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Einfacher Arenabau fast für lau

Es muss nicht immer teuer sein für seine Ameisen einen Auslauf zu schaffen, der zudem noch gut einsehbar ist.
Für Ameisenarten, die hauptsächlich im Bodenbereich leben, ist das besonders einfach.
Hier die Zutaten.
                          
Solche Plastikbehälter gibt es in Baumärkten in verschiedensten Größen für wenig Euros.
Dazu noch einen Schlauch für die Verbindung zu einem Nest, etwas Gips und Kies oder Sand, mehr braucht es im einfachsten Fall nicht.
Für Arten der Gattung Messor und z. B. Lasius niger, Lasius flavus reicht so eine Arena vollkommen aus.

Auf den Boden der Plastikbox kommt eine Gipsschicht.
Gleich nach dem Gips gießen wird Kies oder Sand auf dessen Oberfläche gestreut.
Daraus ergibt sich eine Oberfläche, die von Ameisen gut belaufen werden kann,
zudem hält sie den Kies oder Sand überwiegend dort, wo er ausgebracht wurde.
Viele Ameisenarten graben gern oder transportieren alles durcheinander, bei so einem Arenaboden haben sie damit leider Pech.
Muss der Arenaboden von Müll befreit werden, bleib der Bodengrund erhalten.

Kaufbare Becken haben die Öffnung für Zugänge in den Seitenwänden,
wie wäre es mit einem Zugang fürs Nest im Bodenbereich irgendwo in der Arena?
Zumindest sieht so was für mich besser aus.
Mit solchen Plastikboxen alles kein Problem, sie lassen sich einfach bearbeiten.
Ein Loch an die passende Stelle eingearbeitet (z. B. mit Bohrer) und einen Schlauch durchgezogen,
bis an den Ort, wo der Zugang im Bodenbereich gedacht ist.
Das Schlauchende habe ich abgeschrägt für eine größere Öffnung direkt in den Schlauch.
                                   
Das Loch wird verstopft, gut geeignet dafür ist Küchenpapier.
                                
Anschließend wird der Schlauch komplett mit Gips übergossen
                                
und wie schon vorab mit Kies oder Sand beschichtet.
                        

Der Schlauch kann natürlich auch gleich in die 1. Gipsschicht eingearbeitet werden, um alles ebenerdig zu bekommen.
Mein Gedanke ist es, etwas Struktur zu bekommen und wie in der Natur oftmals sichtbar,
den Nestzugang als kleinen Hügel/Trichter zu gestalten.
Neben Kies und Sand können auch andere Dinge gleich in und auf die Gipsschicht eingearbeitet werden.
Gips speichert prima Wasser und gibt dieses bei Bedarf auch wieder ab, ein brauchbarer Belag für Arten, die es feuchter lieben.
Gibt da allerdings eine Einschränkung, nicht jeder Gips bleit unter Feuchtigkeit hart.

Ist der Gips durchgehärtet, einfach das Papier herauspulen.
                     
Bleiben Fetzen hängen, macht das nichts, haben Eure Ameisen gleich Beschäftigung.
Mit anderen Worten, Ameisen richten das schon.
So sieht das in der Haltung in Benutzung aus.
                         

Nicht das Ihr glaubt Ihr seit jetzt mit dem Bauen fertig!
Sicherlich reicht so ein einfacher Arenaboden durchaus, nur das Auge guckt ja auch in der Ameisenhaltung mit.
Was für ein blöder Satz.

Ein fester Gipsuntergrund schafft prima Möglichkeiten, um die Anlage nach eigenen Vorstellungen zu verschönen.
Dabei können durchaus Gegenstände mit eingearbeitet werden, die weit oben über die Außenkanten der Plastikbox reichen.
Nicht darauf setzen das kletternde Ameisen nicht herunter fallen, es sei denn, Ihr geht gerne auf Ameisensuche, habt Freude am Ameiseneinfangen.
Immer schön so einbauen das herunterfallende Ameisen in der Box landen.