Lasius niger Haltung ohne Winterruhe und die Folgen?

Diskussionen und Berichte mit unterschiedlichsten Meinungen und Ergebnissen gibt es genug.
Füge hier noch einen Bericht dazu.

Gedacht ist eine fortlaufende Bilddokumentation eines Lasius niger Nestes ohne viele Worte.

Vorabinfos:
 
Königin                                       :Vom Schwarmflug 2008
Eingewintert                              :Ende Oktober mit 29 Arbeiterinnen, Überwinterrung im Reagenzglas
Ausgewintert                             :Ende Februar 2009, Winterverluste 3 Arbeiterinnen
Haltungstemperatur                 :ca. 24°C
Nestart                                       :Gipsnest (16 x 10 cm) mit mehreren Kammern, Lehmanstrich in den Kammern
Futter                                         :Insekten, Zucker- und Honigwasser, immer soviel wie angenommen wird

[Alle Bilder können mit Klick darauf vergrößert betrachtet werden.]

01.07.2009
Hier seht ihr sie nachdem sie schon ein paar Schübe an Nachwuchs aufgezogen haben.
     
Die Anzahl der Arbeiterinnen ist deutlich angewachsen.
Fast nur Puppen und oben links im Gang, kaum zu erkennen, ein neuer Eierhaufen für weiteren Nachwuchs,
schließlich ist der Sommer noch nicht zu Ende.


19.08.2009
Was vorab noch an Puppen zu sehen war, ist jetzt schon fleißig mit dabei weiteren Nachwuchs aufzuziehen..
Lasius niger            
Viele neue Eier, die sie dieses Jahr noch aufziehen.
Nicht zu übersehen, meine gute Pflege, nur Ameisen mit prallem Hinterteil (Gaster).

28.08.2009
Es geht weiter voran, Eier, Larven, Puppen, sie legen ein ganz schönes Tempo vor, um noch gut voranzukommen.
Lasius niger  
Naja, muss jetzt sehen, dass ich mit dem Futter nachkomme.

01.10.2009

Die Anzahl der Arbeiterinnen steigt weiterhin deutlich, ansonsten alles wie gehabt.
            

11.10.2009
Geht weiter wie gehabt.
               
Sie fangen an den Gips unter der Glasplatte anzuknabbern.
Damit könnten sie sogar Erfolg haben, nach unten und zu den Seiten werden sie kein Glück haben,
dort ist ein feines Drahtgitter im Gips eingearbeitet.

20.10.2009
Hier gut zu sehen was diese Ameisen an Nachwuchs aufziehen können.

Genauer hingesehen, es zeichnet sich eine Veränderung ab.
Unzählige Larven, ein kleiner Eierpulk und nur wenige Puppen.
Veränderungen in der Zusammensetzung Eier, Larven, Puppen waren über den ganzen Sommer über zu beobachten,
gucken wir mal, wie es weiter geht?

30.10.2009
Die Anzahl der Puppen ist weiterhin gering.
 
Deutlich zu beobachten, sie ziehen nur noch wenig Larven auf bis zur Verpuppung.
Der überwiegende Anteil der Larven wächst zurzeit nicht.
Haltungsbedingungen sind unverändert, die Futterannahme hat sich nicht verringert.
Wo lassen sie all die Insekten?

06.11.2009         
Ihre Aktivitäten haben sich weiter verringert.
Zuckerwasser in reduzierter Menge wird gerne genommen.
An Insekten besteht nur gelegentlicher Bedarf.
Im Nest zu sehen, sie sind auf die Winterruhe vorbereitet, keine Eier oder Puppen mehr vorhanden.
Wirklich viele Larven, an Zählen ist da nicht mal zu denken.
Die Kolonie hat jetzt ein Stadion erreicht, wo sie auf winterliche Temperaturen herunter gekühlt werden könnte.
Um es noch mal hervorzuheben, eine Einstellung auf den Winter, ohne äußere Anreize.
Keine Temperaturveränderung, keine Futterreduzierung.
           

13.11.2009   
Keine wirklichen Veränderungen, im Nest ist es ruhig, träge Ameisen mit prallem Gaster, die nur das Nötigste machen.
Immer noch furagieren sie in größerer Zahl, im Schlauch und in der Arena sind ca. 30 Ameisen zu beobachten.
Interessieren sich nur für Zuckerwasser.
Würde daraus ableiten, durch hohe Temperatur verbrauchen sie mehr Energie und tanken gleich wieder nach.
Gut ist nur eine Vermutung, die ich nicht nachweisen kann.
                 
Manchmal muss ich doch genauer hinschauen, ein paar Larven haben sich verpuppt.
                     

27.11.2009 
Sie machen weiter wie gehabt.
  
Aus einem Teil der wenigen Puppen sind Arbeiterinnen geschlüpft und ein paar weitere Larven haben sich verpuppt.
Auffällig, die Puppen sind deutlich kleiner als die der Arbeiterinnenpuppen im Sommer.
Genau so verhält es sich auch bei den geschlüpften Arbeiterinnen.

12.12.2009
Sie verhalten sich weiterhin wie ein Volk in der Winterruhe.
Kleine Abweichung davon, sie furagieren geringfügig, trinken ein wenig Zuckerwasser und pflegen wenige Puppen.
Eier gibt es keine, selbst die Königin ist nur schwer zu finden,
immer dicht umringt in einem Knäul von Arbeiterinnen verborgen.
Den Nestblock feucht halten, mehr gibt es nicht zu tun.
Auch heute wieder ein aktuelles Bild des Nestes.


31.12.2009
Sie warten weiter auf den Winter.
Immer ein paar wenige Larven, die sich verpuppen.
   
Mit der Folge, dass die Anzahl der Larven weiter abnimmt.
            
Keine Insektenannahme nur am Zuckerwasser vergreifen sie sich weiterhin.
Voll bewegliche Ameisen, die wie im Sommer bei Erschütterungen durch die Gegend hasten.
Wie gehabt noch ein Gesamtbild.
                     

09.01.2010
Die Anzahl der Minipuppen wird von Tag zu Tag mehr.
Sind das die ersten Auswirkungen des Winterruheentzuges?
Larven, die mit den hohen Temperaturen nicht mehr zurechtkommen?
Sich verpuppen, ohne vorher zu richtiger Größe zu wachsen?
Arbeiterinnen, die kein Eiweiß eintragen, weil sie jetzt normalerweise erstarrt tief in der Erde sitzen?
Meistens ist die Königin in einem Ameisenknäul vergraben, heute konnte ich sie offen beobachten und ablichten.
         

21.01.2010
Kleine Abweichung vom Ameisenwinter, ein kleiner Pulk Eier.
             
Auch sind sie jetzt in geringer Anzahl dabei zu beobachten, dass sie sich für Proteine interessieren.
Hier untersuchen sie ein Teilstück einer Drohnenpuppe, die ich im Sommer als Winterfutter einfriere.
                  
Ist das jetzt das Ende der Winterruhe?
Sind zu wenige Eier, um da eine Aussage machen zu können.
Bei der Koloniengröße legt eine Königin viel mehr Eier in kurzer Zeit.

03.02.2010
Weitere Eier hat es nicht gegeben, nichts mit Ende der Winterruhe.
Weiterhin nimmt die Anzahl der Puppen zu und wie zu sehen, schlüpfen Arbeiterinnen.
             
Insekten werden kaum angerührt, nach wie vor trinken sie kräftig Honig- oder Zuckerwasser.

12.02.2010
Kann Euch nicht die Freude machen und hier über Veränderungen berichten.
Keine Anzeichen, dass diese Ameisen wieder durchstarten wollen, sie halten sich an die Vorgaben,
die sie über Jahrtausende von der Natur mitbekommen haben.
Wärme und Futter, sie bleiben dabei, Winterruhe.
Positiv, nicht eine Ameise ist gestorben, was ich so nicht erwartet habe.

Auch wenn es bei uns gerade richtig Winter ist, für diese Art geht die Winterruhe bald zu Ende.
Wird noch richtig interessant wie diese Kolonie wieder in Gange kommt.

26.02.2010
Auch das es jetzt schon fast März ist und Einige von Euch schon darauf warten, dass es hier wieder losgeht,
es tut sich nichts in Richtung Sommergeschäft.
Vielleicht auch mit dem Hintergedanken, die eigenen Kolonien beruhigt auswintern zu können.
Sie sind fleißig am Furagieren, trinken sehr viel Zuckerwasser und reagieren mit hecktischen Durcheinander,
komme ich mal etwas unsanfter an ihren Nestblock.
Keine Anzeichen das sie ruhen oder gar in eine Starre verfallen sind.
Weiterhin ziehen sie ein paar Larven des letzen Jahres auf, neue Eier, sporadisch ein paar, mehr ist nicht.
Hier ein aktuelles Bild.
                  

27.03.2010
Auf den ersten Blick sieht es nach einer normalen Entwicklung aus.
                  
Die Königin zwischen Larven, Puppen und Arbeiterinnen.
Es hat sich nichts verändert, sie ziehen immer noch einige Larven vom letzten Jahr auf.
Da es davon noch reichlich gibt, könnte es so noch länger weiter gehen.
In der Natur geht die Winterruhe zu Ende, gibt schon Kolonien die Larven aufziehen.
      

Was wird das hier jetzt, fehlt doch der Temperaturübergang von kalt auf warm.
Möglicherweise ein wichtiger Reiz, um in die neue Saison zu starten?

07.04.2010
Unverändert.
Keine Anzeichen für ein Ende der "Winterruhe".
Hier ein aktuelles Bild des Nestblockes.

23.04.2010
Hier ein aktuelles Bild des Nestblockes.
   

Die Winterruhe ist vorbei.
Offen bleibt die Frage, wie haben sie es hinbekommen,
ohne Temperatur- oder Lichtveränderungen den Zeitpunkt herauszufinden,
um wieder durchzustarten?
Was ist bei dieser Art an endogenen Rhythmus vorhanden?
Aktiv waren sie den ganzen Winter über, lediglich für Insekten hatten sie sich kaum interessiert.
Das ist jetzt vorbei, sie futtern wie im letzten Sommer.
Auch ist die Königin wieder in Eiablage gegangen.
 
Selten gab es eine tote Ameise zu sehen, subjektiv betrachtet,
ist optisch für mich auch keine Reduzierung der Arbeiterinnen zu erkennen.
Naja wer will diese quirligen Tiere richtig zählen?

Auch sonst geht es voran, sie ziehen die restlichen der mit überwinterten Larven auf.
    
Weitere Puppen sind vorhanden.
    
Bin gespannt, wie es weiter geht, wie sie sich weiter verhalten und entwickeln.

14.05.2010
Lasius niger wie gehabt!

Verhalten sich so wie andere Kolonien, die ich gehalten habe.
Gefräßig, munter und ergiebige Nachwuchsaufzucht.
Eier, Larven, Puppen, reichlich, zurzeit läuft es, wie bei einer Kolonie die eine normale Winterruhe hatte.

Schaut selber.

   

   

03.07.2010
Hier ein aktuelles Bild aus dem Nest.
          
Sieht für mich ganz normal aus, die Königin legt weiterhin Eier, Larven werden aufgezogen und verpuppen sich.
Um nicht auf die Schnelle eine riesige Anzahl an Arbeiterinnen zu bekommen, fällt
ihre Futterversorgung knapp aus.
Lasius niger ist gnadenlos, die Königinnen dieser Art sind in der Lage, in kurzer Zeit richtig viele Eier zu legen,
dazu eine üppige Futterversorgung, bringt schnell eine Arbeiterinnenanzahl die nicht mehr zu zählen ist.

19.08.2010
Weiterhin entwickeln sie sich für mich normal.
Eier, Larven, Puppen, das ganze Spektrum der Nachwuchsaufzucht ist durchgehend vorhanden.
Allerdings hat diese Entwicklung ihren Preis, ich muss vergrößern.
Die Anzahl der Arbeiterinnen ist deutlich gestiegen, das jetzige Nest zu klein und überbevölkert.
    
Am Nestboden gibt es viele helle Stellen, dort ist kein Lehm mehr vorhanden.
Diese Art knabbert gern, ein Verhalten das mit steigender Arbeiterinnenzahl immer ausgeprägter wird.
Ohne eingearbeitetes Drahtgewebe im Gipsblock hätte ich schon länger nichts mehr, worüber ich hier berichten könnte.

Somit ist dieses Update das Letzte mit altem Nest.
Der Neubau ist fast fertig, muss nur noch ein wenig trocknen und ist wie immer aus Gips.
Mit der Regulierung der Arbeiterinnenanzahl, durch verringerte Insektengaben, hat es nicht ganz so funktioniert wie gedacht.
Anstatt weniger große Arbeiterinnen aufzuziehen, haben sie Kleinere aufgezogen und die in größerer Anzahl.

31.08.2010
Keine Ameisen mehr da, das alte Nest ist fast leer.
            
Habe die viel beschriebene Umzugsfaulheit und Nesttreue dieser Art bemüht um sie ins neue Nest umziehen zu lassen.
Naja, ein wenig Nachhilfe gab es, indem die Abdunkelung des alten Nestblockes entfernt wurde.
Zwei Tage und sie waren im neuen Nest.
   
Hier ist alles übersichtlicher und besser zu beurteilen.
Momentan sind nicht viele Puppen vorhanden, viele Larven in allen Größen.
Hier noch Bilder aus ihrem neuen Nest.
 

                 

Ihre Königin ist auch angekommen, ganz ohne zerren, ziehen, schieben, drücken.
       
Begleitet von einigen Arbeiterinnen hat sie recht flott durch das Schlauchsystem ins neue Nest gefunden.
Selbst in einem T - Stück ohne Probleme den richtigen Abzweig genommen.

Langsam steigt die Spannung.
Legen sie wieder eine Winterruhe ein oder machen sie durch?

19.09.2010
Aktueller Stand.
        

30.09.2010
Der Sommer geht zu Ende.
Ihre Nachwuchsentwicklung verändert sich deutlich.
Larven sind in unterschiedlichsten Größen vorhanden,
sehen weiterhin saftig und prall aus, nicht verschrumpelt oder eingetrocknet.
Einige in der Größe das bald von einer Verpuppung auszugehen ist, nur die gibt es nicht mehr.
                           

Neben unzähligen Larven (schätzungsweise weit über Tausend) gibt es kaum noch Puppen.
Zählt selber, dieses kleine Häufchen, mehr ist fast nicht.
            

Eier gibt es nicht mehr, ihre Königin sieht aus wie immer.
   

Hungrig sind sie auch fast wie immer, Zuckerwasser davon scheinen sie nicht genug kriegen zu können.
            
Was das bleibt, auf den Bildern vorab gut zu sehen, pralle Gaster.
Insekten nicht unbedingt weniger, sie sind nur wählerischer geworden.
Meine extra zerteilten Mehlkäferpuppen ignorieren sie jetzt, Fliegen, zerteilte Heimchen stehen weiterhin hoch im Kurs.
         

Ist für mich nicht festzustellen ob sie weiterhin einen Teil der kleinsten Larven weiter aufziehen, auszuschließen ist es nicht.

Keine Veränderung der Temperaturen, Licht, Futter, soviel sie nehmen und doch sieht es so aus, dass sie in Winterruhe gegen wollen.
Die von mir zu beeinflussenden Parameter stehen weiterhin auf Sommer,
trotzdem sind sie dabei, wie schon letzten Winter eine Ruhephase einzulegen.
Für mich klar, es reicht nicht aus ihnen sommerliche Bedingungen anzubieten, um sie von einer Winterruhe abzuhalten.

Nehmt das jetzt nicht als Anlass die bevorstehende Winterruhe bei Euren Lasius niger ausfallen zu lassen.
Bei Gründervölkern oder kleinen Völkern ist es spätestens dann an der Zeit,
wenn sie mit der Nachwuchsaufzucht aufhören, sie kühler zu stellen.
Bei größeren Völkern, mehrere Hundert Arbeiterinnen,
könnt Ihr überlegen ob Ihr das Risiko “warme Überwinterung” durchziehen wollt.

Warum nur mit größeren Völkern?
Bei warm durchgehaltenen Völkern bleiben deutliche Aktivitäten erhalten, dabei sterben Arbeiterinnen,
die nicht ersetzt werden, Nachwuchs gibt es erst wieder im nächsten Jahr.
Bei kleineren Völkern ist da mitunter im Frühjahr nur noch ihre Königin überig.

09.10.2010
Aktueller Stand.
    

25.10.2010
Nichts Ganzes und nichts Halbes, anders kann ich ihr Verhalten nicht beschreiben.
Gibt weiterhin wenige Puppen.
                 
Unzählige Larven.
        
Hier die Königin dicht umringt.
    
Eier gibt es keine.

Außenaktivitäten sind kaum vorhanden.
Gelegentlich einige wenige Arbeiterinnen die sich Zuckerwasser abholen, gelegentlich auch mal ein wirklich kleines Heimchen.
Ansonsten nehmen sie nichts, keine Spur mehr von den gierigen Tieren wie ich sie noch vor ein paar Wochen beobachten konnte.

07.11.2010
Keine Veränderungen, sie ruhen weiterhin bei 24°C.

12.11.2010
Hier ein aktuelles Nestbild.
      
Links oben seht ihr die Königinnen.
Hellere Felder in den Kammern sind Larven, Puppen gibt es zurzeit fast keine.

08.12.2010
Sieht doch ganz normal aus, dicke, fette Larven.
               

Larven die nicht eingetrocknet, verschrumpelt aussehen, gut im Futter.
          

Umsorgte Puppen.
           

Auf dem ersten Blick wie bei Sommerbetrieb.

Nichts passt so richtig.
Alles, was auf dem Bild an Puppen zu sehen ist, das ist es auch schon.
Larven, die nicht wachsen mit wenigen Ausnahmen.

Mit anderen Worten, es hat sich nichts verändert.
Wenige furagierende Ameisen die nur Interesse für ein wenig Zuckerwasser durchblicken lassen.
Insekten werden weiterhin ignoriert.
Es beleibt dabei, Winterruhe bei 24°C.

Hier noch ein aktueller Überblick.
               

Wie sie auch ausgehen wird, diese warme Durchaltung, ihre Königin wird wie immer umsorgt,
dicht umringt von Ameisen, die reichlich zu geben haben (pralle Gaster).
          

27.12.2010
Das die Entwicklung Lasius niger ohne Winterruhe nicht vorangeht, was soll ich dazu sagen?
Seit hier eifrig mit dabei und könnt eigene Schlüsse ziehen.
Zumindest dieses Volk lässt sich nicht beeinflussen durch angenehme Temperaturen, Futter wie gewünscht und das nicht zu knapp.

Diese Ameisen brauchen in der Natur Zeit um ihren Nachwuchs aufzuziehen.
Dafür wird Futter gebraucht, das sie erst mal finden müssen.
Einfach so ins Blaue Nachwuchs aufziehen und am Ende davon Einiges zu opfern, weil es zu kalt geworden ist?
Möglicherweise auch eine Überlebensstrategie?

Diese Lasius niger Kolonie interessiert es nicht was wir meinen, vermuten, darüber schreiben.
Für sie gibt es andere Verhaltensweisen, die nicht nur durch immer warme Temperaturen und Futter beeinflusst werden.
Ändert auch nichts, das sie gelegentlich eine Fliege als Futter eintragen, der große "Run" auf Insekten ist nicht vorhanden.

 
Hier noch Bilder, wo sie sich um ihre Larven kümmern, diese pflegen, ohne weiteres Wachstum.
           

03.01.2011
Es ist, wie es war, keine Veränderungen.
Etwas Zucker- oder Honigwasser reicht ihnen.
Auffällig, sie tragen keine Toten raus.
Entweder sie verwerten diese anderwärtig oder es gibt keine.

Wie schon im letzten Winter sind  immer einige wenige, kleine Puppen vorhanden.

09.01.2011
Eine Weiterentwicklung auf Sparflamme.
Einzelne Larven verpuppen sich und einzelne Arbeiterinnen schlüpfen.
Lasius niger Lasius niger        

Unzählige Larven, die keinesfalls eingetrocknet aussehen, im Gegenteil, prall und wohl genährt.
Genauso die Arbeiterinnen.
Was fehlt sind Eier.

In den letzten Tagen haben sie zerteilte Stubenfliegen eingetragen
Lasius niger Lasius niger Lasius niger            

und bis zu ihren Larven gebracht.
Lasius niger Lasius niger   

Sind das jetzt die ersten Anzeichen für ein Ende ihrer Winterruhe?

Ihrer Königin interessiert das noch nicht, ist so mager wie schon die ganze Winterruhe über.
Lasius niger Lasius niger       

15.01.2011
Die Anzahl der Puppen nimmt weiter zu, im Vergleich zu den vergangenen Wochen, deutlich.
Hier ein paar Larven, die auch bald Arbeiterinnen werden wollen.
Lasius niger Lasius niger 

Gut zu sehen, die vielen feinen Partikel, die von Arbeiterinnen an die Larven gelegt werden,
um diesen beim Anfertigen eines Kokokons zu unterstützen.

Sie interessieren sich jetzt mehr für kleinste Insekten wie Mikroheimchen.
Insgesamt sind jetzt deutlich mehr Arbeiterinnen aktiv in der Arena anzutreffen.
Bin gespannt, was wird?

30.01.2011
Ameisenhaltung von ihrer schönsten Seite, nichts geht voran.
Nur ein Strohfeuer ihr gesteigertes Interesse für Insekten.
Alles wie gehabt, sie ruhen weiter.
30.1.11-1         
Dabei vergessen sie allerdings nicht, sich um ihre Larven zu kümmern.

09.02.2011
Was soll ich schreiben, Ihr könnt Euch sicherlich denken, was kommt?
Pralle Larven, nicht zusammengefallen oder von leicht eingetrocknetem Anschein.
9.2.1-1 Lasius Larven           

Larven verpuppen sich.
9.2.1-3           

Ameisen schlüpfen.
Lasisus Jungarbeiterin             

Ameisen furagieren.
Auch wenn sich das alles nach einem Ende der Winterruhe anhört, ist auch gleich klar,
sind alles keine Anzeichen, die das Ende einer Winterruhe diagnostizieren.
Wesentliche Dinge für ein Ende der Winterruhe fehlen.

Kein kontinuierliches Wachstum der Larven, Verpuppungen nur sporadisch.
Arbeiterinnenaktivitäten nur auf Sparflamme,
nicht wie im Sommer Scharen von Ameisen die über Insekten und Honig – oder Zuckerwasser herfallen.
Ganz wesentlich, ihre Königin legt  keine Eier.

So ist es wie letztes Jahr, die Anzahl der Larven hat deutlich abgenommen.
Möglicherweise erfreulich das es nur ganz selten eine herausgetragene tote Arbeiterin zu sichten gibt.
Möglicherweise zerlegen sie ihre Toten auch soweit das Reste auf dem Müllhaufen nicht mehr als Ameisen zu erkennen sind.
Rein subjektiv hat die Arbeiterinnenanzahl nicht abgenommen, aber wer kann so viele Tiere vernünftig zählen?

Lehne mich jetzt ganz weit aus dem Fenster.
Zumindest  dieses Volk kontrolliert seinen Lebensrhythmus selber
und lässt sich  betreffend einer Winterruhe, nicht durch durchgehend warme Temperaturen und ständige Futterangebote  beirren.

18.02.2011
Jeden Tag ein kurzer Blick ins Nest und jeden Tag die gleiche Überraschung.
Nichts!
Sie ruhen weiterhin.

Und "hinterhältig" sind sie, legen sich mit einem richtig großen Minimehlwurm an und dann nichts.
Lasius niger Lasius niger   

19.02.2011
Gerade geschrieben und auch schon Schnee von gestern.
Es geht los, sieht ganz nach dem Ende ihrer Winterruhe aus, mehrere Eierpakete um die sie sich liebevoll kümmern.
Lasius niger 19.2.11-2 19.2.11-3             

Schnell noch einen Blick auf ihre Königin.
Lasius niger          

Wie immer kreisrund umgeben von Arbeiterinnen.
Sieht für mich so aus als hätte sie zugelegt, was meint Ihr?

02.03.2011           
Wenn Ihr hier jetzt den großen "Run" erwartet, muss ich Euch enttäuschen.
Nichts Ganzes und nichts Halbes, ist gut zutreffend als Beschreibung für dieses Volk.
Gibt gelegentlich kleine Pulks neuer Eier und das war es auch schon.
Überwinterte Larven wachsen überwiegend nicht, wie gehabt ein paar Verpuppungen.
Auch ihr sommerlicher Appetit auf Insekten lässt weiter auf sich warten.

20.03.2011
Alles wie gehabt, keine Veränderungen.

Allerdings haben sie gerade ein neues Hobby.
Lasius niger 3          

Wer erzählt diesen Ameisen bloß immer wo sie am Besten einen neuen Ausgang in die Freiheit knabbern können?

14.04.2011
Wenn Ihr hier auf ein Update wartet, dann guckt Ihr genau wie ich in die Röhre.
Irgendwie fehlt diesen Ameisen jeglicher Anreiz, auf Sommerbetrieb umzuschalten.
Verschiedenste Futtergaben, alles nichts gebraucht.
Gelegentlich ein paar neue Eier, mehr ist nicht.

Durch gelegentliche Verpuppungen ist der Bestand an überwinterten Larven über die Zeit deutlich geschrumpft.
              

Auch nehmen die Sterbefälle deutlich zu.
Ob das jetzt den fehlenden Winterruhen zuzuschreiben ist oder dem Erreichen der natürlichen Altersgrenze dieser Ameisen,
muss ich unbeantwortet lassen.

In der Natur sind sie schon gut vorangekommen, gibt bald Puppen.
                

27.04.2011
Mittlerweile gibt es gar keine neuen Eier mehr.
Sie sind jetzt damit beschäftigt die überwinterten Larven aufzuziehen.
Das machen sie, ohne groß Eiweißfutter anzunehmen.
Die Larven wachsen nicht besonders, bis sie sich verpuppen, entsprechend klein die Kokokons.
Irgendwas ist kräftig durcheinander gekommen.
                      

10.05.2011
Es geht voran.
Seit ein paar Tagen legt die Königin und die Anzahl der Eier nimmt zu.
                

Unspektakulär der Übergang, fast wie aus dem Stand, Arbeiterinnen, die neben Kohlenhydraten, jetzt auch nach Insekten suchen.

Grob bewertet ist ca. ein Drittel den Winter über gestorben.
Gehe davon aus das es ältere Arbeiterinnen waren die auch nach einer normalen Winterruhe bald gestorben wären.
Fällt nur besonders dadurch auf das diese Todesfälle den Winter über kaum ausgeglichen wurden.

Für mich jetzt die Fragestellung, reichlich füttern, gut versorgen und ständig erweitern oder reduzierte Kost und ein überschaubares Volk?
Was meint Ihr?

25.05.2011
Das der Winter vorbei ist, haben sie umgesetzt, viel mehr auch nicht.
Geringe Larvenaufzucht, gelegentlich neue Eier in geringer Anzahl, Minipuppen.
Ist nicht die Verhaltensweise, die ich von Lasius niger kenne.
Nach einer vernünftigen Winterruhe, von mir beobachtet, Ameisen, die fast alles an Futter gebrauchen können.
Dieses Volk nimmt kaum was an, richtig "trübe Tassen".
Biete Verschiedenste an, kleine Fliegen in geringer Menge, ja, sonst Desinteresse.
Keine Ameisenaktivitäten, die bei einem größeren Volk begeistern.
Wo geht sie hin die Entwicklung?

24.06.2011
Eine traurige Entwicklung setzt sich fort.
Das hier ist fast alles, was an Puppen vorhanden ist.
              

Die Wenigen schlüpfenden Ameisen gleichen die Verluste durch Todesfälle nicht aus.
An eine Zunahme der Arbeiterinnenanzahl ist nicht mal zu denken.
Möglicherweise ein Lichtblick, die Königin hat eine größere Anzahl an Eiern gelegt.
                 

Eine derartige Anzahl gab es schon lange nicht mehr.
Hier noch ein aktueller Blick ins Nest.
             

08.07.2011
Was haben wir heute für einen Tag?
Ameisen interessiert das nicht, sie versuchen einfach nur zu überleben und ihre Art zu erhalten.
Für mich geht das Ameisenjahr fast schon in den Endspurt.
Diese Ameisen sind jetzt bei "Frühjahr" angekommen.
                
 
28.07.2011
Eierpulks sind vorhanden.
      

Larven sind vorhanden.
          

Puppen sind vorhanden.
             

Ein Leben auf Sparflamme, der große "Sommerrun" ist es nicht.
Insekten nehmen sie nur sparsam, eher ein paar Tropfen Zuckerwasser.

Schlüpfende Arbeiterinnen sind klein, kaum größer als die Pygmäen einer Gründerkönigin.

Hier ein aktueller Nestüberblick.
    

22.08.2011
Sie sind jetzt da angekommen, wo diese Art in der Natur im Frühjahr ist.
Kontinuierliche Nachwuchsaufzucht, ständig auf der Suche nach Futter.
(Natürlich nur, wenn sie nicht überfüttert werden)
Ihre Königin legt ständig neue Eier, Larven in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien, Puppen,
so wie ich es bei normal überwinterten Völkern beobachten konnte.
Was geblieben ist, sie ziehen weiterhin sehr kleine Arbeiterinnen auf.
Meine Versuche, durch Variationen des Futters und der Futtermenge, brachten keine Änderung.
Durch die doch erheblichen Todesfälle der letzten Monate und mit längerer Zeit nur spärliche Nachwuchsaufzucht
ist das Volk mit seiner Arbeiterinnenanzahl weit zurück.
 
Weise darauf hin, dass meine geschriebenen Beobachtungen,
bestenfalls als grober Überblick über das Verhalten eines Volkes ohne Winterruhe gesehen werden können.
Gibt genug andere Faktoren, die auch beeinflussend wirken können, zudem beziehen sich meine Beobachtungen nur auf dieses Volk.
Seht meine Berichterstattung nur als die Entwicklung eines Volkes ohne Winterruhe, nicht mehr.


27.09.2011
Ist eine verdrehte Welt, meine anderen einheimischen Ameisen haben ihren Sommerzyklus durch
und bereiten sich bei tieferen Temperaturen auf die Winterruhe vor.
Ziehen keine Larven mehr auf, keine Eier mehr vorhanden, die letzten Puppen schlüpfen.

Dieses Lasius niger Volk kniet sich noch voll rein und versucht ihre Arbeiterinnenanzahl weiter aufzustocken.
Ständig neue Eier, Larvenaufzucht und Puppenpflege, keine Anzeichen dafür, dass sie bald einen Gang zurückschalten.
Entsprechend sind sie emsig dabei Proteine (Insekten) zu suchen, zu zerlegen, einzutragen.
Das sie am Süßkram nicht vorbei kommen ohne sich ausgiebig zu bedienen (voll zu trinken) ist klar.
Da sie erst spät im Jahr mit ihrer Nachwuchsaufzucht angefangen haben, gehe ich davon aus, dass sie noch länger dabei bleiben.
Mal gucken was wird, ihr Lebensrhythmus ist ja über die Zeit reichlich durcheinander gekommen.
 
14.10.2011
Was ist denn nun?
Würde sagen, meine Einschätzung war zu optimistisch, eher vollkommen daneben.
Auch für diese Ameisen geht der Sommer schon wieder zu Ende.
Sie ziehen ihre Larven nicht weiter auf, Puppen sind nur noch wenige vorhanden.
Zudem verweigern sie fast vollständig die Annahme von Insekten.         
              

30.10.2011
Es ist, wie die vorhergehende Entwicklung es angedeutet hat, Winterruhe.
Weiterhin Temperaturen um die 24°C, Zuckerwasser, Honigwasser, verschiedene Insekten,
sie wollen einfach nicht mehr!

Könnt jetzt mit überlegen ob eine gute Futterversorgungslage bei sommerlichen Temperaturen für diese Art angebracht ist?

Für mich gibt es eine weitere Sorge, viel Nachwuchs haben sie nicht aufgezogen.
Kümmerliche Arbeiterinnen, deutlich kleiner als wie bei dieser Art normal.

Rückblickend auf die Sterberate der letzten, zwangsweise ausgelassenen Winterruhe,
bleibt für mich die Frage, was ist im Frühjahr noch vorhanden?
Aktuelles Nestbild.           
        

Ist nicht die Entwicklung die ich mit natürlich gehaltenen Völkern hinbekomme, bei Weitem nicht.
Drückt mir die Daumen, dass es mir weiterhin ermöglicht wird, noch was da ist, worüber ich berichten kann.

19.11.2011
Ist wie in der Natur, sie halten Winterruhe.
Vereinzelt mal ein paar Arbeiterinnen in der Arena die etwas Zuckerwasser zu sich nehmen, mehr ist nicht.
In Nest lockere Verteilung und Pulks von kleinen Larven.         
             

Soweit ich nach Absuchen der einzelnen Nestkammern beobachten konnte, gibt es nicht mal eine Puppe.
                  

Im Gegensatz zum letzen Winter mit durchgehend vereinzelten kleinen Puppen.

Nachzulesen, überwinternde Larven reduzieren ihren Wasserhaushalt, sehen verschrumpelt aus.
Bei warmer Überwinterung ist davon nichts zu sehen.          
            

Optisch normal aussehende Larven, die nur zurzeit nicht wachsen.

Ist jetzt zu überlegen, wo der Nutzen für eine warme Überwinterung liegen kann?
Sicherlich werden keine Übergangstemperaturen und kein kühler Raum/Ort gebraucht.
Auch entfallen bei größeren Völkern mühselige Transporte ins und aus dem Winterquartier.
Das ist es auch schon, den zu gucken gibt es nichts.
Eher sehe ich die Möglichkeit gegeben, das Einsteiger die sich im Herbst noch ein Volk anschaffen,
vor langer Weile gleich wieder die Lust an der Ameisenhaltung verlieren.

Und was ist mit den Ameisen?
Ganz klar, sie leben in einer Notsituation, ihre Anpassung für ein Überleben in unserer Natur, sieht eine andere Lebensweise vor.
Alleine durchgehend warme Temperaturen und ständig reichlich Futter
sind nicht ausschlaggebend für die Verhinderung einer Winterruhe.

Mein Volk ist mir zumindest noch nicht eingegangen, keine tiefen Wintertemperaturen, der Preis ist hoch.
Ihre Volksentwicklung stagniert bestenfalls, sieht für mich eher nach einer Abnahme aus.
Geschlüpfte Arbeiterinnen des letzten Sommers sind besonders klein, kaum größer als Pygmäen bei Gründungsvölkern.

Unter normalen Haltungsbedingungen (mit Winterruhe) würde mir so eine Entwicklung bei dieser Art mehr als zu denken geben.
Der Winter fängt gerade erst an, schauen wir, was noch wird?

5.12.2011
Kleine Veränderung, wenige Puppen.
           

16.12.2011
Weiterhin verpuppen sich vereinzelt Larven, die Anzahl der Puppen hat zugenommen.
          

Die daraus schlüpfenden Ameisen könnten den Abgang durch Gestorbenen ausgleichen,
denn tote Ameisen gibt es weiterhin.

Zwei Bilder für heute noch.
               

04.01.2012
Es ist, wie es war, ein Ameisenleben auf Sparflamme.
Meine Bemühungen sie gut mit Futter zu versorgen (Kohlenhydrate und Eiweiß) ändern nichts.
Sie vegetieren mehr oder weniger dahin.
Weiterhin verpuppen sich eine geringe Anzahl Larven, die Arbeiterinnen die später daraus schlüpfen, nur mickrige Ameisen.
          

Die Anzahl vorhandenen Larven, klar reduziert sich weiter, noch sind reichlich vorhanden.
         

Ihre Königin denkt nicht daran Eier zu legen.
Trotz der guten Futterbedingungen und 24°C, irgendwie bekommen sie es mit, in der Natur ist Winterruhe.
Für heute zum Abschluss noch ein Nestüberblick.
          

26.01.2012
Es dümpelt weiter dahin, keine Veränderungen.
Habe nichts Neues, was ich hier anbieten könnte.
Ein Bild ihrer Königin noch.
         

29.02.2012
In der Natur ist es jetzt bald wieder soweit, die Winterruhe geht zu Ende.
Was wird mit diesem Volk, überlebt es den Sommer noch?
Das Volk hat noch ihre Königin damit ist die wesentliche Voraussetzung vorhanden.
         

Weiterhin ist alles unverändert.
Gibt nur wenige Puppen.        
                

Larven in verschiedenen Größen, Larven die sich verpuppen.
               

Sie tragen ein wenig Insektenteile ein die bei den Larven abgelegt werden.
             

Was fehlt, Eier.
Und es werden immer weniger Ameisen, es sterben mehr als neu schlüpfen.
Muss ich mir Sorgen machen um den Fortbestand dieses Volkes?

29.03.2012
Sie sind meine Sorgenkinder.
Es ist nicht meine Art Ameisen, Ameisenvölker kaputt zu pflegen, hier scheint es darauf hinauszulaufen.
Nicht das die Arbeiterinnen deutlich kleiner sind als bei Völkern die normal mit einer Winterruhe bei mir leben,
es werden auch immer weniger.
Muss ich mir normal Gedanken machen, wie ich meine Ameisen in ein größeres Nest bekomme,
geht das hier eher in  Richtung Reagenzglasgröße.
Falls sie noch über den Sommer kommen, geht dieser Versuch zu Ende.
Sie bekommen dann das, was sie schon lange nicht mehr hatten.

Ein paar Bilder noch.      
             

15.04.2012
Keine Veränderungen.

05.05.2012
Kaum eine Veränderung, nur die Arbeiterinnenanzahl ist weiterhin rückläufig.

16.05.2012
Die Königin dicht umringt von Arbeiterinnen, an einer guten Betreuung kann es ihr demnach nicht fehlen.
Eier, Fehlanzeige, sie hat noch keine gelegt.
           

Ein paar der Larven, die sich den "Winter" über nicht weiter entwickelt hatten, ziehen sie jetzt auf.        
            

Die wenigen Larven, die sich verpuppen, werden später als Arbeiterinnen nicht ausreichen
um die Anzahl der weiterhin sterbenden Ameisen auszugleichen.
          

Die Tendenz bleibt erhalten, es werden weiterhin weniger Ameisen, schaut selber.
            

03.06.2012
Es ist alles, wie es war, keine Veränderung.
Ihre Königin legt keine Eier.
Da sie von den Larven des letzten Jahres immer wenige aufziehen, gibt es bald auch keine Larven mehr.

14.06.2012
Besser spät als gar nicht.
    

Der erste Eierpulk 2012.
Kaum zu glauben, in der Natur schwärmen Lasius niger bald und hier fangen sie gerade erst ihren Frühling an.

29.06.2012
Sie wollen weiter leben.
Innerhalb von 14 Tagen haben sie ihre Verhaltensweise umgestellt.
Furagierende Ameisen, die mit mal eifrig nach Futter suchen.
Fast alles, was noch an Larven vorhanden war, haben sie aufgezogen.
Gibt fast nur noch Puppen und eine von Tag zu Tag größer werdende Eieransammlung und kleinste Larven.
       

03.08.2012
So schnell gibt die Natur nicht auf.
        

Auch wenn es nur noch bergab ging, wegen unpassender (keine Winterruhe) Haltungsbedingungen, jetzt sind sie voll dabei.
Versuchen voranzukommen, zu überleben.

08.08.2012
Erster Nachwuchs schlüpft und viele, viele Puppen, geht jetzt richtig voran.
Wenige Nacktpuppen gibt es auch.
          

Ist erstaunlich, was sie jetzt alles an Futter eintragen.
Besonders interessieren sie sich jetzt für Zuckerwasser.

Und es geht weiter.
           

12.08.2012
               

Video bei   YouTube          

26.08.2012
Ein paar aktuelle Bilder.
            

Wäre die Vorgeschichte nicht bekannt, ein ganz normales Volk im Sommerzyklus, muntere Ameisen, überaus interessiert an Futter.
Muss da manchmal schon gucken, dass ich mit den Futtergaben auch nachkomme.
Überaus viel Brutaufzucht mit unzähligen Puppen die bald dafür Sorge tragen, das die Arbeiterinnenanzahl sich mehr als deutlich erhöht.
Und es scheint noch weiter zu gehen, ihre Königin legt weiterhin Eier und das nicht zu knapp.
Was für eine verdrehte Ameisenwelt, eine Entwicklung die ich so nicht mehr erwartet hatte.

22.09.2012
               

Das wird dieses Jahr richtig was.
Mit dem was sie an Nachwuchs aufziehen können sie die Rückstände/Verluste mehr als deutlich ausgleichen.
Mehr noch ihre Arbeiterinnenanzahl wird sich kräftig erhöhen.

Was nun, meine Befürchtungen, das es mit diesem Volk zu Ende geht sind für die Vergangenheit.
Auch bin ich dabei zu überdenken, sie weiter ohne Winterruhe zu halten.

Was meint Ihr?
 
Noch ein kleiner bewegter Einblick in ihr Nest,
Video bei       
YouTube  
        

12.10.2012
Was ist denn jetzt schon wieder los?
Irgendwie müssen sie es hinbekommen haben, einen Blick aus dem Fenster zu werfen und gesehen haben,
dass es draußen in der Natur schon Herbst ist.
Sie sind dabei die Nachwuchsaufzucht einzustellen, ist wohl schon wieder vorbei ihr Ameisensommer?
Aus den letzten Puppen schlüpfen die letzten Ameisen.
Dieser kleine Haufen ist alles was noch an Puppen vorhanden ist.
     

Dabei sieht es doch so aus, als hätten sie noch richtig was vor, Larven so viel wie schon lange nicht mehr.
Nicht die geringste Möglichkeit da was Nachzuzählen, hier nur ein kleiner Ausschnitt.       
    

Weiterhin auffällig, die Larven wachsen nur noch bis zur mittleren Größe, danach ist Schluss.     

In der Arena ist nichts zu sehen/merken von ihrer Umstellung im Nest.
Sie sammeln noch immer alles ein was sie gebrauchen können.
Das sie auch immer noch durstig sind, brauch ich nicht weiter zu schreiben.
            Video bei   YouTube  

26.10.2012
Wie schon abzusehen war, es geht nicht weiter, sie haben umgestellt auf Winterruhe.
Ihre Aktivitäten in der Arena sind nicht bei null, gibt immer Ameisen, die nach Futter und Wasser suchen.
Futter, fast nur noch Kohlehydrate sind für sie interessant, Insekten kaum noch.
Im Nest Larven, Larven,............
261012-1              Video bei  YouTube 

               

Habt Ihr genau hingeschaut, wie schon in den vergangenen Ruhephasen, einige wenige Larven können es nicht lassen.
Ganz wenige verpuppen sich.

Hier wollten sie alle mit auf das Bild.
        
Alle, die in der Arena unterwegs sind, haben Pech gehabt.

Wo geht die Reise hin?
Ist jetzt ja schon Zeit vergangen, in der sie mit Bedingungen leben müssen, die ich ihnen aufgezwungen habe.
Wenn Ihr, aus dem was hier nachzulesen ist, ableitet, dass diese Art durchaus ohne Winterruhe, warm durchgehalten werden kann,
kann ich dieser Erkenntnis nicht folgen.

Warum das?
Sie sind weit zurück mit ihrer Arbeiterinnenanzahl.
Richtig betrachtet trifft nicht mal das zu, ihre Arbeiterinnenanzahl ist eher rückläufig.
Ein Volk Lasius niger, gehalten mit Winterruhen würde locker 3 - 4 Nestblöcke wie es dieses Volk bewohnt brauchen und füllen.

Aufgezogene Arbeiterinnen sind kaum noch größer als Pygmäen (erste von einer gründenden Königin aufgezogenen Ameisen).
Was ich nicht verstehe, dass sie zumindest aus im Frühjahr gelegten Eiern, keine normal große Arbeiterinnen aufziehen.

23.11.2012
Volle Aktion, sie geben alles, was sie haben.
Ja das wäre es doch, ist es nicht das, was viele Halter von ihrer Ameisenhaltung erwarten?

Lasius niger ohne Winterruhe wissen das nicht und gehen ihre eigenen Wege.
Die sind gerade besonders kurz, es ist absolut nichts mehr los,
nur wenige Ameisen, die ihre Arena durchstreifen.
Ein wenig, wirklich nur wenig Zuckerwasser und etwas Wasser, mehr nehmen sie nicht.
Sollte mich das jetzt alarmieren, beunruhigen?
Nein, sie machen nur das was diese Art zurzeit gerade macht, Winterruhe.
Mit dem Luxus eines gut temperierten Nestes mit gerade 24°C.

Und da geht es richtig zur Sache.
                

Muntere, fleißige Arbeiterinnen, die sich um ihre Larven kümmern.
Das seht Ihr doch sicherlich auch so oder?
Muss ganz schnell gucken, wo ich frische Insekten herbekomme!

Habt Ihr genau hingeschaut und sie gesehen, die Puppen?

Was soll es, alles nicht mehr als Träumereien.
Die Larven wachsen nicht, die im Video sichtbaren Puppen, ca. 20, sind alle die vorhanden sind.
Insekten ist auch nicht, sie haben keinen Bedarf.

Abgesehen von ihrer guten Beweglichkeit und Hektik im Nest, ausgelöst durch grelles Licht, ist es fast so, wie in der Natur, sie ruhen.

14.12.2012
Verdächtig ruhig zurzeit in der Arena, 1 - 2 Ameisen mehr ist nicht.
Kommen zum Trinken, etwas Wasser und Zuckerwasser, mehr interessiert sie nicht.

Was haben sie vor, gibt es Veränderungen gegenüber den warmen Winterruhen der letzten Jahre?
Ins Nest geblickt, nee sieht aus, wie schon gehabt..
Wie in den Jahren vorher, Larven und ein paar Puppen.
             

Es scheint keine toten Arbeiterinnen zu geben, jedenfalls tragen sie keine in die Arena.

Irgendetwas hat sich geändert.

29.12.2012
Ein letztes Update für dieses Jahr.
Nur was soll ich schreiben, dem letzten Update ist nichts hinzuzufügen.
Sie ruhen, mehr als vereinzelte Ameisen in der Arena ist nicht.
Ein paar Bilder, aus dem Nest, als kleine Entschädigung.
          

Zu meinem eigentlichen Anliegen für dieses Update.

Allen die hier mitlesen, einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ein erfolgreiches 2013 und Gesundheit für Euch und eure Ameisen.


20.01.2013
Angriff auf die Mandibeln.
Auch wenn es mir klar ist, das sie nichts nehmen, kann ich es nicht lassen, anzutesten ob wieder was geht.
Zerkleinerte Insekten reichlich.
         

Na ja, ist, wie es ist, weiterhin "Winterruhe" bei angenehm warmen Temperaturen.

21.02.2013
Sind einige Puppen, die sie jetzt pflegen.
           

Ansonsten ist es wie es war, kaum Aktivitäten.

23.03.2013
In der Natur wird es Frühling und hier bei Lasius niger?
Nichts, keine Veränderungen.

Habe einen Zuchtansatz flugunfähiger Fruchtfliegen besorgt.
         

Vielleicht reagieren diese Ameisen ja jetzt auf ein üppiges Futterangebot.
Mit wärmeren Temperaturen brauch ich ihnen ja nicht zu kommen, die hatten sie den ganzen Winter.

Schnell wird klar, es gibt so richtig nichts, mit dem ein Anreiz geschaffen werden könnte, das sie ihre Ruhephase beenden.

30.04.2013
Die müden Kriegerinnen wollen nicht, keine Anzeichen das sie ihre Ruhephase beenden.
Meine Futteroffensive ging ins Leere, kaum Interesse.
Na ja gibt ja noch andere hungrige Ameisen bei mir.

23.05.2013
So wie das derzeitige Maiwetter, die Stimmung der Damen.
Dass es mehr als langsam Zeit wird, wieder durchzustarten, sie haben es nicht mitbekommen.
Einen ganz leichten Hoffnungsschimmer meine ich auszumachen.
Sie ziehen jetzt mehr der vorhandenen Larven auf, mit der Folge, es gibt eine größere Puppenanzahl.
Und so ganz locker betrachtet, sie nehmen mehr an Insektenfutter, möglicherweise irre ich da, ist eher nur Wunschdenken?
Ein aktuelles Nestbild, meint Ihr das ich da bald erweitern muss?
           

Fragt jetzt nicht, ob die Königin Eier legt, es gibt keine.

Eine Königinnenlarve aus einem Naturvolk in ihre Arena gelegt.
Ist schon erstaunlich mit welchen Größen, Gewichten sich diese Ameisen abmühen.

Für mich das eigentlich Interessante, die großen Arbeiterinnen die im Video zu sehen sind, sie sind die eigentlichen Inhaber der Königinnenlarve.
Ein sichtbarer Größenvergleich der Arbeiterinnen dieses Volkes und normaler Lasius niger Arbeiterinnen.
Wie Ihr gelesen habt, dies Volk zieht nur noch kleinere Arbeiterinnen auf.

Habt Ihr genau hingesehen, wie die fremden Arbeiterinnen behandelt werden?
Ist Euch aufgefallen, was da abläuft?

16.06.2013
Wenn sie so weiter machen, wird es eng.
Ihre Königin legt weiterhin keine Eier und die Larven vom letzten Jahr haben sie fast alle aufgezogen.
Also gibt es wie gehabt nichts, worüber sich hier berichten lässt.
Zum Ausgleich wieder ein Video eines Lasius niger Volkes mit Nest, auf den ersten Blick, an einem ungewöhnlichen Ort.

Video bei  YouTube

29.06.2013
Jetzt kommt er doch noch, ihr Ameisensommer.
Hier die letzten Larven des letzten Jahres, die sie jetzt weiter aufziehen.
Einige Larven haben sich schon verpuppt.
              

Ganz in der Ecke einer Nestkammer eine überaus erfreuliche Entdeckung.
Die ersten Eier 2013, was für eine Entwicklung.
             

04.07.2013
Kaum wieder angefangen gibt es weitere Eier, immer schön im Pulk zusammengehalten.
                 

Auch wenn sie den Frühling verpasst haben, wie es jetzt aussieht, wollen retten, was noch zu retten ist.
Außenaktivitäten sind ohne große Vorwarnung auf "High", kleinere Fliegen sind gerade der Renner.

22.07.2013
Einmal wieder durchgestartet und diese Ameisen versuchen was aus ihrem Leben zu machen!
           

Sieht auf dem ersten Blick nach einer ganz normalen Entwicklung aus?
Aus meiner Sicht überleben sie gerade mal so eben.
Jeden Tag legt ihre Königin ein paar Eier, meine das beobachten zu können?
Daraus entstehen Eierpulks die verteilt im Nest gelagert werden.
Dennoch entsteht bei mir der Eindruck, das sie auf Sparflamme leben.
Kein Vergleich zu Völkern dieser Art die ich mit passender Überwinterung halte.
Das Volk hat aufgezwungen, durch die Haltung, einen anderen Lebensrhythmus gefunden, der gerade reicht um zu Überleben.
Es geht nicht voran und es führt auch nicht zum Aussterben dieses Volkes.
Sie ziehen Larven auf und dafür brauchen sie Insekten.
Der Bedarf ist eher mager, so richtig ran gehen sie nicht.
Ist halt eine Ameisenhaltung die nicht ihrer Natur entspricht und da gerät alles aus den Fugen.

07.08.2013
Weiterhin legt ihre Königin Eier und die Larvenaufzucht kommt zahlreicher in Gange.
            
Wie zu sehen, auch Lasius niger zerteilen Insekten und legen diese an ihre Larven.

Video dazu bei  YouTube

Hier zerlegen sie eine Drohnenpuppe.
            Video dazu  YouTube

14.08.2013
Jetzt geht die Post richtig ab, ein großer Eierpulk der jeden Tag größer wird.
              
Eine Königin die jetzt überaus in Legelaune gekommen Ist.
         
Zu meiner Freude, jeden Tag gibt es mehr Puppen zum Zählen.
           
Was natürlich nur ein Scherz ist, oder habt Ihr jeden Tag Lust, Hunderte von Puppen nachzuzählen?

Lange nicht mehr beobachtet, was diese Tiere alles an Futter gebrauchen können.
Erinnert mich stark an meine mit Winterruhen gehaltenen Lasius niger.

Kummer machen sie mir allerdings auch, über die Jahre haben sie dem Nestblock erheblich zugesetzt.
Mit anderen Worten, die Damen finden immer öfter einen Weg, mir beim Tippen auf der PC-Tastatur, auf die Finger zu gucken.
Ein Nestneubau muss unbedingt her.

Das scheint hier jetzt doch noch interessant zu werden!

23.08.2013
Heute nur ein gerade abgelichtetes Nestfoto.
        

Ist noch richtig viel Luft nach oben.

08.09.2013
Die Reihen füllen sich.
Zurzeit schlüpfen viele Arbeiterinnen und die Verluste der Zeit ohne Brutaufzucht sind grob gezählt fast ausgeglichen.
          

Und es geht weiter.
    

21.09.2013
Auch wenn sie weiterhin weit entfernt sind was die Entwicklung gegenüber eines Volkes mit normalen Winterruhen betrifft,
wird dieser Sommer der Beste den sie seit langen hinbekommen haben.
Kleine, zerkleinerte Insekten und Zuckerwasser stehen weiterhin ganz oben auf ihrer Futterliste.
Futter, das sie auch dringlichst benötigen, gibt richtig viele Larven, die hungrig auf Nachschub warten.
Tag und Nacht sind Arbeiterinnen unterwegs um Futter herbeizuschaffen.
Auch nachts unterwegs?
Höhere Temperaturen auch in der Nacht machen diese Ameisen zu 24 Stunden Arbeiterinnen.

Anstelle von Bildern habe ich heute für Euch ein kleines Video bei YouTube hoch geladen.    VIDEO

06.10.2013
          

Habt ihr sie erkannt?
In dem dichten Pulk steckt ihre Königin.
Immer umringt von vielen Arbeiterinnen die dafür Sorge tragen, dass es der Königin an nichts fehlt.
Allerdings ist diese faul geworden, sie legt kaum noch Eier.
Irgendwie scheinen diese Ameisen es mitbekommen zu haben, das es in der Natur Winter wird.
An der Futterannahme ist es noch nicht zu merken, alle Larven wachsen nicht mehr.
Ihre Puppenstapel werden von Tag zu Tag deutlich kleiner.
Steht die nächste Ruhephase an?

24.10.2013
Sie sind komplett abgebrochen, nicht mal mehr für die Futtersuche sind sie zu begeistern.
Nichts mehr los mit den Damen, stehen voll auf Winterruhe.
Da kann ich ihnen sagen, das wird nichts, wie in den Jahren vorab, dürfen sie schön mollig, warm überwintern.
Puppen gibt es kaum noch, könnt ja mal selber nachzählen.
          

Überall kleine Larven, die schon seit längerer Zeit nicht mehr wachsen.      
              

In einer Anzahl wie noch nie da gewesen, na ja irgendwo muss das viele Futter, welches sie eingetragen haben, schließlich geblieben sein.

Ohne Temperaturreduzierung oder einkürzen der Futterration, haben diese Ameisen selber ihre Ruhephase eingeleitet.

08.12.2013
Was ist passiert?
Die Mädels sind auf Wanderschaft gegangen, besser, mussten auf Wanderschaft gehen.
So was (entsorgte Gipsnestbrösel) konnte ich ihnen nicht weiter durchgehen lassen.    
         

Um ihren Bewegungsdrang (altes durchlöchertes Nest), in den Griff zu bekommen, mussten sie umziehen.
Mein besonderes Glück, diese Ameisen können nicht in den Foren lesen und haben nicht mitbekommen,
das Lasius niger besonders umzugsfaul sein sollen, gut eine Woche und sie waren im neuen Nest.
Letzte verbliebende Arbeiterinnen aus dem alten Nest gepinselt und ich bin wieder Herr über das Bewegungsverhalten dieses Ameisenvolkes.

10.12.2013
Hier leben sie jetzt, beziehungsweise, ist meine Hoffnung, dass sie dort weiterhin am Leben bleiben.
         
Das Nest ist wieder aus Gips, Grundfläche 27 x 20 cm.
Normalerweise bin ich es gewohnt, neue Nester anzubieten, weil die Alten zu klein waren.
Ist auch ein Erlebnis sie jetzt in einem deutlich kleineren Nest zu beobachten.

Der Gipsblock ist von allen Seiten mit Plexiglas verkleidet, da können sie ruhig ordentlich knabbern.
Wie jetzt schon zu sehen, Nest links unten, eine Schwachstelle bleibt,
die Auflagefläche der Glasscheibe.
Sind sie dort doch schon wieder dabei, alle meine Bemühungen zu untergraben.
Solche Versuche ins Freie zu gelangen, lassen sich leicht durch etwas Silicon verhindern.

Noch ist viel Nestfeuchtigkeit sichtbar, ein paar Angebote (Anreize) musste ich diesen Ameisen schon zukommen lassen,
um sie ins neue Nest zu bekommen.
Zur Belüftung sind an den tiefsten Neststellen ein paar mit Drahtgaze abgesicherte Öffnungen eingearbeitet.
Hauptsächlich erfolgt dadurch der Luftaustausch des Nestes und die Ableitung des CO2.

Ihr Verhalten hat sich den Umzug nicht verändert, geringe Aktivitäten, gelegentlich ein Insekt, Wasser und Zuckerwasser, mehr ist nicht.
"Winterruhe" in der warmen, molligen Stube.

16.12.2013
Gravierende Veränderung.
Der Umzug hat sie gehörig durcheinandergebracht.
Momentan herrscht, grob umschrieben, Sommerstimmung.
Sie ziehen sehr viele Larven auf und die Puppenanzahl ist beträchtlich gewachsen.
Zudem haben sie einen üppigen Appetit.
Kleinere Fliegen (Fruchtfliegen) und Mikroheimchen, davon können sie gar nicht genug bekommen.
Na ja und durstig sind sie auch, so manchen Tropfen Zuckerwasser verschwindet zurzeit im Nest.

Zu meinem bedauern musste ich feststellen,
dass ich mit der Wahl der Nestabdeckscheibe daneben gegriffen habe.
Ist ein Antireflexglas.
Vernünftige Bilder und Videos sind dadurch nicht mehr hinzubekommen, unscharf und flau.
Ist jetzt meine Überlegung, ob es jetzt noch Sinn macht, hier weiter zu berichten.
Aus meiner Sicht ist gerade die optische Darstellung wichtig, um die Entwicklung dieses Volkes zu vermitteln.

Hier ein paar Bilder und ein Video, gemacht durch die beschriebene Glasscheibe.
Lasius niger 16.12.2013_4 Lasius niger 16.12.2013_5 Lasius niger 16.12.2013_6   

Video dazu bei   YouTube

19.12.2013
Pünktlich zu den Festtagen hat Madam sich auch noch ein paar Eier rausgequetscht.       
     
Ist eine überraschende Entwicklung, die sich momentan eingestellt hat.
Hunderte von Puppen, viele Larven, die wachsen und emsig furagierende Arbeiterinnen.
Ihre Futterannahme haben sie nochmals gesteigert,
kein Problem für sie alles ins Nest zu schleppen, auch wenn ihr Halter mehrfach am Tage füttert.
Ca. 100 Fruchtfliegen und 20 Mikroheimchen pro Tag schaffen sie locker.

31.12.2013
Eine unerwartete Entwicklung nimmt weiter ihren Lauf.
Sie stehen weiter auf Sommer.
Ihre Königin legt  Eier und der Eierpulk ist mehr als deutlich gewachsen.
      
Zudem unzählige Puppen, verteilt auf mehre große Haufen, einer ist hier zu sehen.
             
(Ist schade das momentan keine vernünftigen Bilder machbar sind).

Zum Abschluss des Jahres ein Nestüberblick.
        

19.01.2014
Es geht weiter wie gehabt, die Damen stehen weiterhin auf Sommer.
Viele der Puppen sind in der Zwischenzeit geschlüpft und dadurch ist erfreulicherweise die Anzahl der Arbeiterinnen deutlich angestiegen.
Auch erfreulich, es gibt zurzeit kaum Todesfälle.
Bin immer wieder überrascht, was so kleine Ameisen an Futtermengen in Richtung Nest schleppen.
Hier sind sie an Heimchenklein (zerteilte Heimchen roh).      
         Video dazu   YouTube

Besser ist es zurzeit leider nicht hinzubekommen, ein aktuelles Nestbild.
             
Habt Ihr den großen Eierpulk erkannt?
Die Königin dieses Volkes ist weiter damit beschäftigt, Eier zu legen.

Ist schon eine komische Sache, mitten im Winter ein aktives Lasius niger Volk mit reichlich Hunger und Nachwuchsaufzucht.

31.01.2014
Gut, das sie nicht aus dem Fenster gucken können, sie sind weiterhin voll bei der Sache.
Praktizieren ein Sommerleben mitten im Winter.

24.03.2014
Sie machen immer noch auf Sommer.
Die Eiablage der Königin hat sich allerdings deutlich verringert.

18.04.2014
Ihr Sommer ist vorbei.
Keine Larvenaufzucht mehr, keine Eier mehr vorhanden, letzte Ameisen schlüpfen aus den nur noch wenigen Puppen.
Der Lebenszyklus dieses Volkes ist nicht mehr angepasst an unsere Natur.
Sie haben ihren Eigenen gefunden.

20.08.2014
Die Vorgänge wiederholen sich, so wie Ihr es hier schon mitlesen konntet.
Gibt nichts Neues mehr, worüber ich schreiben könnte.
Mit einer kurzen Zusammenfassung des von mir beobachteten schreibe ich hier nur noch weiter, wenn sich Veränderungen ergeben.

Was war und ist zu beobachten.
Das Ameisenvolk ist nicht ausgestorben.
Die schlüpfenden Arbeiterinnen sind deutlich kleiner wie Arbeiterinnen in der Natur oder von mir mit Winterruhe gehaltene Lasius niger.
Das Volk hat nie die Arbeiterinnenanzahl erreicht wie mit Winterruhe Gehaltene.
Besonders in der Zeit, wo sie keinen Nachwuchs aufziehen, sinkt die Arbeiterinnenanzahl durch Todesfälle stark ab.
Sie haben ihren einen eigenen Rhythmus gefunden, wann sie Brut aufziehen und wann nicht.
Aktive und Ruhezeiten sind nicht immer gleich lang.

Für meine Ameisenhaltung kann ich schreiben, das sich Lasius niger ohne Winterruhe bei durchgehend warmen Temperaturen halten lassen.
Auch wenn es Abstriche mit sich bringt.
Empfehlen würde ich so eine Haltung nicht.
Es macht deutlich mehr Spaß, ein normal gehaltenes Lasius niger Volk zu beobachten.
Viel mehr Arbeiterinnen die mehr Aktion anbieten.

05.09.2016
Heute geht dieser Bericht zu Ende, die Königin ist gestorben.
Ob sie länger gelebt hätte, wenn diese Ameisen immer ihre Winterruhe bekommen hätten?
Ich kann das nicht beantworten.
Auch so war es schon eine längere Zeit der Haltung, die für mich Erkenntnisse gebracht hat.
Verhalten, Entwicklung wie im Bericht schon geschrieben, ohne große Schwankungen, bis zum Ende.

Dank an Euch, die hier mitgelesen haben und die mich mit Fragen, Anregungen und Informationen aus ihrer eigenen Haltung, unterstützt haben.