schätzung kann ich nicht abliefern.
Denke das es etwa 2000 Arbeiterinnen sind.
Und wer will, kann hier helfen, mitzuzählen
Messor barbarus Nachwuchs.jpg

Richtig viel ist das für ein Messor barbarus Volk noch nicht, da habe ich in der Haltung deutlich mehr Ameisen beobachten können.

Neulich bin ich Mal wieder an einem Zooladen vorbeigekommen, nicht so ganz richtig, bin nicht dran vorbei gekommen.
Auch wenn es schon vieles an verschiedensten Körnern in meiner Sammlung gibt, konnte ich nicht wiederstehen, eine Tüte mit 400 Gramm zu erwerben.
Es reizte mich einfach, herauszufinden, wie derartig wenige Messor barbarus mit so vielen Körnern umgehen.
Was soll ich weiter schreiben, die Tüte steht jetzt in der Arena.
Messor barbarus Futtertüte.jpg
Wie zu sehen, sie verstehen meinen Einsatz, ihnen was Gutes anzubieten, die Ersten sind schon da.
Messor barbarus Futtertüte_2.jpg
Eines der von mir gehaltenen Völker dieser Art, hat es in einer Nacht hinbekommen, so eine Tüte bis auf den letzten Krümel zu leeren.
Derartiges erwarte ich hier nicht, sind einfach noch zu wenig Ameisen.
Schauen wir Mal was passiert.

Wo sich durchaus ein Blick riskieren lässt ist ihr stehender Holznestblock.
Wenn Ihr selber nach Euren Messor barbarus schauen wollt, macht das, wann immer ihr gucken wollt
Es schadet ihnen nicht und die Hektik die möglicherweise zu beobachten ist, vergessen sie ganz schnell einfach wieder.
Wenn ihr beim Gucken vorsichtig zur Sache geht, werdet Ihr beobachten, so richtig werden sie auch gar nicht aufgeschreckt.
Auf plötzliches Licht reagieren sie mit größerer Verzögerung, Erschütterungen, auch wenn nur gering und wenig, bringen reichlich Bewegung in den Haufen.

Up,s bin jetzt bin jetzt etwas vom Thema abgekommen, wo war ich stehen geblieben?

Ach ja, ein Blick in den Holznestblok.
Messor barbarus haben mitunter so ihre Mühen, ganz steil nach oben zu laufen, dann noch richtig dicke Körnerbrocken zu transportieren, das hat was.
Das sie das hinbekommen, schaut selber was sie schon geleistet haben.
Messor barbarus 11.02.2018_2.jpg
Messor barbarus 11.02.2018_3.jpg
Messor barbarus 11.02.2018_4.jpg
Messor barbarus 11.02.2018_5.jpg

Und dann großes Stauen, was ist das denn?
Messor barbarus Müllkammer.jpg

Was soll ich schreiben, so sind sie nun mal.
Was mich alle allerdings ein wenig ärgert, vieles zerkleinern sie derart, dass es mir nicht möglich ist, zu erkennen, was sie alles entsorgt haben.



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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #19

Beitrag von Wolfgang » Do 15. Feb 2018, 20:06

Messor barbarus, Futter im Überfluss

Hört sich doch gut an ist es aber nicht.
Meine Erwartungen waren zu hoch gesteckt, der „Run“ auf die Futtertüte hat nicht stattgefunden.
Wie schon gedacht, es sind einfach noch zu wenige Arbeiterinnen.

Etwas gearbeitet haben sie schon, oben leert sich die Tüte.
Messor barbarus 15.02.2018_1.jpg
Auch im Hochlager ist ihre Arbeit sichtbar.
Messor barbarus 15.02.2018_2.jpg
Allerdings sind sie jetzt der Ansicht, ein paar Körner im Nest sind auch gut brauchbar.
Messor barbarus 15.02.2018_3.jpg

Gehe davon aus, dass das nur eine Zwischenstation für ihre Körperlagerung ist.

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Messor barbarus mit wenigen Ameisen lässt es sich gut anfangen #20

Beitrag von Wolfgang » Sa 17. Feb 2018, 11:34

Was für eine Entwicklung

Ende März 2017 waren es gerade 20 Ameisen.
Am 08.11.2017 erst in ein viel zu großes Nest umgezogen.
Heute ist das gut gefüllt und wenn sie so weiter machen, bald zu klein.

Messor barbarus Nest.jpg

Eine derartig schnelle Zunahme an Arbeiterinnen, da kommen nicht Mal Lasius niger mit.

So erfreulich die Entwicklung ist, so bedenklich wird sie jetzt.
Etwa alle 7 Wochen nimmt die Anzahl um das Acht bis Zehnfache zu.
Theoretisch könnte sicherlich von einer wöchentlichen Verdoppelung ausgegangen werden.
Dass das nicht so weiter gehen kann, darf wird sicherlich auch klar.
Nur was dagegen machen?


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