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Ectatomma  spec.
Ectatomma spec., eine interessante immer aktive Ponerinae aus Südamerika

Farbe:                            Mattglänzend schwarz
Größe:                           8 - 12 mm           Ectatomma spec.                     
Königin:                        Geringfügig größer, gut zu erkennen.

Meine Haltungsparameter
Temperatur:                23 - 26°C
Luftfeuchtigkeit:         Raumfeuchtigkeit [nicht unter 40%rel. bei angegebenen Temperaturen]
Nest:                             Gering feucht
Arena:                          Gelegentlich kräftig durchfeuchten, sonst eher trocken.
Futter:                          Frisch tote Insekten, Honig- oder Zuckerwasser [dünnflüssig]
Bevorzugt:                   Fliegen, Heimchen, später auch richtig große Heimchen.
Kaum genommen:      Überbrühtes oder Eingefrorenes

                                     Schlechte Jäger, schnellere lebende Futtertiere erwischen sie nur zufällig

September 2009
Mit gemischten Gefühlen, resultierend aus denn Ectatomma ruidum Haltungsversuchen, ging sie los die Haltung dieser Art.
Ein kleines Volk eine Königin mit 2 Arbeiterinnen, nicht gerade viel mit der Chance was draus zu machen.

Alle Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet.
Das kleine Volk ist angewachsen auf 12 Arbeiterinnen aus Eiern, die bei mir von der Königin gelegt wurden.
Somit denke ich, es wird jetzt was mit der Haltung dieser Art.
  
 
            

02.06.2010
Sind ruhige Ameisen, die unauffällig leben.
Schreckhaft, bei Störungen verharren sie wie erstarrt, und falls die Störung näher kommt, versuchen sie sich zu verkriechen.
Gerne trinken sie Zuckerwasser, das nicht zu dickflüssig sein darf.

                
 
Sie gehören zu den Ameisenarten die Flüssigkeiten zwischen den Mandibeln transportieren.
Ein Vorgang, der häufiger zu beobachten ist.

Die Kolonie ist auf ca. 60 Arbeiterinnen gewachsen und lebt in einem Gipsnest.

      

Wie zu sehen, gibt bald reichlich Nachwuchs und eine Nesterweiterung muss her.
Diese Ameisen umziehen zu lassen gestaltet sich mühselig.
Alles, was nicht im Nest ist, muss per Hand umgesetzt werden.
Diese Ameisen sind nicht in der Lage an Glas hochzuklettern,
allenfalls an schlecht verklebten Ecken (Siliconwülsten) habe sie eine geringe Chance.

Mit den Haltungsbedingungen bin ich noch nicht durch.
Meine das sie noch zu feucht gehalten werden, zumindest im Nestbereich.
Als Nesterweiterung ist deshalb von mir ein Gipsblock gedacht, den ich kaum befeuchten werde.
Mal gucken, was sie davon halten.
An Insekten nehmen sie besonders gerne Fliegen, und falls es die nicht gibt, kleinere Heimchen.
Selber fangen bekommen sie nicht hin, möglicherweise ändert sich das später bei größerer Kolonie.
Futter bekommen sie daher frisch getötet das irgendwo in der Arena ausgelegt wird, sie finden es.
Als Arena kommt ein kleines Glasbecken 40 x 30 x 30 cm zur Verwendung in dem auch das Gipsnest liegt.
Der Bodengrund besteht aus Kies und Holzgranulat.
Gegenstände, die sie belaufen können, gibt es noch nicht.
Habe ich mir für später auf die Fahne geschrieben, abzuklären was sie davon halten und ob sie darauf klettern können.
So wie es heute den Anschein macht, dürften Steine und Holz keine Probleme bereiten.


11.07.2010
Sie werden langsam richtig munter.
Sieht so aus, als wenn ihnen der Bodengrund nicht passt?
Jetzt wo es deutlich mehr Arbeiterinnen sind, grob so an die Hundert, sind sie eifrig dabei ihre Umgebung umzustapeln.
Möglicherweise sind sie auch nur auf der Suche für eine Nesterweiterung.
Geht jetzt zügig voran mit der Nachwuchsaufzucht.
Viele kleine Larven, die sie jetzt aufziehen.
    
Dazu eine größere Anzahl Puppen die bald zu einer Verdopplung der Arbeiterinnenanzahl führen.
   
Die Königin ist etwas größer als die Arbeiterinnen und gut zu erkennen.
     
Hier das ganze Gipsnest.
                
Ist nicht mehr mit auf dem Bild, ganz links, dort wo die Scheibe aufhört, ist der Wassertank.
Viel Wasser fülle ich da nicht ein.
Gips nimmt hervorragend Wasser auf und ermöglicht es, das sich Wasser prima verteilt.
Für mich gibt es als Nestmaterial nichts Besseres, gut das habt Ihr sicherlich in meinen Berichten schon mitverfolgt.
Was zu sehen ist, die Kammern neben dem Wassertank sind fast leer, keine Larven, wenig Arbeiterinnen.
Meine Ableitung, die Haltung dieser Art geht trockener.


Arenaboden- und Luftfeuchtigkeit habe ich weiter gesenkt.
Arenafeuchtigkeit ist momentan unsere normale Raumfeuchtigkeit.
Auch im Nest ist es trockener geworden, mal gucken, wo die möglichen Parameter liegen?

Ganz wichtig sind Kohlenhydrate und die müssen gut flüssig sein.
Mit purem Honig oder zu dick angesetztem Zuckerwasser kommen sie nicht zurecht.
Das sie Wasser trinken, ist bis jetzt nicht zu beobachten.

13.08.2010
Einmal im Gange mit ihrer Entwicklung, sind sie nicht zu bremsen.
Sie leben im Gipsnest und unter einer Baumrinde.
Schätze ihre Anzahl grob auf 150 und es geht kräftig weiter.
Hier die Königinnenkammer.
        

Neben größeren Larven, kaum zu erkennen, viele Kleine.
Kammern mit Puppen.

     

Solltet ihr meinen auf einem der Bilder eine Jungkönigin gesehen zu haben, dann liegt ihr richtig

24.08.2010
Fliege um Fliege verschwindet im Nest.
Zwischen durch ein paar Heimchen, die durchaus auch ein wenig größer sein dürfen, passt auch.
Damit ihnen da ja auch nichts entgeht, sind ständig mehr als 20 Arbeiterinnen in der Arena auf der Lauer.

Irgendwie bekommen sie es hin zwischen ihrem Halter und Insekten zu unterscheiden.
Jetzt könnt ihr meinen, ist doch klar, ihr Halter ist dicker!
Sie sind in der Lage zwischen vorsichtigem Agieren und groberen Eingriffen zu unterscheiden.
Futtertiere durch die Deckelöffnung gegeben erwecken gleich ihr Interesse,
den ganzen Deckel abgenommen und fast keine Ameise ist mehr zu sehen.

Da ich mit dieser Art auch erst Erfahrungen sammele, ist die Frage, ist das so in Ordnung, das sie das bekommen was sie eintragen?
Ist eine ganz verfressene Bande, die nicht satt zu werden scheint.
Dazu trinken sie dünnes Zuckerwasser und sie tragen reichlich davon zwischen ihren Mandibeln ein.

Was soll das noch werden?
                                         

Größere Beute versuchen sie in Deckung zu ziehen, um sie dort zu zerlegen.
                         
Mit ihren kräftigen Mandibeln haben sie keine Probleme auch größere Insekten zu zerteilen.

Emsiges Treiben an einem der Nesteingänge.
                  

22.10.2010
Sind muntere, aktive Ameisen, jetzt wo ihre Anzahl als größeres Volk gilt.
Immer noch leicht schreckhaft, bei Störungen verschwinden sie flink unter einer Deckung oder im Nest
um nach kurzer Zeit wieder aufzutauchen, als wäre nichts gewesen.

Für mich immer noch verwunderlich, was sie so wegfuttern,
selbst ausgewachsene Heimchen werden bis aufs letzte Stück zerlegt und abtransportiert.
Immer für ein Tröpfchen Zuckerwasser zu begeistern.
             

Meine Bemühungen ihnen immer das genommene Futter herbeizuschaffen, zeigen deutlich Folgen.
             

Habe dadurch ein erfreuliches Problem.
Braucht nicht lange raten, es sind einige Arbeiterinnen zusammengekommen.
Der Nestblock reicht ihnen schon lange nicht mehr, die Kapazitäten unter den Rindenstücken sind auch ausgeschöpft,
hilft nichts ein neues Becken muss her.
An für sich auf den ersten Blick kein Problem,  gebe es da nicht die Eigenheit dieser Art,
das sie nicht an Glas klettern können, wirklich überhaupt nicht.
Dummerweise liegen die Erweiterungsbohrungen des Beckens auf halber Glashöhe.
Falls mir nicht noch was einfällt, Euch ist klar was dann kommt?
Ameise für Ameise einfangen und umsetzen, eigentlich wollte ich meinen Urlaub anders nutzen.

Auch eine Möglichkeit Flüssigkeiten zu transportieren und weiter zu geben.
          
Sie bewegen ihre Mundwerkzeuge (Mandibeln) so lange durch Flüssigkeiten (Wasser/Zuckerwasser)
bis sie einen Tropfen zu packen bekommen haben.
Den tragen sie ins Nest oder geben anderen Arbeiterinnen davon ab.
Das bekommen sie nur hin wenn Flüssigkeiten die sie aufnehmen wollen dünn genug sind.

21.11.2010
So geht es auch.
        
Die beim Umzug nicht selber laufen wollen, werden getragen.
Im Gegensatz zu unseren Waldameisen rollen die Getragenen sich nach oben ein.

Diese hier würde vielleicht schon gerne selber laufen, kann es nur noch nicht.
          

  

Diese ist froh, wenn sie wieder ein Dach über dem Kopf hat.
                    
 
Ein wenig Inventar muss auch sein.
           

In der Zwischenzeit ist die Anlagenerweiterung fertig und angebaut.
Darin enthalten ein geräumiges Gipsnest.
Wie zu sehen, sie sind selber umgezogen, eine einfache Idee hat gereicht um mir ein mühevolles Umsetzen, Ameise um Ameise zu ersparen.

2 Tage richtig was los, Ameisengerenne wie an einer Schnur aufgezogen und sie waren fast fertig mit ihrem Umzug.
Wobei Gerenne gut übertrieben ist, richtig schnell werden sie nur wenn sie sich erschrecken und flüchten.
            
                
Wie zu sehen, sie haben ihr neues Nest gut eingerichtet.
Was an Baumaterial in den Kammern liegt, haben sie selbst eingetragen.
Manche Arten sind durchaus in der Lage, anfangs noch nicht gebrauchte oder zu große Nestkammern entsprechend zu gestalten.
Macht eh keinen Sinn, Kammern von zu großen Nestern mit Substrat aufzufüllen, um Müll Ablagerungen zu unterbinden.
Erdbewohnende Ameisen in der Haltung graben unermüdlich und legen mehr Raum frei als wie sie gerade für sich und ihren Nachwuchs brauchen.
Die Folgen sind klar, sie haben wieder Platz im Nest für Müll.
Und damit noch nicht genug, der Aushub wird gründlich in der Anlage verteilt und landet auch, da wo er nicht eingeplant (erwünscht) ist.

Mein Plan ist nicht aufgegangen, war von mir gedacht das alte Nest zu entfernen.
Ist zwar übersichtlicher geworden im alten Nest. es komplett zu räumen, diese “Sturgster” denken nicht daran.
          

So ein Umzug macht natürlich durstig.
            
Naja, dass sie gerne und ausgiebig naschen, kennt Ihr ja schon.
 
15.01.2011
Heute liegen ein paar Bauarbeiten an einem der Nesteingänge an.
Ectatomma        
Wie sie da jetzt noch reinkommen wollen, mir ein Rätzel.

Ectatomma Ectatomma Ectatomma Ectatomma   

Hier der Auslöser für ihr emsiges Treiben.
Ectatomma       

Ein frischer, feuchter Lehm/Sandhaufen.
So eine Gelegenheit lassen sie sich nicht entgehen, das Zeug ist für so manches zu gebrauchen.
Geschickt beißen sie Stück für Stück aus dem Haufen ohne sich dabei die Mandibeln (Mundwerkzeuge) zu verkleben.

Ein Futter, für das nicht extra Tiere gezüchtet werden müssen.

Ectatomma Ectatomma Ectatomma Ectatomma1           

Drohnenbrut unserer Bienen, als eiweißreiches Futter von vielen Ameisenarten akzeptiert.
Drohnenbrut wird im Sommer unseren Bienenvölkern zur Reduzierung der Varroamilbe entnommen.
Eingefroren ist Drohnenbrut lange haltbar und im Winter ein willkommenes Futter.

Hier könnt Ihr mehr zur Drohnenbrut nachlesen.

Für diese Ameisenart, die frisch getötete Insekten bevorzugt, eine gern genommene Alternative.
Stück für Stück wird angetrennt von einer auch für diese Ameisen großen Beute und wandert zu den hungrigen Larven ins Nest.

Ectatomma Ectatomma Ectatomma                   
          
22.02.2011
Irgendwie haben ihnen die 2 Eingänge die ich "mühevoll" in den Nestblock eingearbeitet habe nicht gefallen.
Sie haben noch mal nachgearbeitet und weitere Eingänge in den Nestblock gearbeitet.
Meisten knabbern sich meine Ameisen unten in feuchteren Bereichen durch.
Diese sind besonders schlau, haben sich am oberen Rand unter der Glasabdeckung durchgeknabbert.
Leider haben sie dabei nicht das richtige Maß gefunden.
Jetzt sitzen sie mit einem Heimchen vor dem Loch und nichts passt.

Ectatomma Ectatomma Ectatomma Ectatomma                  

Wird so etwa 15 Minuten dauern, dann haben sie das Problem gelöst.
Heimchen zerlegt und passend gemacht.

22.03.2011
Was ist geworden?
Sie futtern mir die Haare vom Kopf, klar ist nur bildlich zu verstehen.
Immer hungrig sind sie am Stöbern und Durchstreichen emsig jeden Winkel ihrer Anlage.
Ausgewachsene Heimchen, Mehlwürmer, Fliegen, sie können alles gebrauchen.
Nur flüchten dürfen größere Beutetiere nicht mehr können.
Die Anzahl der vorhandenen Arbeiterinnen habe den Überblick verloren, geht grob auf die Tausend.
Ein Ameisenleben dauert auch bei dieser Art nicht ewig, gibt pro Tag 3 - 4 Tote.
Diese tragen sie längere Zeit herum, bis sie sich dazu entscheiden, diese auf dem Müll abzulegen.

Sie scheinen noch richtig was vorzuhaben, ein paar Einblicke in ihre Nestkammern.

         

              

21.04.2011
Diese Schmierfinken haben es doch hinbekommen, die Nestscheibe fast durchgehend zu verkleistern.
Brauchbare Bilder sind nicht mehr hinzubekommen.
Hier abgelichtet, wo es noch halbwegs Durchblick gibt.
              

Abgesehen davon, dass es mir schon lange nicht mehr möglich ist, ihre Anzahl durchzuzählen,
ist an unzähligen Larven und Puppen gut nachzuvollziehen,
das sie mir das sie auch weiterhin nicht gewillt sind, mir das Zählen ihrer Anzahl zu ermöglichen.

12.05.2011
Anfang und Ende eines Ameisenlebens, der Müllhaufen.
             

Sie machen kein Geheimnis mit ihrer Nachwuchsaufzucht, unzählige leere Kokons.
Dazugepackt ihre Toten.
Diese zerstückeln sie nicht, werden komplett entsorgt.
Eine Merkwürdigkeit, gibt keine Reste von Futterinsekten auf dem Müll.
Genauer betrachtet ist überhaupt nichts von diesen in der Arena zu finden.

Noch ein paar Bilder dieser schönen, großen Ameisen.
     

             

Gibt es ein wenig Wind, setzten Ameisen ein Segel und gehen surfen.
Ist so der Gedanke, der mir kommt bei diesem Bild.
          

Da so ein Segel richtig schwer ist, wird jede Unterstützung gerne angenommen.
             
Klar nur ein wenig Spaß.
Nur was machen diese Ameisen mit einem Insektenflügel, zum Futtern ist nichts daran?
Ist nur eine Vermutung, sie beseitigen alles, was in ihrem Nestbereich Andere durch Futterreste anlocken könnte.
Futterreste für mich immer noch offen, wo bleiben diese?

04.08.2011
Haltung wie gehabt einfach und sie kommen noch immer nicht an Glasscheiben hoch.
In den letzten Monaten ist es eng geworden, schätzungsweise mehr als Tausend Arbeiterinnen bevölkern die Anlage.
Mit dem internen Nestblock habe ich was falsch gemacht, sie lassen mich nicht mehr bei.
Dabei sind diese Ameisen nicht im geringsten aggressiv,
bekomme nur die Nestabdeckung nicht mehr rauf ohne Ameisen darunter zu zerdrücken.
               

Geht so einiges an Futter durch, selbst größere, frischgetötete Beutetiere sind kein Problem.
Diese zerteilen sie gleich vor Ort und tragen die Einzellteile ins Nest.
Hier haben sie ein paar Brummer entdeckt.
      
Noch ein kleines Video dazu.
                   

Wie gehabt, sie trinken viel und ausgiebig.
Braucht seine Zeit bis sie sich vollgetrunken haben.
Danach nehmen sie einen Tropfen zwischen ihre Mandibeln und machen sich auf den Weg ins Nest.
                 

Auch dazu  Videos.                
Video trinken                     

 Video           Video auch hier:  http://www.youtube.com/watch?v=HJcFK8egq5U

Richtige Eile kennen diese Tiere nicht, zielstrebig sind sie allerdings.

Ameisenarbeiterinnen die in den letzten Monaten geschlüpft sind, sind deutlich größer, etwa doppelt so groß wie unsere einheimische Formica rufa.

30.09.2011
Die Entwicklung dieser Art geht in eine Richtung die ich nicht erwartetet habe.
Braucht seine Zeit vom Ei bis zum Arbeiterinnenschlupf.

Sind viele Ameisen zusammengekommen, schätzungsweise an die 2000.
Gibt nur wenige Todesfälle, was die Vermutung aufkommen lässt, sie leben lange.
Große Ameisen, prima zu beobachten.
Hier ein kleiner Überblick, der nur ansatzweise aufzeigt, was an Ameisen bei dieser Art zu erwarten ist, untergebracht und verpflegt werden will.
Video Ectatomma_1 Ectatomma 11         

08.01.2012
Genügsame und ruhige Ameisen, die kaum in Hektik zu versetzen sind, eigentlich gar nicht.
Die gerne und reichlich Wasser und Zuckerwasser trinken und wie schon früher geschrieben,
eintragen in dem sie Tröpfchen zwischen ihren Mandibeln transportieren.
Leider kann ich nicht mitverfolgen was sie mit den Flüssigkeiten machen, was überhaupt im Nest los ist.
Keine Möglichkeit mehr die Abdeckung des Nestes zu entfernen.
Diese dickfälligen Ameisen belagern mit mehr als Hundert gleich die Scheibe.
Ein Zurücklegen der Abdeckung würde sie alle zerquetschen, denn vertreiben lassen sie sich nicht.
Dabei sind sie überhaupt nicht aggressiv, sie weichen nur einfach nicht.
              

Hier Bilder des Nestes mit Abdeckung.
                    

Wird schnell klar was ich, meine oder?

Das viele Wasser könnte zur Nestbefeuchtung verwendet werden.
Halte sie eher trocken, Nestbefeuchtung gibt es schon lange nicht mehr und in der Arena selten einen künstlichen Regen.
Luftfeuchtigkeit unsere Raumfeuchtigkeit.

Belüftung bei dieser Art kein Problem eine Arenaabdeckung oder Ausbruchsschutz wird nur selten gebraucht.
Diese Ameisen schaffen keinen Zentimeter an einer Glasscheibe hoch, so wie es eher eine Seltenheit ist, überhaupt eine beim Versuch zu beobachten.
Ab und an ziehen sie Männchen auf, dann bleibt mir nichts anderes übrig als einen Gitterdeckel aufzulegen.
Das sie kein Glas belaufen ist ein riesen Vorteil,
keine meiner Ameisenarten lässt sich so einfach in der Anlage halten, Ausbruchsschutz praktisch gleich null.
Was mir allerdings auch Kopfzerbrechen bereitet.
Meine Überlegungen für eine neue, größere Anlage verlaufen im Kreis.
Wie diese Ameisen aus der Alten in eine neue Anlage befördern?
Irgendwie muss ich da mal bei.

Sie sind nicht die Schnellsten mit ihrer Nachwuchsaufzucht, das machen sie allerdings mit der großen Anzahl an Nachwuchs 
und hohen Lebensalter deutlich gut.
Über die Zeit sind so einige Tausend Ameisen aufgewachsen.
Also wenn ihr diese Ameisen halten wollt, es kommt der Tag, wo Ihr ran müsst und eine große Anlage erforderlich wird.

Futter für diese Art, kein besonderes Problem, alles, was an Insekten ins Becken kommt, sie bekommen es klein.
Allerdings sind sie keine guten Jäger, lebende Futtertiere erwischen sie eher zufällig,
begünstigt durch viele Arbeiterinnen die sich in einer Anlage nicht so verteilen können wie in der Natur.
Solange ein Futtertier nicht mehr weglaufen kann, ist dessen Größe nebensächlich.

Selbst die bei vielen Arten nicht sonderlich geliebten Mehlwürmer werden gerne genommen.
Ob Mehlkäferpuppen oder ausgewachsene Mehlwürmer, sie zerlegen sie einfach gleich vor Ort, Stück für Stück verschwindet im Nest.
             

Wie bei etlichen anderen Ameisenarten auch, ein Gipsnest ohne knabberfeste Einlagen hat bald Ein/Ausgänge an Stellen, wo sie es für nötig halten.

Sie suchen überwiegend nach Futter, das nicht mehr weglaufen kann, ihre Jägerqualitäten sind eher dürftig.
Alleine die hohe Ameisendichte in der Arena  ermöglicht es ihnen auch mal ein lebendes Heimchen zu erwischen.
Allerdings das was sie mal gepackt haben, lassen sie nicht mehr los.
      

Video        Video auch hier:  http://youtu.be/qQ5xLN_pvek
 
Ectatomma spec. Video 9           

23.08.2012
Irgendwie ist für mich das Verhalten dieser Art mit Überraschungen verbunden.
Eher beheblich ihr Verhalten in der Arena, dennoch entkommt ihnen kein Insekt.
Klar der Grund dafür, meine Anlage müsste größer sein, um Insekten eine Chance zu geben.
Dennoch diese Ameisen gehen unermüdlich zur Sache, immer voran Beute für ihre Larven zu machen.
Und da sind sie ausdauernd, alles was sie zu packen bekommen, halten sie fest.
Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen (Mandibeln) kommen sie locker auch einem Mehlwurm bei.

Mehlwürmer, fachlich nicht ganz richtig und Mehlkäferpuppen, für diese Art eine prima Eiweißversorgung.          
        

Video Ectatomma 6          Video auch hier:  http://youtu.be/muq5zYWyTGI

Sie leben bei mir in einer trockenen Anlage.
Gibt nur selten mal Regen (Sprühflasche) in der Arena, ihr Nest kann ich schon seit mehr als ein Jahr nicht mehr befeuchten.
Als Ausgleich bekommen sie reichlich Trinkwasser.
Schnell finden sich viele Arbeiterinnen ein um zu trinken und um Wassertröpfchen mit ihren Mundwerkzeugen (Mandibeln) aufzunehmen
die sie ins Nest tragen.
Diese Ameisen haben keinen Respekt vor Wasserpfützen, sieht fast so aus, als ob sie drüber laufen
Video          Video auch hier:  http://youtu.be/QX7fc6qI_n0

Für die Versorgung eines Ameisenvolkes braucht es überwiegend Kohlenhydrate und Proteine.
Proteine in Form von Insekten kosten Geld und nicht jeder mag Insekten töten.
Immer auf der Suche nach anderen, geeigneten Proteinquellen, gibt es hier Eigelb.
Diese Ameisen sind neugierig und überaus ausdauernd, neue Dinge, die in ihre Arena kommen, zu untersuchen.
Schnell findet sich eine größere Arbeiterinnenanzahl ein, um das Gereichte zu begutachten.
Ectatomma Video       Video auch bei:    YouTube     

Belecken, anknabbern, teilweise zerlegen, erweckt den Anschein das sie Eigelb annehmen.
Später wurde das Eigelb überwiegend erst in der Arena verstreut und nach dem es eingetrocknet war, auf dem Mühlhaufen entsorgt.

Ganz schön was los hier!
Video                                

01.02.2013
Es geht zu Ende.
In den letzten Monaten zu beobachten, die Arbeiterinnenanzahl verringert sich.
Deutliche Reduzierung der Aktivitäten in der Arena, Insektenfutter wird immer uninteressanter.
Kaum noch Larvenaufzucht, wenige Puppen, sie ziehen nur noch Männchen auf.